HP Compaq 2133: Kleiner Pfiffikus mit Vollausstattung
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PC-SPEZIALIST, Di, 24. Feb. 2009
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HP Compaq 2133: Kleiner Pfiffikus mit Vollausstattung

Schweinfurt (24.2.2009) – Das Auspacken ist ein Erlebnis, das Einschalten ein Lernprozess. Wer den Kleinsten von HP – das 8,9″-Compaq Netbook 2133 – aus seinem schlichten braunen Pappkarton schält, staunt zunächst über die edle Anmutung des Geräts. Das Cover aus gebürstetem Aluminum verpasst ihm den Look eines modernen Schatzkästleins, kompakt, flach mit elegant abgerundeten Ecken und ideal zur Aufbewahrung von immer wertloser werdenden Aktien, Optionsscheinen und Pfandbriefe… Doch – wie schaltet man den kleinen Pfiffikus nach den Startvorbereitungen (Akku rein, Netzkabel an den Strom, Display hochgeklappt) eigentlich an?

Intuition hilft hier wenig, wer nicht lesen kann (in der Bedienungsanleitung) ist definitiv verloren. HP hat sich – warum auch immer – ein besonderes Schmankerl ausgedacht: Die linke Display-Schließe (!) an der Gehäuse-Vorderseite fungiert gleichzeitig als Powerknopf, muss kurz nach links geschoben werden, um die Maschine wach zu küssen. Nur wenig später die nächste (positive) Überraschung: Obwohl das Gerät für den deutschen Markt produziert ist, lässt HP seinen Kunden bei der Einrichtung des Betriebssystems (Windows XP Home) die Wahl zwischen der deutschen und der englischen Version. Die Tastatur allerdings ist deutsch – der Angelsachse muss also wohl oder übel mit einem Kompromiss leben.

Weiter geht’s. Im Gegensatz zur konformen Netbook-Konkurrenz setzt HP beim Mini-Compaq nicht auch auf Mini-Tasten, sondern hat es geschafft, Fingerkuppen große Buchstabenfelder im Keyboard unterzubringen. Dafür wurde das Touchpad darunter geschrumpft und mit seitlich angeordneten Funktionstasten versehen. Zwei Drittel der Nutzer pfeifen drauf – sie setzen ohnedies auf eine USB-Maus und verzichten auf das unheilige Touchpad-Gefummel. So weit – so gut. Jetzt aber zu den „hard facts“.  Herzstück des Compaq 2133 ist eine VIA C7 Mobile CPU – ein kleines Kraftwerk, das abseits von Intels Atom- und AMDs Puma-Serie ein Schattendasein fristet, hier aber an das Licht der Öffentlichkeit gezogen wird. Und dabei keine schlechte Figur macht: 1,6 Ghz sind Netbook-üblich, die Performance des Gerätes steht vergleichbar ausgestatteten Atom-Netbooks bei Standardanwendungen (Office, Internet) keineswegs nach.

Auch der Grafikchipsatz (Via Chrome9) ist alles andere als „mainstream“; doch er zaubert ein ansprechendes Bild auf das extrabreite 8,9″-Display – und liefert einem extern angeschlossenen 19″Dipslay saubere 1.024 x 768 Pixel. Nettes Gimmick: Sobald man auf das interne Display zurückschaltet stellt sich auch die Einstellung auf 1.024 x 600 Pixel zurück. Überhaupt bietet der kleine Pfiffikus von HP einige Features, die man unter der Rubrik „nice to have“ einordnen kann, inzwischen aber auch ungern missen würde: Webcam (VGA-Modus, aber ansprechende Farben), W-LAN (bei Standard-Verschlüsselungen blitzschnell und kinderleicht eingerichtet), SD-Cardreader und ExpressCard-Slot, Kensington-Dock und sogar Bluetooth. Zwei USB-Anschlüsse sollten dem Standard-User ausreichen, wer mehr braucht, muss eben einen (powered) Hub anschließen. Die integrierten Boxen sind Skype-tauglich, wie bei anderen Standard-Note- und Netbooks aber auch keine Glücksspender für Musikgenießer.

Nun mag man verweisen auf Defizite des Compaq 2133 im Vergleich mit der Netbook-Konkurrenz von Asus, LG, Lenovo und Co. Sicher: ein integriertes 3G-Modul wäre fein, um überall ultramobil online gehen zu können. Ein größeres Display (10″) würde Freude machen – vor allem beim bearbeiten von Word-Dokumenten oder beim Browsen durch die meist vertikal strukturierte Welt des world wide web. Die Software-Ausstattung lässt zu wünschen übrig – neben XP Home sind gerade einmal ein paar lausige Dienstprogrämmchen vorinstalliert sowie die übliche 60-Tage-Trial-Version von Office 2007. Und dass dem Kartenlesegerät nur SD-Cards schmecken wollen, ist auch ein Zeichen, dass bei der Gerätekonzeption an vielen Ecken gespart wurde.

Aber: HP hat seinem Schmuckstück andererseits einen Preis verpasst, den man in dieser Klasse und mit den vorhandenen Leistungsmerkmalen bislang noch nicht gesehen hat. Bei den deutschen PC Spezialist Fachhändlern von Rostock bis Konstanz gibt es den HP Compaq 2133 ab 1. März zum Powerpreis von nur 259 Euro (!), weshalb sich sogar die allermeisten Linux-Konkurrenten warm anziehen müssen. Fazit: Mehr Netbook braucht man nicht, mehr Geld muss man nicht ausgeben, mehr Infos gibt’s bei Ihrem PC Spezialist Fachhändler oder unter www.notebookcenter-schweinfurt.de

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