re:publica tag 1 – Braindump vorm Schlafengehen
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admin, Fr, 4. Apr. 2008
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re:publica tag 1 – Braindump vorm Schlafengehen

So, der erste Tag re:publica – oder die Twitter hashtag Kurzform #rp08 – ist vorbei, einen halben Tag können wir morgen noch mitnehmen, bevor wir dann weiter müssen zu unserer Geschäftsführertagung von PC-SPEZIALIST. Da mir ne Menge im Kopf rumgeht muss ich noch eben nen kleinen Braindump ins Blog machen.

Leider offline, sprich mit Hilfe von BlogDesk und morgen früh, wenn wieder WLAN da ist, wird’s dann rausgehauen, denn hier oben im vierten Stock (von wo aus man btw einen SPITZENBLICK in die Näherei und Requisite des Friedrichstadtpalastes hat) gibt es kein Netz mehr. Die Kollegenhaben ja hier und hier (wobei der Titel IT-Opa meets Community Jünger alleine schon einen Preis verdient hätte 🙂 )schon ordentlich vorgelegt.

Also schön auf dem Hotelzimmer im Dietrich Bonhoeffer Hotel in Berlin die letzten Gedanken zusammenfassen. Stilvoll wäre natürlich auch gewesen, dafür in die hoteleigene Kapelle zu gehen, die im Dritten Stock zu finden ist – schliesslich ist der Hauptträger hier die evangelische Kirche, aber man kann nicht alles haben. Btw dieses Posting passt grade prima dazu 😉

Heute morgen erwartete uns erstmal die Riesenschlange – ich schrob davon (ja, in Ostwestfalen schreibt man auch mal schrob). Drei Plätze hinter uns hörte ich dann plötzlich ein vertrautes „Alex?“ von Martin Oetting von trnd.com, der dann nach kurzem Plausch auch gleich von einem ehemaligen XING Mitarbeiter (wenn ich das richtig mitbekommen hatte) stumpf auf dem Bürgersteig im Regen zu einem spontanten Videointerview heran gezogen wurde 🙂

Nach dem Einlass gleichhoch in den großen Saal zur Keynote Victor Mayer-Schönberger (ich meine etwas von Harvard Professor gelesenzu haben) mit dem Thema „nützliches Vergessen“. Es ging darum, für Bilder, Daten, Texte, Beiträge im Internet ein Verfallsdatum einzurichten, ab wann die Daten nicht mehr erreichbar sein sollen. Naja. Als mahnender Zeigefinger und Hinweis darauf zu überlegen, welche Daten man da draussen von sich freigibt war’s ok. Das Verfallsdatum aber ist IMO nicht umsetzbar und zu leicht aus zu hebeln. Wenn dann auch noch jedesmal bei jedem flickr-Bild ne Erinnerung kommen soll… Da hätte ich ja demnächst zig tausende Verfallsdatum Erinnerungen. Nene, man muss sich einfach nur genau überlegen, was man rausläßt und was nicht. Schließlich kann man damit sein eigenes Googlesuchergebnis auch ein bisschen positiv beeinflussen und die Dinger nach oben spölen, von denen man möchte, dass sie über einen gefunden werden.

Toll wäre aber, wenn ich demnächst im Internet das Verfallsdatum meiner Milchtüten verlängern könnte.

Danach folgte eine Podiumsdiskussion über Social Networks, die ich eigentlich für recht interessant gehalten habe. Leider wurde in der Diskussion lange an der Oberfläche gekratzt und durch Moderator Tim Pritlove (den ich als Chaosradio Moderator und Redner beim Chaos Coingress wirklcih schätze) ein bißchen zu viel StudiVZ Rumgehacke betrieben. Zum Schluss wurde die Diskussion etwas gehaltvoller v.a. durch die Beiträge von Dirk Olbertz (noserub) und Oliver Überholz (mixxt.de). Was ich mit rausgenommen habe war die Erkenntnis: Löschen ist ECHT schwer. Soll heißen: Wenn in einem Social Network ein User sich selbst löscht – was passiert dann z.B. mit einem von ihm gestarteten Forenbeitrag?
Wird der auch gelöscht – selbst wenn 500 andere mit diskutiert haben? Werden nur die Beiträge gelöscht die der betreffende User beigesteuert hat und damit der Zusammenhang über die Wupper geschickt? Ihr könnt es Euch ausmalen…

Ok, erstmal Mittagspause und ein Puten-Wrap reingezogen.

Dann ging’s weiter mit Blogs vs. Journalismus. Witzig und (unfreiwillig) moderiert von Mitveranstalter Johnny Haeusler (spreeblick.de) da ein Conferencier ausgefallen war. Teilnehmer waren noch Thomas Knüwer vom Handelsblatt, Mercedes Bunz vom De:Bug und Stefan Niggemeier vom BILDblog.
Die alte Geschichte, dass Blogger nix gegen Journalisten haben, aber die Journalisten Blogger nicht mögen war Haupthema. Die Blogger werfen Journalisten vor, zuviel Ignoranz und Desinteresse zu zeigen und die Journalisten kontern damit, Blogger würden nicht sauber arbeiten und recherchieren (mind. 2 Quellen, alle Quellen überprüfen, etc.) Ich hätte mir mehr Eingehen darauf gewünscht, wie Blogs und Social Media in die klassischen Medien eingebunden werden können. Naja, dazu werde ich nochmal gesonder etwas schreiben.

Für mich gings dann weiter in eine Veranstaltung zu deepmetha – und dann kam noch das Tages Highlight:
Musical 2.0 – die Web Side Story

Dazu aber später mehr – wir sind grad im Reisestress 🙂

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