Drei in eins
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admin, Di, 29. Sep. 2009
in Hardware

Drei in eins

Drei Testberichte zu SteelSeries

Am Wochenende habe ich ein Headset, eine Mouse und ein Mousepad von SteelSeries getestet und voilá, hier die 3 Testberichte:

1. SteelSeries 5H V2 – „Eins der besten Gaming Headsets!“

…lautet der Werbeslogan auf www.steelseries.com.

In der Tat gibt es nicht viel an dem gut durchdachten Headset auszusetzen. Wer die ~ 70 Euro Investition nicht scheut bekommt ein klasse Produkt. Die Materialen sind hochwertig und die Verarbeitung ist optimal. Besonders stechen z.B. die Hartgummi Umknickschutzvorrichtungen an allen „kritischen Punkten“ und das komplett mit Stoff überzogene Anschlusskabel heraus. Defekten wie z.B. Kabelrissen wird somit sehr gut vorgebeugt. Positiv fällt auch der angenehme Tragekomfort auf. Das Headset ist recht leicht und sitzt stabil auf dem Kopf. Es ist eines der wenigen Headsets, das die Ohren vollständig umschließt. Folglich kein Aufliegen auf den Ohren, sondern auf dem Kopf. Somit ist eine Hohe Abschirmung von Außengeräuschen gegeben. Beste Vorraussetzung für LAN-Parties. Praktisch hierfür ist auch die Möglichkeit, das Headset in drei Teile zu zerlegen. Das Mikrofon bietet eine gute Sprachqualität und lässt sich komplett in der Ohrmuschel verstecken, so fern es nicht benötigt wird. Am Kabel angebracht befindet sich der Lautstärkenregler und die Möglichkeit das Mikrofon ein- und auszuschalten.  Der In-Game-Klang ist optimal. Gute Balance zwischen Höhen/ Tiefen und Bass. Ob sich dadurch, wie ebenfalls der Werbung zu entnehmen, sich Gegner schneller höhren lassen und sich dadurch ein Vorteil ergibt, bleibt mit einem Augenzwinkern zu hinterfragen.

Generell empfiehlt sich für jedes Headseat eine gute Soundkarte. Headsets in Kombination mit einer Standard-Onboard-Soundkarten machen nur selten Spaß.

Fazit: Dank den guten Produkteigenschaften und dem ausgewogenem Klang macht das SteelSeries 5H V2 auch nach stundenlangem Spielen noch viel Spaß.

2. SteelSeries MMO Gaming Mouse – Nette Mouse mit optischen Highlights fordern ihren Preis

„Von Blizzard und SteelSeries speziell für World of Warcraft® entwickelt, bietet die World of Warcraft MMO Gaming Mouse jedem MMO Spieler beachtliche Vorteile unabhängig von Level oder Spielstil.“ …lautet der Werbetext auf www.steelseries.com.

Den größten Vorteil sehe ich in der optischen Annäherung zu WoW. Mit der Mouse lässt sich schnell das Lieblingsgenre des Besitzers ausmachen. Im metallischem Look mit neckischen einstellbaren Lichteffekten ist die Mouse optisch interessant. Ein Stück für echte WoW-Fans, die sicherlich gerne die ~ 70 Euro dafür ausgeben.

Die Maus liegt grundsätzlich gut in der Hand. Aufgrund der Größe wohl eher ungeeignet für Frauen. Die vielen Tasten (insgesamt 15) sind etwas zu eng angeordnet und so kann es schnell passieren, dass man eine falsche Taste erwischt oder irrtümlich gleich mehrere Tasten betätigt. Die beiden zusätzlichen kleinen Tasten an der Oberseite, die sich links und rechts neben der mittleren Taste befinden, sind hingegen durchaus recht praktisch angeordnet. Die Maus reagiert sehr gut und folgt anstandslos den Bewegungen und Anweisungen. Die Treibersoftware erlaubt es, insgesamt 10 Profile anzulegen und zwischen diesen leicht hin und her zu wechseln. Das Gewicht jedoch fällt trotz der Größe gering aus. Kleine Gewichte, mit denen sich das Gewicht individuell einstellen lässt, gehört in der Preisklasse eigentlich zum Standard.
Fazit: Für absolute WoW-Fanatiker ein nettes, wenn auch kostspieligeres Gimmick. Für das Gaming allgemein eher weniger geeignet.

