Multimediagehäuse fürs Wohnzimmer
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admin, Fr, 2. Apr. 2010
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Multimediagehäuse fürs Wohnzimmer

In den letzten Monaten sehe ich einen starken Trend zum Zweit-PC, welche sich in die Wohn- und sogar Schlafgemache der Haushalte drängen. Auch ich folge diesem Trend. Spielekonsole, PC, Email, Internet, CD-/DVD-Player, Recorder, Fernseher, Radio, und, und, und … alles in einem Gehäuse. Aber darüber schreibe ich mal in einem anderen Beitrag.

Heute schreibe ich ausschließlich über ein mögliches Gehäuse für so ein Gerät. Das Antec Fusion Remote, welches seit ca. 1 Jahr mein Wohnzimmer ziert. Es kam damals mit einem 550 Watt starken und – das muss ich zugeben – überhaupt nicht hörbaren Netzteil. Laut Angabe des Herstellers auf der Internetseite ist derzeit nicht mehr die Rede von einem Netzteil, dafür aber von einer Remote Fernbedienung. Über den derzeitigen genauen Lieferumfang geben alle Händler sicherlich gerne Auskunft.

Aber jetzt zur Verarbeitung und dem Grund, weshalb ich eine zweigeteilte Meinung zu diesem Produkt habe:

Verarbeitung:
Das Gehäuse ist sauber und stabil verarbeitet. Es gibt keine scharfen Kanten an denen man sich die Hände aufschlitzt. Durch die Aufteilung in drei Bereiche, die zur besseren Belüftung des Gehäuses beitragen sollen, hat der Hersteller auch dafür gesorgt, dass man einige Kabel (z. B. die Mainboard-Stecker für die Frontanschlüsse) nur noch mit langen, schlanken Fingern oder einer Spitzzange aufstecken kann. Der Innenraum ist im Gegensatz aber noch nicht verbaut. Die Laufwerke und Steckkarten, sind mit wenigen einfachen Handgriffen erreichbar. Wer nicht so auf das Aluminium-Design abfährt, für den gibt es noch die schwarze Variante Antec Fusion Remote Black.

Was alles rein passt!
Aufgrund der kompakten Bauweise fasst es nur Mini-ATX-Mainboards. Normal hohe Standard-Erweiterungskarten (z. B. Grafikkarten, TV-Karten) passen locker in die dafür vorgesehenen Slots und können von oben mit einer Schraube fixiert werden.
Den Schlitten für maximal 2 Festplatten finde ich sehr schön gelöst. Dieser wartet mit kleinen Puffern zwischen Festplatte und Schlitten auf, die durch die Schrauben befestigt werden. So hängen die Laufwerke fast freischwebend im Gehäuse und die Vibrationen können sich nicht auf dieses übertragen. Wer will, kann die Festplatten dann noch von unten – ebenfalls mit gepufferten Schrauben – fixieren.
Ein optisches Laufwerk wird in einem eigens dafür vorgesehenen Kasten, der leicht nach oben herausgenommen werden kann untergebracht. Die vorgegebenen Bohrungen um z. B. einen DVD-Brenner zu befestigen passen 100%ig, damit die Frontklappe und der Druckknopf ohne zu hakeln einwandfrei funktionieren.
Die Belüftung erfolgt durch zwei an der rechten Innenseite angebrachte Lüfter. Diese werden über einen Adapter direkt an das Netzteil angeschlossen und über zwei 3-stufige Schalter geregelt.

Was mir nicht passt:
Schade finde ich, dass es keine Mainboard-Steuerung gibt und die Geräuschentwicklung nur in der niedrigsten Einstellung den Versprechungen des Herstellers entspricht.
Auch das Display an der Front und der integrierte IR-Empfänger befriedigen leider nicht meine Erwartungen. Zwar mittlerweile Windows 7 Kompatibel nervt das Display dennoch mit sporadischen Abstürzen und Fehlfunktionen. Auch die Größe der angezeigten Zeichen ist für ein Standard-Wohnzimmer zu klein gewählt (trotz Brille!). Der Infrarot-Empfänger zeigt in meiner Kombination mit einer Microsoft Fernbedienung keine lobenswerte Daseinsberechtigung, da dieser nur reagiert, wenn man mit einem Auge über die Fernbedienung linsend genau in einem 90 Grad-Winkel auf den Empfänger zielt (lustig anzusehen!). Daher habe ich das Display und auch den Empfänger deaktiviert, nutze den Microsoft-Empfänger und kann somit auch nicht den an der Front hervorstehenden Lautstärkeregler nutzen (aber wozu auch, hab ja eine Fernbedienung). Ebenfalls kann ich über die Funktion und den Sinn und Zweck der Möglichkeit, sich über neue Emails, Newsfeeds, das Wetter und einige Systeminformationen per Display informieren zu lassen, nichts sagen (ist für mich überflüssiger Schnick-Schnack)

Fazit:
Für denjenigen, der ein schönes Gehäuse im Stereo-Anlagen-Stil haben möchte, ist das Preis-/Leistungsverhältnis gerade noch annehmbar. Echte Enthusiasten und Modding-Fans sollten sich allerdings nach etwas anderem umschauen.

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