Look von Monitoren und Displays
Author
Benjamin Thiessen, So, 7. Jun. 2009
in Hardware

Look von Monitoren und Displays

Matt oder glänzend?

Vor ein paar Jahren sind viele Monitor- und Notebookhersteller dazu übergegangen, sogenannte „glänzende“ Displays anzubieten. Dieser Glanz wird dadurch erreicht, dass die entspiegelnde Beschichtung auf dem Display weggelassen wird. Dadurch sollen brilliantere Farben, ein reineres Weiß, eine größere Helligkeit und bessere Kontraste erzielt werden.
Bezeichnungen gibt es viele für diese Art von Bildschirmen. Aus dem englischen wird gerne der Begriff „glare“ („glänzend“) verwendet, oft wird „glänzend“ oder „spiegelnd“ verwendet. Die Hersteller haben ebenfalls eigene Namen für diesen Bildschirmtyp, z.B. „CrystalBrite“ bei Acer, „Crystal Shine“ bei ASUS, „TrueLife“ bei Dell, „VibrantView“ bei Lenovo oder „TruBrite“ bei Toshiba.

Den angestrebten Vorteilen stehen jedoch auch Nachteile gegenüber. Der Begriff „glänzend“ bzw. „spiegelnd“ deutet schon darauf hin: Die Bildschirme sind anfällig für Spiegelungen. Hat man eine Lichtquelle im Rücken, so sieht man oft besser sich selbst auf dem Monitor als den eigentlichen Inhalt. Dieser Effekt kann durch das Aufbringen einer entspiegelnden Folie reduziert werden, die dann jedoch unter Umständen wieder die Farbdarstellung beeinflusst. Es gibt auch Unterschiede bzgl. des Spiegelns bei den einzelnen Herstellern.

Die verbesserte Farbdarstellung kann darüber hinaus nur bei den günstigen TN-Panels als Argument aufgeführt werden. Daher finden sich im Profi-Bereich auch nur selten Glare Displays, stattdessen werden höherwertige entspiegelte Bildschirme verwendet.

Bei einem Monitorkauf ist daher zu beachten, wo man den Monitor später verwenden wird. Sind die Lichtverhältnisse unproblematisch (nicht schräg oder von hinten einfallend), kann man zu einem spiegelnden Monitor greifen. Ansonsten sollte man besser nach einem matten Monitor Ausschau halten.
Bei Laptops ist diese Entscheidung nicht ganz so einfach. Ist man viel mobil unterwegs, hat man nicht immer direkten Einfluss auf die Lichtquellen. Hier sollte man auch besser zu einem hellen matten Display greifen. Spielen die Mobilität und das Arbeiten im Freien keine große Rolle, kann man auch zu einem glänzenden greifen.

Persönlich bevorzuge ich matte Bildschirme. Der Einsatz eines spiegelnden Displays bei dem Arbeits-Laptop konnte mich auch nicht von dessen Vorteilen überzeugen. Die Farben sind etwas weniger „verwaschen“, aber die Lesbarkeit leidet. Besonders dann, wenn man in einem Meetingraum nicht die freie Platzwahl hat…

3 Kommentare

  1. John sagt:

    Nun…ich habe zwar vor mir einen Anti-Glare,also einen Monitor mit mattem
    Bildschirm zu kaufen, vieleicht gibt es da nicht mehr das Problem mit brennenden Augen
    und Kopfschmerzen…

  2. GisMar sagt:

    Ich habe ein Notebook mit mattem Display und bin eigentlich zufrieden damit. Aber, da ich nun eins mit glänzender Oberfläche gesehen habe, mit brillanten Farben, wird mein nächstes wohl eins mit glänzendem Display sein.

  3. Krussi sagt:

    Dasss die Elitegeräte matt sind, hab ich vermutet. Denn der Blödsinn wird historisch bedingt v.a. dem Fussvolk vor die Nase gesetzt. Der total(itär)e Schwachsinn sind diese Spiegelungsbildschirme. Nervig ist noch diplomatisch gesagt. Früher, bei den Röhrenbilds. gabs ettliche Leut, die mussten sich verfrüht ne Brille besorgen. Heut muss du dir ne extra dunkle Exke machen mit den Scheiss-Spiegeldispleys.
    Typisch verkaufs- und profitwütige Industrie, von Egoismus und Eigennutz geblendet. Die Marketingsabteilung machts dann wieder wettt mit wohlklingenden Namen und funkigen, zahnweisserfüllten, trendig farbigen Werbespots! Idiotie des Raubtierkapitalismus par ecxellant. Wir werden alle langsam zu Fürsten der Dunkelheit 😉

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