Netzwerkverbindungen über das hauseigene Stromnetz
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admin, Di, 18. Mai. 2010
in Hardware

Netzwerkverbindungen über das hauseigene Stromnetz

WLAN, kennt inzwischen fast jeder – mithilfe einer Funkverbindung vom Router zum PC oder Laptop, lässt sich ganz schnell und unkompliziert eine Verbindung mit dem Internet oder mit weiteren Netzwerkgeräten herstellen. Soweit so gut, was aber wenn man sich in einem Gebäude befindet, dass zu dicke Wände hat oder so abgeschirmt ist, dass es keine Funkübertragung zulässt? Meterlange Kabel verlegen? Löcher durch Wände bohren? Das geht auch einfacher, denn immer mehr Hersteller investieren mehr und mehr Energie in die Netzwerkverbindung über das allgemeine Stromnetz im Haushalt. Das sogenannte PowerLAN oder Powerline-Netzwerk, nutzt man mithilfe von Adaptern, die in jede handelsübliche Steckdose passen. Somit kann man Daten also auch in jeden beliebigen Raum transportieren ohne dabei einen größeren Aufwand zu haben und das über Distanzen bis zu 300m. Einfach Adapter in die Steckdose und mit entsprechenden Netzwerkkabeln an das jeweilige Endgerät anschließen. So lassen sich unter anderem TV, Set-Top-Box, PC oder Videospielekonsole mit dem Internet verbinden, ohne dabei Berge von Kabelsalat zu produzieren.

Wie groß sind die Datenmengen, die über das Stromnetzwerk transportiert werden können?

Waren aktuell 85 Mbit/s bis 200 Mbit/s möglich, wagt der Hersteller Belkin mit seinem Powerline-Set nun auch den Schritt an die 1000 Mbit/s-Marke. Somit werden nun auch hochwertige Verbindungen zu Fernsehgeräten und Gaming-PCs möglich, die zuvor zwar bereits schon sehr stabil waren, nun jedoch noch den letzten Schliff erhalten. Was alle Freunde von Home-Entertainment und Online-Spielen freuen wird.

Quelle: www.belkin.de

Quelle: www.devolo.de

Derzeit gibt es vergleichbare Produkte von Devolo (dLAN®), MSI, Conrad, Siemens, Allnet, Netgear u.v.m. Hierbei bieten einige Produkte, wie zum Beispiel das dLAN® 200 AVsmart+ Starter Kit von Devolo den Vorteil, dass sich im Adapter eine Steckdose befindet; man kann also die Steckdose nach wie vor benutzen, auch wenn der Adapter für den Netzwerkzugang die Steckdose belegt.

Wie sicher ist die Verbindung?

 

Generell kann man sagen, dass die Geräte, die sich derzeit auf dem Markt befinden, eine standardmäßige Verschlüsselung aufweisen. So schützen beispielsweise Belkin und Devolo ihre Verbindungen mit einer 128-Bit AES-Verschlüsselung. Per Knopfdruck kann diese aktiviert werden und schon ist die Netzwerkverbindung vor Außenzugriffen gut geschützt.

Verschlüsselungssystem auf Knopfdruck aktiviert - Quelle: www.devolo.de

Was brauche ich, um vernünftig beginnen zu können und wie flexibel ist diese Netzwerklösung?

Die meisten Anbieter bieten Ihren Kunden sogenannte Starter-Kits an, diese bestehen zumeist aus 2 Adaptern, 2 Netzwerkkabeln, der notwendigen Software und einer Bedienungsanweisung. Plug & Play ist den meisten Nutzern inzwischen mehr als vertraut, also einfach Software installieren, anschließen und fertig. Des Weiteren benötigt man einen Router, der die aktuellen Standards des Adapters unterstützt sowie, vorzugsweise, einen schnellen DSL-Internetanschluss.

Die gängigen Powerline-Adapter, lassen sich ansonsten sehr flexibel einsetzen und überall dort anschließen, wo die zuvor genannten Voraussetzungen gegeben sind.

Wie man all das am vorteilhaftesten verknüpft und anschließt, erklären die Hersteller der jeweiligen Produkte in Form von kleinen Produktfilmen und Organigrammen sehr verständlich auf ihren Webseiten.

4 Kommentare

  1. Melanie Mallet sagt:

    Wir haben uns vor zwei Monaten das Starterkit der Conrad-Eigenmarke gekauft. Ich hatte mit den Devolo-Geräten geliebäugelt, aber die von Conrad waren dann doch etwas günstiger und bei gleicher Leistung (laut Packungsangabe) war dann doch der Preis ausschlaggebend.

    Die Teile sind jeden Cent wert. Die Inbetriebnahme ist total einfach, es war noch nicht mal nötig, irgendwelche Software zu installieren. Einstecken, Router und Switch neu verkabeln, auf den Verschlüsselungsknopf drücken und schon hat man auch ohne WLAN überall in der Wohnung Internet. Unsere beiden Desktops haben keine WLAN-Karten, außerdem wollten wir eine stabilere und schnellere Verbindung, um darüber auch ordentlich spielen zu können, und da kam echt nur PowerLAN in Frage.

  2. Pingback: Tweets die Netzwerkverbindungen über das hauseigene Stromnetz | PC-SPEZIALIST Blog erwähnt -- Topsy.com

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