Computerviren – Die gefahr aus dem Netz
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PC-SPEZIALIST, Fr, 12. Sep. 2008
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Computerviren – Die gefahr aus dem Netz

  Einmal monatlich berichten wir in „Lippstadt am Sonntag“ in der Rubik „Digitale Welt“. Der Artikel der diesen Sonntag erscheint exklusiv an dieser Stelle vorab:

Computerviren – Die Gefahr aus dem Netz

 Die Gefahr, den Computer mit einem Virus zu infizieren, ist heute größer denn je. Rund 65000 dieser digitalen Plagen sind den Herstellern von Antivirus-Software mittlerweile bekannt.  Unsere heutige Leserfrage: „Was genau sind Computerviren und wie schütze ich mich davor?“ Computerviren sind Programme, die sich selbst kopieren und auf diesem Wege verbreiten. Aufgrund dieser Tatsache sind sie mit herkömmlichen biologischen Viren vergleichbar. Die Art und Weise, wie sich Computerviren verbreiten, hat sich im Laufe der Zeit verändert. Als das Internet noch kein Massenmedium war, stellten Disketten das größte Virenrisiko für PC-Nutzer dar. Mittlerweile kommt die Diskette aufgrund ihrer geringen Speicherkapazität und hohen Empfindlichkeit kaum noch zum Einsatz, um Dateien zwischen verschiedenen Rechnern auszutauschen. Die größte Gefahr lauert heute im Internet, denn die Tatsache, dass hier Millionen Rechner weltweit miteinander vernetzt sind, stellt eine viel effektivere Verbreitungsmethode für digitale Schädlinge dar. Jeder Rechner, der online ist, ist bedroht. Viren lauern in Dateien, die von zwielichtigen Webseiten geladen werden sowie in Filesharing-Börsen (Tausch-Börsen) oder gelangen per E-Mail auf Ihren Rechner und verbreiten sich von dort unter Umständen rasch weiter. Auch wenn Sie lediglich eine Webseite betrachten, können Sie sich einen Virus einfangen, wenn diese Seite böswilligen Code enthält und die Sicherheitseintellungen Ihres Browsers diesen Angriff nicht verhindern. Neben den Routinen für die Verbreitung haben die meisten Viren auch einen Payload. Unter Payload versteht man den Programmteil, der etwas anzeigt oder bewirkt. Die Art des Payloads variiert dabei von Virus zu Virus sehr stark, was Einfluss auf das Schadenpotenzial des jeweiligen Schädlings hat.
Es gibt Viren, die lediglich eine harmlose, mitunter aber lästige Animation auf Ihrem Monitor auslösen. Wesentlich schlimmer sind extrem zerstörerische Payloads, die Dokumente und Programme verändern oder löschen. Außerdem gibt es Viren, die Festplatten formatieren und durch Angriffe auf das BIOS den kompletten Rechner unbrauchbar machen. Die Hardware Ihres Computer nimmt dabei zwar keinen Schaden, der Verlust von Daten ist im Einzelfall jedoch oft schon schmerzlich und kostspielig genug.  Es gibt zwar kein Patentrezept, um sich vor jeder Gefahr und jedem Virus zu schützen. Dennoch können Sie mit einer ausgereiften Sicherheitsstratgie und vor allem durch gesunden Menschenverstand das Infektionsrisiko so gering wie möglich halten.Benutzen Sie einen Virenscanner und vor allem: Installieren Sie alle verfügbaren Updates für dieses Produkt. Nur auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass Antivirus-Software auch aktuelle Schädlinge erkennt und entfernt.

Für Sparfüchse gibt es mit „BitDefender Free Edition“ (www.bitdefender.de) und „Antivir“ (www.avira.de) sogar kostenlose Produkte mit zuverlässiger Schutzfunktion. Ebenfalls rate ich Ihnen dringend, eine Firewall zu installieren. Dieses Tool überwacht die ein und ausgehenden Verbindungen Ihres Rechners und verhindert – die richtige Konfiguration vorausgesetzt – dass sich Viren, Trojaner oder Würmer in Ihrem System breitmachen können.
Für den Laien sicher ein perfekter Schutz: Softwarepakte wie z.B. Kaspersky Internet Security 2009.In diesem Programm sind neben einem Antivirus Programm und einer Firewall auch noch weitere nützliche Software, wie z.B. eine Kindersicherung (anhand von einem Schlagwortkatalog definierte Seiten, können nicht geöffnet werden) enthalten.   Vermeiden Sie darüber hinaus konsequent zwielichtige Bereiche des Internets und nutzen Sie für Dateidownloads möglichst zuverlässige Quelle, das heißt offizielle Herstellerseiten oder Portale, denen Sie vertrauen.Seien Sie kritisch im Umgang mit elektronischer Post. Öffnen Sie niemals Anhänge von Absendern, die Ihnen nicht bekannt sind, auch wenn der Inhalt noch so verlockend klingt. Und selbst wenn Ihnen Freunde, Verwandte oder Bekannte Dateien zuschicken, sollten Sie diese zunächst stets mit einem Virenscanner prüfen, bevor Sie sie ausführen.Legen Sie konsequent ein Backup Ihrer wichtigsten Daten an. Im Falle eines Datenverlustes können Sie somit verloren gegangene Dateien schnell wieder herstellen. Es empfiehlt sich, das Backup auf einem externen Speichermedium wie CD-R oder DVD+/-R zu erstellen, damit Ihnen im schlimmsten Fall ein Hardware-Defekt keinen Strich durch die Rechnung macht.Und falls trotzdem nichts mehr geht: Ihre kompetenten PC-Fachhändler in und um Lippstadt helfen Ihnen bestimmt gerne weiter.

Wenn Sie weitere Fragen rund um die Welt des Computers haben, senden Sie uns eine Mail an Expertentipp@lpamsonntag.de, und unser IT-Experte Christian Hülsbusch wird Ihnen ausgewählte Fragen hier beantworten.

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