Testbericht HP Compaq Mini 701eg
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admin, Di, 24. Mrz. 2009
in Hardware

Testbericht HP Compaq Mini 701eg

Das HP Compaq Mini 701eg ist für mich eindeutig das mit Abstand schickste derzeit erhältliche Mini-Notebook auf dem Markt. Ein Vergleich mit anderen aktuellen Modellen, wie zum Beispiel dem Asus Eee PC oder dem Lenovo S10e hat gezeigt, dass HP in Sachen Verarbeitung und Design mal wieder volle Arbeit geleistet hat. Besonders der Gehäusedeckel mit Carbon-Imitat sticht bei der ersten Begutachtung deutlich hervor.

Mit seinen 1,02 kg Gewicht lässt sich das Compaq Mini optimal transportieren.
Der vergleichsweise etwas höher angesetzte Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers 399 €, im Netz bei snippr jedoch schon ab 373 € zu haben) ist meiner Meinung nach gerechtfertigt. Qualität hat eben seinen Preis…

Die Tastatur des kleinen Schmuckstücks vermittelt ein sehr angenehmes Tippgefühl ohne lästiges Klappern oder Ähnliches. Die allgemeine Problematik der zu kleinen Tastaturen bei gängigen Mini-Notebooks äußert sich bei diesem Modell in eher geringerem Maße, was vermutlich daran liegt, dass diese 92 % der vollen Größe des Mini belegt.

Bezüglich des Touchpads habe ich festgestellt, dass dieses ziemlich genau reagiert. Recht praktisch ist auch die auf dem Touchpad rechtsseitig gelagerte Scrollbar, wodurch das Scrollen beim Surfen im Internet deutlich angenehmer wird.  Ein weiteres Feature ist der Button zum Ausschalten des Touchpads, was bei längeren Tipp-Sessions recht nützlich sein kann, da man bei der relativ kleinen Oberfläche doch schnell mal abrutscht.

LED-Anzeige des Buttons wechselt bei Abschaltung des Touchpads auf rot

Praktisch finde ich auch den vorne am Mini-Notebook angebrachten Schieberegler zum An-/Ausschalten von WLAN/Bluetooth. Dieser wirkt sich in ausgeschaltetem Zustand positiv auf die Akkulaufzeit aus, auf die ich später noch zu sprechen kommen werde.

In Sachen Ausstattung bringt das HP Compaq Mini 701eg einen Intel® Atom™ N270 Prozessor mit 1,6 GHz Taktung, 1 GB DDR2 Arbeitsspeicher und eine 60 GB SATA Festplatte mit sich. Bei dieser Preisklasse hätte ich mir gewünscht, dass die Festplatte ein wenig größer ausfällt, was bei vergleichbaren Modellen im selben Preissegment überwiegend vertreten ist.
Das 10,2“ WSVGA HP BrightView Display mit einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln macht optisch einiges her, reflektiert jedoch relativ stark bei Sonneneinstrahlung, was bei der Arbeit im Freien eher negativ auffällt. WebCam und Mikrofon sind ebenfalls integriert.
An Anschlüssen sind 2 USB-Stecker, eine Audioein-/-ausgangsbuchse für Kopfhörer bzw. Mikrofon, ein Erweiterungsanschluss, ein LAN-Anschluss und ein Lesegerät für SD-Karten gegeben. Vermisst habe ich hier den Standard VGA-Anschluss (Adapterstecker für den gegebenen Erweiterungsanschluss konnte ich bis jetzt nicht recherchieren).

Kommen wir nun zur Leistung des 701 eg.
Das Erste was mir positiv aufgefallen ist, ist das ziemlich schnelle Hochfahren und die problemlose Installation von gängiger Software, sprich Antivirenprogramm, Firefox, VLC-Mediaplayer, Winamp, Instantmessenger etc.
Videos laufen auf dem 10,2“ Display sehr flüssig. Sogar HD-Trailer mit 720p werden komplett ruckelfrei wiedergegeben. Ob dies bei anderen Mini-Notebooks mit ähnlicher Ausstattung ebenfalls gegeben ist, sei dahingestellt…
Andere Anwendungen, wie zum Beispiel Videochat, Abspielen von Internetstreams usw. brachten es selbst in paralleler Arbeit nicht zustande, den Atom™ Prozessor in die Knie zu zwingen. Somit ist dem Mini bezüglich Prozessorleistung großes Potenzial zuzuschreiben.
Auch das Arbeiten mit Office-Anwendungen (im Test: Open-Office) weist keinerlei Kompatibilitätsprobleme auf.
Bei der Wiedergabe von Musik fällt der verhältnismäßig gute Sound auf, der aus dem Lautsprecher unten am Display tritt. Nachteil hierbei ist jedoch , dass das Display dadurch nicht ganz nach hinten geklappt werden kann (siehe Abbildung), was bei anderen Modellen meistens möglich ist.

Die vom Hersteller angegebene Akkulaufzeit von ca. 2,5 Stunden bei mittelmäßiger Auslastung kann ich nach mehrfachen Tests bestätigen. Das Abschalten von WLAN/Bluetooth (Schieberegler) verlängerte die Akkuleistung auf ca. 2 Std. 45 Min. Ein weiteres Manko wie ich finde, da vergleichbare Produkte hier eine Laufzeit von bis zu 7 Stunden versprechen.
Die Ladezeit (gemessen: 0% – 100% Batteriestand) beträgt in etwa 2,5 Stunden, was meiner Meinung nach noch recht akzeptabel ist.

Als Letztes möchte ich noch auf die WLAN- und Bluetooth-Kompatibilität zusprechen kommen.
Alle Drahtlosnetzwerke in Umgebung wurden gleich erkannt und das Surfen im Internet war sofort problemlos möglich. Auch die Bluetooth-Konnektivität (im Test mit meinem Nokia N95) konnte mich nach sofortigem Erkennen beider Geräte und der doch recht fixen Übertragungsrate von ca. 120 kB/s überzeugen.

Fazit
Mit einer sehr guten Leistung und einer außergewöhnlich schicken Verarbeitung, bringt das HP Compaq Mini 701eg, bis auf die verhältnismäßig kleine Festplatte und die etwas kurze Akkulaufzeit, alles mit sich, was man von einem qualitativ hochwertigen Mini-Notebook erwartet.
Ob fürs Studium, Reisen oder einfach nur zum gemütlichen Surfen im Café, neidische Blicke sind garantiert.
Meinerseits eine klare Empfehlung.

6 Kommentare

  1. Tassi sagt:

    ist ein echt gutes NB hab es schon ein paar mal bei Freunden gesehen..

  2. Carsten sagt:

    Arbeite jetzt seit 2 Monaten mit dem Gerät und finde es immer noch sehr schick. Ist wirklich gelungen. Nur die Akkulaufzeit ist indiskutabel

  3. Torsten sagt:

    Das Netbook ist klasse von dem hört man immer wieder Gutes!

  4. Karl Schwarz sagt:

    Die Akkulaufzeit bei meinem PC ibeträgt max. 1 Stunde. Möglicherweise hat der Akku einen Defekt. Werde
    diesbezüglich beim Händeler nach fragen

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