Das schleichende Ende des Desktop PCs
Author
Frederic Hahn, Di, 18. Aug. 2009
in Aktuelles

Das schleichende Ende des Desktop PCs

Es gibt ja fast zahllose Artikel zur Geschichte der PCs – sicherlich ein Produkt für das viele Leute eine Art Hassliebe empfinden. Auch ich. Aber die Tage für den Standard PC sind meiner Meinung nach gezählt.

Der gute alte Desktop PC, der Anfang 1984 erstmals mit dem Sockel 286 verkauft wurde, hat es schwer heutzutage. Der Trend sich eine graue Kiste unter den Schreibtisch zu stellen, die Mithilfe des 17″ CRT-Monitors auch noch den Raum beheizte, ist vorbei.Auch der Firmen PC bekommt immer mehr Konkurrenz

obwohl er sich im Segment „Büro“ weiterhin recht gut verkauft. Auch wir haben weiterhin richtig gute PC Systeme im Angebot.

Immer speziellere Geräte ersetzen den früheren Standard-Computer:

Die Anzahl der verkauften Netbooks kompensiert laut Gartner im PC Markt den Rückgang bei den Desktop PCs. Heute bekommt man bei uns im Shop für unter 300 Euro ein gutes Marken-Netbook, und für unter 400 Euro ein 15,4 Zoll Marken Notebook.

Das war jedoch nicht immer so:
Ich kann mich erinnern: Früher kostete ein PC jahrelang immer DM 2000,- (Beispiel aus dem Jahre 2000) und wurde dabei nur schneller. Damals sah der PC Markt noch ganz anders aus.

Aprospos damals: Dass man auch mit wenig Power viel erreichen kann, zeigte  die Leistung, über die die NASA 1968 verfügte. Die Rechenleistung, die man damals benötigte um auf dem Mond zu landen, liefert heute schon jedes 19,99 Euro Prepaid Handy.

Ein Trend also bleibt:
Die Geräte werden alle kleiner, schneller, besser und billiger. Den Preisverfall geht jedoch zum Teil auch zu Lasten der Qualität. Bei Notebooks zum Beispiel bei den verwendeten Notebook Gehäuse(Chassis); hier bekommt man oft für etwas mehr Geld ein stabileres Gehäuse, das zum Beispiel wichtig ist, wenn man viel reist oder das Gerät häufig auf und zumacht.

Fazit:
Weiterhin gibt es sie, die großen Metallboxen unter dem Schreibtisch – gefüllt mit eventuell sogar selbst zusammengeschraubten Komponenten. In speziellen Bereichen wird es die Desktop PCs auch noch lange geben – beim Gaming PC beispielsweise ist die Möglichkeit einzelne Komponenten austauschen zu können weiter fast unentbehrlich.

Denn die Zahl der möglichen Anwendungszwecke bei Computern ist unendlich. Und für fast jeden Anwendungszweck gibt es heute ein passendes Gerät, so dass man immer seltener auf individuell zusammengestellte Geräte setzen muss.

Das richtige Gerät zu finden jedoch wird auch zukünftig nicht gerade leichter werden. Bei der Kaufentscheidung kann und soll unsere Community im snippr Projekt eine Hilfestellung bieten.

Und nun zu Euch…  Teilt Ihr meine Aussagen? Wie steht Ihr denn zum guten alten PC? Wer von Euch plant noch einen zu kaufen? Wir sind gespannt 😉

Update: Auch PC-Games beschäftigt sich aktuell mit dem Thema – mit dem Focus auf Gaming, klar.

9 Kommentare

  1. Pingback: Das Ende des Desktops? | Rob Vegas
  2. Pingback: Funktionen zur Basis-Statistik » Computer Tipps
  3. Tobias Klasse sagt:

    Hi Manuel,
    Soweit ich weiss soll die Beta Phase diesen Winter beendet sein, leider ist es erstmal nur in den USA zugänglich. Aber du hast recht, es dauert noch einige zeit bis wir so ein System nutzten können, es muss ja auch erstmal eine Infrastruktur dafür geschaffen werden. Gegebenenfalls schnelleres DSL und große Serverparks….aber ich bin gespannt wie sich dieses Projekt entwickelt.

