Die richtige Verpackung beim Versand von IT-Ware
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admin, Do, 4. Mrz. 2010
in Hardware

Die richtige Verpackung beim Versand von IT-Ware

Jeder bekommt sie – obwohl sie keiner bestellt hat

Wenige wollen sie haben – obwohl sie nützlich ist

Alle müssen sie entsorgen – obwohl es keiner will

und die Meisten wissen nicht wie wichtig sie ist. Die Verpackung.

Es gibt im Wesentlichen zwei Arten der Verpackung, die wir unterscheiden müssen. Die Artikelverpackung und die Transport- oder Umverpackung. Bei z.B. Notebooks, PC-Systemen, TFT-Monitoren und Drucker ist die Artikelverpackung auch die Transportverpackung und wird hier im Weiteren nicht berücksichtigt. Des Weiteren gibt es grundsätzlich zwei Artikelverpackungen zu unterscheiden, wenn wir über die Verpackung von IT-Ware sprechen. Diese werden je nach ihrem Verwendungszweck vom Hersteller entsprechend unterschiedlich verpackt. Ein weiterer wesentlicher Punkt bei der Transportsicherung ist das Füllmaterial, welches zwischen der Transportverpackung und der Artikelverpackung dafür sorgt, dass der Artikel in der Umverpackung fixiert wird.

Artikelverpackung:

Zum Einen gibt es Artikel die vom Hersteller in einer Verkaufsverpackung angeboten werden – oftmals mit Software, Anschlusskabeln, Gebrauchsanweisung und Spielen, z.B. bei Grafikkarten. Hier sprechen wir von Retailverpackungen, diese sind i.d.R. bunt und mit grafischen Elementen, damit sie eben schön aussehen und zum Kauf animieren.

Antistatik-Tüte

Zum Anderen gibt es noch Artikel, die zur Weiterverarbeitung gedacht sind, z.B. eine Festplatte, die von Händlern in einen PC eingebaut werden. Hier sprechen wir von bulk verpackter Ware.  Diese Artikel sind auf Grund ihrer Bestimmung zur weiteren Verarbeitung oftmals vom Hersteller nur in eine Antistatik-Tüte  gepackt. Zur Sicherung auf dem Transportweg werden diese dann zu größeren Mengen in ein Schaumstoffinlay gesteckt und mit einem Masterkarton umverpackt .

Auf diese Artikelverpackung haben wir erst mal keinen direkten Einfluss, da die Ware so verpackt vom Hersteller angeliefert wird. Ein weiterer und für den Online-Handel nicht unerheblicher Unterschied besteht darin, dass die Bulk-Ware günstiger ist, weil eben Kabel, Software, Bedienungsanleitung usw. nicht enthalten sind, und somit auch nichts kosten.

Transport- oder Umverpackung:

Die meisten Retailverpackungen sind vom Hersteller so gut verpackt und gegen Transportschäden geschützt, dass es meist reicht die Ware in einen Karton zu packen und gegen verrutschen zu schützen. Dies wird durch das sogenannte Füllmaterial gewährleistet.

Füllmaterial:

Entweder ist dies ein Schüttmaterial – kann aus nachwachsenden Rohstoffen, wie z.B. gepopptem Mais, oder aus Kunststoff, wie z.B. Styroporflocken bestehen – oder es ist ein endlos Material, was nach Bedarf abgerissen wird. Auch hier gibt es die „grüne“-Variante, wie z.B. Kartonpolster oder die Kunststoff-Variante.

Fixierung in der Transportverpackung (ohne Füllmaterial):

Die Welt wäre zu einfach, wenn es nicht noch eine weitere Möglichkeit gäbe, die Ware in der Umverpackung zu fixieren. Twistpac heißt diese. Hier wird der Artikel auf einem Kartonträger platziert und eine Maschine fixiert den Artikel durch umwickeln mit Folie auf diesem Kartonträger, der dann passgenau in einen Umkarton platziert werden kann. Persönlich habe ich mich schon von der Leistungsfähigkeit dieser Möglichkeit überzeugen können. In einem Test mit dem Hersteller einer solchen Maschine, habe ich eine derart verpackte Festplatte durch eine Lagerhalle im Stile eines Möchtegern Beckenbauers gebolzt, Kopfbälle habe ich stets vermieden. Nach Abpfiff und einem 3:0 (selbstverständlich für mich) haben wir die Festplatte an einen PC angeschlossen und auf Schäden gescannt. Ergebnis und Siegerehrung – HDD OK – alle Sektoren waren ohne Fehler und mechanisch war die Festplatte auch ohne sichtbare Schäden. Dies ist eines der effizientesten auf dem Markt Verpackungsmethoden.

Der angesprochene Preisvorteil bei Bulk-Ware hat natürlich zur Folge, dass der Transportsicherung größere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss, als es bei der Retailverpackung notwendig ist. Aus diesem Grunde werden, auch aus Kostengründen für den Versender oder Händler, die Twistpack-Systeme zur Transportsicherung genutzt.

Es gibt noch eine Vielzahl von Varianten um Ware so zu verpacken, das diese unbeschädigt beim Kunden ankommt. Die hier aufgeführten sind die Üblichen, die in einem vertretbaren Kosten-Rahmen eine vernünftige Sicherung beim Transport gewährleisten. Eine 100%ige Sicherung der Ware kann leider nicht bewerkstelligt werden, da dies auch von der Sorgfalt der Handhabung des jeweiligen Transportdienstleisters abhängt.

Zum Schluss sei nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es auch das ureigenste Interesse des Versenders/ Händlers ist, die Ware so zu sichern, dass diese mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Transportschaden bei Kunden ankommt.

Auch wir bei PC-SPEZIALIST.de achten darauf, dass Sie zufrieden sind, wenn Sie die Aktikel in den Händen halten und wir für Sie gute Preise abbilden können.

3 Kommentare

  1. eine interessante und unübliche position auf die Fragestellung. zweifellos nicht der übliche tenor, wie ich das sehe.

  2. Susa sagt:

    denke das kundenkommunikation immer noch einer der wichtigsten schritte im alltag eines jeden unternehmers sind. sehr guter artikel. danke dafür!

    gruss,
    susanne

  3. Stefan Bornemann sagt:

    Hallo Jens,

    danke für den sehr informativen und anschaulichen Beitrag. Wird uns sicherlich im Rahmen der Kundenkommunikation einen deutlichen Schritt weiterbringen.

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