Schon tätowiert?
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Benjamin Thiessen, Mi, 22. Apr. 2009
in Web

Schon tätowiert?

So ein Notebook muss ja so einiges können: stabil laufen, möglicht viel Speicher haben, einen nicht spiegelnden Bildschirm besitzen, nicht zu schwer sein, ein angenehmes Touchpad und möglichst viele Anschlüsse haben und und und. Aber was ist mit dem Aussehen?

Welcher Macuser beispielsweise könnte von sich behaupten, beim Kauf nicht auf das Aussehen seines Lieblings geachtet zu haben? Und was ist mit den anderen vielen Herstellern und Marken? Sicherlich gibt es davon ebenfalls sehr elegante Modelle, viele Hersteller wie DELL, Vaio, Fujitsu bieten nun bunte Notebooks an. Laptoptaschen gibt es inzwischen auch in allen erdenklichen Formen, Farben und Styles. Aber das scheint noch nicht zu genügen. Menschen lieben es individuell! Wer will schon exakt die selben Kleider wie alle anderen auf einer Party tragen, die gleiche Automarke in der gleichen Farbe wie der Kollege fahren ? Wie bei allen kleinen und großen Statussymbolen verhält es sich mit den Notebooks ähnlich. Vor allem wenn Verwechslungsgefahr besteht,weil alle Anwesenden gerade das neuste Modell eines Computers haben.

Auch dafür hat sich die Zubehör-Industrie etwas ausgedacht: das Tatoo fürs Notebook! Nein, es handelt sich hierbei nicht um ein schmerzhaftes, nicht wieder rückgängig zu machendes Einbrennen eines Motivs in das teure Gehäuse des tragbaren Rechners. Es geht schlicht und einfach um simple Aufkleber bzw. Folien, die in etwa so gefählich sind wie die ablösbaren Tatoos aus der Kaugummiverpackung. Es kann zwischen vorgegebenen Motiven, Schriftzügen und selbst gestalteten, hochgeladenen Motiven gewählt werden. Damit nichts vom Sticker „übersteht“, muss beim Kauf auch das Modell des Notebooks angegeben werden, sozusagen die Konfektionsgröße.

Aber wer kauft diese Klebecover? Noch gehören sie in Deutschland zur Ausnahme, aber wie viele „hippe“ Accesoires scheint der Trend von den USA zu uns herüber zu kommen. Junge Leute tendieren ja bekanntlich dazu, sich an alles ein individuelles Anhägsel zu befestigen: Runde Buttons auf den Baseballcaps, Handyanhänger, echte Tatoos oder selbst beschriftete Taschen und Rucksäcke. Da wird der Laptop vermutlich nicht lange auf sich warten lassen… So und nun zur (Horror?-)Vorstellung für alle potentiellen Kritiker: Stellt euch mal einen Haufen Notebooks mit Cinderella, Highschool-Musikal-Stars oder Fussballstars vor… Die älteren werden sich sicher eher für ein Muster oder ein selbstdesigntes Motiv entscheiden und so ihre Kinder oder ihrer Haustier als schützenden Schmuck für ihr Notebook zu wählen. Eigentlich ganz nett, oder?

Da Notebook-Cover in Deutschland noch nicht so weit verbreitet sind, ist es auch nicht einfach sie zu bekommen. Bei einer Suche im Internet stellt sich die Frage, wie diese Dinger denn nun heißen. Hier nur einige Begriffe, die bei der Suche nützlich sein können: Cover, Skin, Tatoo, Schutzfolie, Folie, Aufkleber, Sticker.

Gefunden habe ich folgende Online-Shops : laptopskins , laptop-cover-design , notebookoffice, zmb-shop. Bei Designskins gibt es auch die Möglichkeit, personalisierte Covers zu gestalten und dann zu bestellen. Diese kosten durchschnittlich 30 Euro, die Mustervorlagen um die 20 Euro und natürlich kann man bei Portalen wie amazon oder ebay das ein oder andere Schnäppchen schlagen. Auch einige Copyshops bieten das individuelle gestalten dieser Folien an.

„Pimping your notebook“ ist also gar nicht so teuer. Verschiedenen Foreneinträgen zufolge bestehen lediglich Bedenken bei den Nutzern wegen des blasenfreien Aufklebens oder des Wiederablösens bzw. der Haltbarkeit der Folien. Diese sind jedoch meist unbegründet, auch wenn es Fingerspitzengefühl bedarf, um ein solches Tatoo am Notebook anzubringen.

Nach all dem Trubel um das perfekte Aussehen, können solche hübschen Schutzfolien aber auch nützlich sein: zum einen können sie das Gehäuse des Notebooks vor Kratzern und Abnutzung schützen, zum anderen helfen sie bei Verwechslungsgefahr und vielleicht ja sogar bei der Identifizierung des ein oder anderen Gerätes im Falle eines Diebstahls.

Und? Wann beginnt das Make-up für dein Notebook?

3 Kommentare

  1. Pingback: toshiba laptop skin
  2. Stefan Bornemann sagt:

    Hallo Effi und Alexander,

    dann nimmt doch bitte mal mit einigen Anbietern Verbindung auf und lasst Euch Angebote erstellen.

    Gruß
    Stefan

  3. Alex Kahl sagt:

    Wir sollten mal drüber nachdenken, einen der Anbieter für den snippr-Shop als Kooperationspartner zu gewinnen.

    Dann können Kunden zu Ihrem Notebook gleich ein passendes Notebook-Skin bestellen.

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