  4. Manuel sagt:

    Hi Tobias, onlive sagt mir was. Wenn sich diese Idee irgendwann durchsetzen sollte, wird es wahrscheinlich auch keine XBox oder PS3 mehr geben. Bis dahin wird aber noch viel Zeit vergehen … erste Tendenzen zu der Idee „spielen über Browser Plugin“ kann man zwar heute schon sehen (BF Heroes z.B.) die Entwicklung steht da aber noch am Anfang.

  5. Tobias Klasse sagt:

    Mir ist da noch was eingefallen, hatte aber leider schon auf senden gedrückt. Kennt jemand http://www.onlive.com/ <– Ist eines der spannendsten Projekte von dem ich in letzter Zeit gehört habe, wenn sich das durchsetzt und wirklich so funktioniert wie es beschrieben ist, dann ist der Desktop-PC Markt aufjedenfall am Ende, weil niemand mehr gute Grafikkarten braucht und das Argument der Gamer nicht mehr zieht. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen das dass Projekt nur teilweise Erfolg hat, da man dann Spiele nicht mehr Modden kann, was manchmal schon ein echter Nachteil ist.

  6. Tobi sagt:

    Ich kann mir gut vorstellen das der „normale“ Desktop-PC irgendwann verschwindet, dazu müsst man aber die einzelnen teile eines Laptops besser austauschen können, leider ist es ein sehr viel größerer Aufwand als bei einem Desktop-PC. Hat schon mal jemand an eine Externe Grafikkarten gedacht?! Es gibt schon vereinzelt Notebook Angebote mit Externen Grafikkarten, die lassen sich bequem zuhause hinstellen und schon kann man auch High-End Spiele spielen. Ich bin trotz allem eher ein Desktop Typ, warum auch immer, macht einfach die Gewöhnung, da ich keinen Laptop besitze. Noch 2-3 Jahre und die Komponenten sind so klein geworden das alles wunderbar in ein Laptop passt.

    P.S.: Na gut das wärme Problem besteht natürlich immer noch.

  7. Bone sagt:

    „In speziellen Bereichen wird es die Desktop PCs auch noch lange geben – beim Gaming PC beispielsweise ist die Möglichkeit einzelne Komponenten austauschen zu können weiter fast unentbehrlich.“

    Gerade für das Thema „Gaming“ sehe ich die Überschrift nicht zutreffend. Du kannst (stand heute) die Leistung eines High End Desktop Gaming-Systems nicht mit einem Laptop oder vergleichbarem Device erbringen. Sicher gibt es sehr gute und leistungsfähige Laptops von z.B. Alienware sogar als SLI, aber a) ist auch die Leistung „begrenzt“ und b) hat damit schon mal wer ernsthaft mehrere Stunden gespielt? Nicht nur die Hitzeentwicklung ist auf lange Sicht unerträglich.
    Weder werden Netbooks Laptops gefährden, noch wird einer der Beiden den Desktops den finalen Todesstoß zufügen. Die verschiedenen Systeme haben ihre etablierten Anwendungsszenarien und Liebhaber. Das ist gut so und wird sich höchstens mal temporär verschieben.

    Fürs Office stimme ich Dir zu. Das beobachte ich bei uns auch. Der Anteil Desktops ist auf unter 20% gesunken. Auf 15 neue Laptops folgt 1 Desktop.

  8. Manuel sagt:

    Ja ich teile deine Einschätzung zum Großteil. Ich persönlich vermisse allerdings meinen PC, wenn es darum geht kleiner Reperaturen wie z.B. Lüfter tauschen selbst zu erledigen einzige Alternative ist dann die Einsendung beim Hersteller und das dauert dann schonmal 10 Tage. Ohne Ersatzgerät ist das eine elend lange Zeit.

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