3. SteelSeries 4HD

Die SteelSeries Mousepads stehen in Kombination mit einer entsprechenden Gamermouse seit langem für hohe Qualität, gute Verarbeitung und ein präzises Spielgefühl. Das SteelSeries 4HD Mousepad reiht sich hier nahtlos ein.
Mit den Maßen 290 x 2 x 240 mm (BxHxT) fällt das 4HD etwas kleiner als sein großer Bruder, das 9HD mit 320 x 2 x 270 mm (BxHxT), aus. Da bereits das kleinere Pad ausreichend Platz für viel Bewegung bietet, ist es letztlich wohl nur eine Frage der individuellen Größenwünsche.
Äußerlich wirkt das Pad dezent und edel. Die schwarze Oberfläche wird durch eine dichte Anordnung zahlreicher SteelSeries Logos aufgelockert, wobei ein großes, weißes Logo in der unteren Ecke für den zentralen Blickfang sorgt. Die Besonderheit stellt die spezielle Oberfläche dar. Im Einsatz bietet diese Beschichtung eine extrem hohe Präzision, womit jede Bewegung 100prozentig ausgeführt wird.

Fazit: Anspruchsvolle Gamer, die für Single- oder Multiplayergefechten auf ein sehr schnelles und präzises Pad zurückgreifen möchten erhalten für ~20 Euro eine einwandfreie Mouseunterlage.

8 Kommentare

  1. Kai Thrun sagt:

    mit der H5 V1 sind aber 6 Stunden oder länger kein Problem. Das Einzige ist halt die Luftzufuhr an der Haut. Aber passt schon, sage ich mal.

    Zu der Maus sage ich mal nichts, die Diamond liegt irgendwo in der Schublade bei den Kabeln 😉

  2. inci sagt:

    Ok, danke. 2,5 Stunden empfinde ich noch nicht als so viel 🙂

  3. Janina sagt:

    2,5 Stunden hatte in das Headset auf. Kein Problem:
    – gut durchlüftet
    – leicht
    – kein Druck auf den Ohren, da diese komplett in der Muschel verschwinden und die Kopfhörer nicht aufliegen

  4. inci sagt:

    Mich würde mal interessieren, wie lange du das Headset getestet hast, also wieviele Stunden am Stück hattest du es auf den Ohren?

    Bei einigen der Headsets die die Ohren komplett abdecken fängt es nach einigen Stunden an unangenehm zu werden.

  5. Jan L. sagt:

    Ich stehe persönlich allen Headsets mit diesen „riesen Ohrmuscheln“ skeptisch gegenüber, die meisten drücken nach einer Zeit. Ich nutze als Headset ein Sennheiser
    http://www.sennheiser.com/sennheiser/home_de.nsf/root/professional-headsets-kopfhoerer
    – schön leicht und da ich die Soundausgabe zu 90% über Lautsprecher laufen lasse, reicht mir auch eine Ohrmuschel.
    Das Fazit zur Maus macht bezüglich Gaming wenig Mut zum Kauf. Hier rate ich aus meiner Erfahrung heraus zu RAZER
    http://www.razerzone.com/gaming-mice/razer-diamondback-3g/
    Mousepad kann ich leider nicht wirklich beurteilen, da ich persönlich gar keins nutze 🙂

  6. Kai Thrun sagt:

    Hat Steelseries scheinbar aus der letzten Generation Pads gelernt und man friert sich nicht mehr den Arm ein? Ist ja unglaublich.

    Das 5H ist in der 1. Version für die Preisklasse schon durchaus zu empfehlen. Einzige was ich daran zu bemängeln habe ist, dass die Frequenzen im Bassbereich abgewürgt werden. Aber gut, für’s Spielen reicht’s durchaus – der Klang ist sauber und kann geortet werden. Für Musik muss man entweder mehr ausgeben oder zu anderen Herstellern greifen (eben aus der Audio-Industrie)

    Natürlich lässt sich der Gegner damit schneller orten. Genauso wie Razer Mäuse mit Killerinstinkt baut und man durch’n Roccat SDMS mehr Performance hat 😉 also das kann man nun wirklich nicht in Frage stellen.

    Interessant wäre noch gewesen, in welchen Abständen die Gewichte sind. Und vorallem – was schlecht an den Produkten ist 😉
    Letztendlich scheint die neue Produktgruppe aber genau das zu sein, was mna von einer Steelseries erwarten kann. Danke für den Beitrag

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