WhatsApp & Co.: Social Media Messaging sticht herkömmlichen SMS-Dienst aus.

Screenshot der WhatsApp-Anwendung im Android Market. Die Applikation ist nur 5 MB groß.

Wer könnte in der letzten Zeit viel viel Geld und Umsatz verloren haben, hm? Vielleicht Google, vielleicht Microsoft oder vielleicht Apple? Nein, die wohl alle nicht so wirklich. Aber als ich im Jahre 2000 meine erste SMS verschickte, habe ich dafür 19 Pfennig bezahlt. Aktuelle Tarife verlangen immer noch 9 Cent pro SMS, wenn sie denn von einem Handybetreiber kommen. In meinem aktuellen O2-Vertrag habe ich 150 Frei-SMS jeden Monat, die nutze ich auch jedes Mal aus. Drüber komme ich selten, denn viele meiner Kontakte nutzen inzwischen Social Media Messenger um Kurznachrichten zu verschicken, am bekanntesten und beliebtesten ist das wohl die WhatsApp-Anwendung (Whatsapp = What’s App = What’s up = Was geht ab?), die derzeit sowohl iPhone Benutzer mit iOS als auch Android-Smartphone Besitzer benutzen können. Die Anwendung ist klein und kann in Sekundenschnelle installiert werden. Danach findet man seine Kontakte, die ebenfalls Whatsapp installiert haben, dort wieder und kann ihnen Kurznachrichten schicken. Auch beliebt ist inzwischen der Facebook Messenger, mit dem man ebenfalls Kurznachrichten an alle seine Kontakte verschicken kann, die ebenfalls den Messenger installiert haben und über einen Facebook-Account verfügen.

Natürlich zahlt man statt der SMS-Tarife inzwischen für die mobilen Internet-Flatrates, aber ob das den Verlust des SMS-Umsatzes wieder wettmacht? Womit wir dann auch bei der Beantwortung der zuerst gestellten Frage angekommen sind: die Netzbetreiber und Telefongesellschaften, die bisher viel Geld mit ihrem SMS-Dienst verdient haben, haben jetzt einen geschätzten Wert von 13,9 Milliarden US-Dollar an Umsatz eingebüßt, berichtet Ovum. Das ist ein Haufen Asche und viele kleine Smileys, die da nicht mehr über gängige SMS verschickt werden. Dass die Netzbetreiber bisher mit SMS Nachrichten viel Geld verdient haben, ist ja meines Erachtens auch vollkommen okay, aber jetzt wo immer mehr Anwender ihrer eigenen Applikationen entwickeln und vieles von dem Wissen, was vor einigen wenigen Jahren und Jahrzehnten noch exklusiv war, weit verbreitet ist, gehen einige Geschäftszweige eben einen anderen Weg. Die Netzbetreiber müssen sich hier unter Druck ein Stück weit neu erfinden.

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