All-in-One PCs im Test – Teil 1: Lenovo Ideacentre B500
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admin, Fr, 16. Apr. 2010
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All-in-One PCs im Test – Teil 1: Lenovo Ideacentre B500

Was mit dem iMac begann, ist vor einer Weile auch im PC-Bereich angekommen:  All-in-One Rechner machen vor allem durch ihr innovatives Design auf sich aufmerksam, das nicht selten sogar wohnzimmertauglich ist. Aber was steckt unter und hinter der schönen Karosserie? In diesem und im nächsten Teil möchte ich zwei Geräte vorstellen, die sich in einem Preisrahmen von knapp 800, – Euro bewegen. Den Anfang macht das Lenovo Ideacentre B500.

Innovatives Design - Das Lenovo Ideacentre B500

Ist das B500 ausgepackt und aufgestellt, sticht gleich das futuristische Gehäuse ins Auge. Eine Kabellose Tatstatur und Maus, beide verfügen über einen integrierten Bluetooth-Empfänger, gehören zum Paket. Unsicher ob das einzige Standbein, eine ausklappbare Stütze auf der Rückseite, ihren Zweck erfüllt, mache ich einen vorsichtigen Rütteltest. Das Gerät steht bombenfest. Die silberfarbenen Plastikblenden vor den angepriesenen JBL-Speakern (unterhalb des Displays) wirken beim Anfassen ein wenig billig. Im ausgeschalteten Zustand offenbart der Computer nur einen einzigen Schalter, einen fließend in die Front eigelassenen „Knopf“. Damit schaltet man das gute Stück ein.

Windows 7 ist in der Home Premium Edition vorinstalliert. Nach ein paar Mausklicks erstrahlt auf dem 23“ Bildschirm ein fertiges Betriebssystem.

Integriere JBL-Speaker - leichte Vibration der Blenden bei starkem Bass

Das Display macht einen tollen Eindruck. Das liegt vor allem daran, dass Lenovo ein entspiegeltes verwendet.  Die Sonne darf also gerne mal ins Fenster scheinen. Nach ein paar obligatorischen Klicks durch die Windows-Oberfläche (man kennt sie halt), muss ich nochmal über diesen einen Knopf unten rechts nachdenken. Wo bitte mache ich denn meine Bildschirmeinstellungen?  Ich drücke drauf und siehe da: unter der schwarzen Blende leuchten ein paar weitere „Knöpfe“ mit Monitor-Optionen auf. Das hat Stil.

Als nächstes probiere ich die stolz mit einem Aufkleber auf dem Gehäuse beworbenen JBL-Lautsprecher aus. Die hören sich zunächst mal wirklich gut an. Bei sehr basslastigen Musikstücken kommt dann aber das zum Vorschein, was ich bereits vermutet hatte: die silberfarbenen Blenden fangen ein wenig zu vibrieren an. Vielleicht sollte man doch besser ein großes externes Soundsystem anschließen.

Die wichtigsten technischen Daten:

Das Herzstück des Ideacentre B500 ist ein Intel Core 2 Duo Prozessor vom Typ E7500. Der Grafikchip kommt von NVIDIA und sitzt in einer GeForce GT 240M, einer Grafikkarte, die häufig in Mittelklasse-Notebooks zu finden ist. 4 GB RAM und die 640 GB große Serial-ATA Festplatte und der eingebaute DVD-Brenner leisten ihr Übriges, um angenehm um flott mit dem Gerät arbeiten zu können.

Die Performance:
Der Leistungstest mit dem aktuellen 3D Mark Vantage Benchmark ergab einen Gesamtwert von 1947 (CPU: 5338, GPU: 1607). Der momentane Höchstwert bei diesem Test zeigt einen Wert von 50516 (CPU: 52006, GPU:52038).

Fazit:
Das Lenovo Ideacentre B500 ist eine optisch außergewöhnliche Variante eines platzsparenden All-In-One PCs. Das entspiegelte 23“ Display überzeugt durch ein klares Bild auch bei sonnigen Lichtverhältnissen. Office- und Internetanwendungen laufen selbstverständlich problemfrei. Full HD-Filme (1080p) werden ebenfalls einwandfrei wiedergegeben. Gelegentliches Spielen kann auf geringen Grafik-Detailstufen durchaus Spaß machen. Hardcore-Gamern muss ich allerding von dem Gerät abraten, dazu ist die Performance einfach zu schwach. Eine kleine Enttäuschung sind die eigentlich nicht schlecht klingenden internen  Speaker von JBL. Die Rahmenblenden der Lautsprechervorrichtungen vibrieren bei basshaltiger Tonwiedergabe. Der Anschluss eines Leistungsstarken externen Speakersystems sei in diesem Fall empfohlen. Für den Preis von knapp 800,- Euro kann der Office-User, HD-Film-Fan und Gelegenheitsspieler mit Stil insgesamt aber ruhigen Gewissens zuschlagen.

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