Blippy – Zeig, was du kaufst und gib mir deine Kreditkartennummer
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admin, Di, 26. Jan. 2010
in Aktuelles

Blippy – Zeig, was du kaufst und gib mir deine Kreditkartennummer

Auf dem heutigen Weg zur Arbeit hörte  ich im Radio von Blippy. Blippy ist das Twitter für Leute, die gerne automatisiert ihre aktuellen Käufe im Netz verbreiten wollen. Entwickelt wurde Blippy in den USA und hat 1,6 Mio. Dollar Startkapital bekommen.

Automatisiert werden die (Kreditkarten-) Käufe von z.B. Amazon, iTunes oder Zappos veröffentlich, die andere Nutzer dann kommentieren können oder die Käufe einfach nur verfolgen wollen. Eingeben dazu muss man nur seine Logindaten und seine Kreditkartennummer. Bedenklich finde ich, mit was für einer Leichtigkeit hier die Leute Ihre Daten Preis geben und freiwillig zu einem gläsernen Kunden werden. In einem Livestream auf der Startseite sehe ich, welcher Blippynutzer wieviel Geld in einem Shop ausgegeben hat.

Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht (aber auch nicht neu: Shopalize – What did you buy today?), bietet aber noch einiges an Ausbaupotentiel. Aus dem Kaufverhalten könnten z.B. noch passende Produktempfehlungen oder Vorschläge zu Käufen im Blippy-Stream mit angezeigt werden. Ähnlich wie bei den Twitterlisten könnten hier auch Produktlisten vom Blippynutzer ausgefüllt werden. Hier könnte der Nutzer auch seine „Was habe ich“-Produkte, die bei einem nicht angebundenen Shop gekauft wurden, eintragen und diese über Blippy veröffentlichen. Entscheidungen könnten so für andere leichter gemacht werden: Blippyempfehlungen ansehen, Produkte vergleichen, passende Shops für das gesuchte Produkt finden etc. Aber bis dahin, muss Blippy sich ersteinmal etablieren und sich weiterentwickeln. Zurzeit sehe ich noch keinen großen Nutzen, aller Welt meine Käufe mitzuteilen und hierzu auch noch meine Kreditkartennummer Preis zu geben. Den Nutzen haben hier zurzeit nur die angebundenen Shops. Vor allem in Deutschland stellt sich die Frage, ob Blippy hier Erfolg haben wird. Aber wer hätte gedacht, dass Twitter mal erfolgreich sein wird? Blippy twittert übrigens auch 🙂

3 Kommentare

  1. jochen sagt:

    Ich bin gerade erst auf den Text gestoßen. Blippy würd ich nicht empfehlen. Es soll mittlerweile nicht mal schwer sein damit ein Kaufverhalten der Kunden zu erstellen. Und das nicht nur vom Unternehmen selber sondern auch von einfachen Usern.

  2. Michael Dehn sagt:

    Man sollte eigentlich annehmen, dass jeder normale Mensch in Zeiten von Datenklau und Kreditkartenbetrug das ganze Geschäftsmodell von Blippy.com für einen schlechten Scherz hält.

  3. Frederic Hahn sagt:

    Ich würde immer ganz vorsichtig sein und gut überlegen, wem ich meine Kreditkartennummer gebe. Vor allem sicher sollten die Daten aufgehoben sein, sonst hat man ganz schnell Umsätze auf der Karte, die man gar nicht getätigt hat. Und die Hacker sind gut heutzutage.

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