Die De-Mail: Der Brief der Zukunft ist (endlich bald) digital
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admin, Mo, 19. Jul. 2010
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Die De-Mail: Der Brief der Zukunft ist (endlich bald) digital

Endlich rechtssicher und verbindlich: die De-Mail. © Rainer Sturm / PIXELIO www.pixelio.de

Geschichte sind demnächst die Zeiten, in welchen der Papierbrief via Postbeförderung oder sogar im zeitaufwändigsten Fall das persönliche Vorsprechen vor Ort beispielsweise bei behördlichen Angelegenheiten notwendig waren. Denn die De-Mail kommt und wird eine echte Alternative zu offziellen Behördenbriefen mit Stempeln und Siegeln oder dem persönlichen Vorsprechen sein – und es Bürgern, Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung ermöglichen, elektronische Dokumente via Internet rechtssicher und vertraulich auszutauschen: schnell, bequem und einfach. Sowie bundesweit gültig, staatlich anerkannt und sicher.

Dazu ein paar Fakten zum Status Quo und zur weiteren Planung: Die De-Mail ist ein Projekt der Deutschen Bundesregierung und mehrerer zertifizierter Diensteanbieter wie etwa die Deutsche Telekom oder United Internet (gmx.de, web.de). Diese haben bereits mit der Registrierung begonnen, so dass sich alle Interessierten schon einen ersten Eindruck über einen längst fälligen Service in Zeiten von E-Government und Web 2.0 verschaffen können. Will man ein Benutzerkonto für die De-Mail einrichten, muss man sich einmalig registrieren und identifizieren lassen. Für alle natürlichen Personen heißt das, verschiedene Pflichtdaten wie vollständiger Name, Adresse, Geburtsdatum etc. anzugeben. Bei juristischen Personen – und dazu zählen Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Organisationen – sind zusätzlich zur juristischen Person auch Angaben zu ihren vertretungsberechtigten natürlichen Personen zu machen.

Und so sieht’s konkret aus: Jedes De-Mail-Konto erhält mindestens eine De-Mail-Adresse ähnlich der Manier, wie die gängigen E-Mail-Adressen gestrickt sind (Vorname.Nachname@De-Mail-Provider.de-mail.de). Alle Privatpersonen dürfen neben dem De-Konto mit ihrem offiziellen Namen auch weitere Adressen mit Pseudonym einrichten, allerdings muss dieses als solches erkennbar sein. In diesem Fall steht das Präfix „pn“ für Pseudonym am Anfang des Kontonamens (pn_Fantasiename@De-Mail-Provider.de-mail.de). Gibt es Personennamen häufiger und ist die Adresse ist folglich schon vergeben, werden Ziffern an den Namen angehängt. Juristische Personen müssen bei der Einrichtung ihres De-Kontos allerdings ihren richtigen Namen beziehungsweise den Unternehmensnamen in der Adresse mit angeben. Danach können verschiedene Unterkonten für einzelne Abteilungen oder Mitarbeiter eingerichtet werden. Im Moment sind die Registrierung und die ersten De-Mails noch gratis. Was in Zukunft an Kosten für die Nutzer anfallen wird, ist derzeit noch unklar.

Schnell den neuen Personalausweis vom heimischen PC aus "bestellen": Die De-Mail macht's möglich. (Quelle: PC-Spezialist)

Bis diese viel versprechenden E-Mails allerdings alltagsgebräuchlich sind, geht aber noch etwas Zeit ins Land: Voraussichtlich erst 2011 startet die De-Mail in den Praxisbetrieb. Davor muss der Bundestag aber noch das geplante Bürgerportalgesetzbuch verabschieden, was für Ende dieses Jahres erwartet wird. Und dann müssen die Deutschen endlich nicht mehr für jeden simplen Behördengang oder sonstige vertrauliche Kommunikation wie beispielsweise mit Anwälten persönlich vor Ort erscheinen, um zu beweisen, dass tatsächlich sie und kein anderer ein Anliegen haben. Sondern können schnell und einfach vom heimischen PC, Notebook oder Netbook die Angelegenheit klären. So, wie viele Bürger es sich schon seit langer Zeit wünschen.

4 Kommentare

  1. opolis sagt:

    Interessanter Artikel: DE-Mail: So ein Mist? – Nein, aber …

    Opolis Secure Mail ist eine DE-Mail Alternative: Diesen Dienst gibt es bereits, er kann mehr als DE-Mail, ist einfach und ist gratis noch dazu! Anmeldung nur mit Email.
    Anders als bei DE-Mail bleiben bei Opolis Nachrichten vom Zeitpunkt des Absendens bis zum Eintreffen beim Empfänger jederzeit und durchgehend verschlüsselt. Nachrichten können nur vom autorisierten Empfänger gelesen werden, und sonst niemand.
    Auch weitere Opolis Funktionen finden sich bei DE-Mail nicht: Vor Absenden entscheidet der Autor einer Nachricht, ob der Empfänger diese sodann kopieren, drucken, darauf antworten oder sie weiterleiten darf. Wenn der Absender dies verbiete, so ist dies auch nicht möglich. Damit wird absolut sichergestellt, dass Nachrichten und deren Inhalte unter keinen Umständen an nicht autorisierte Dritte gelangen.

  2. opolis sagt:

    vielleicht ist opolis secure mail eine alternative: gratis, verschlüsselter email dienst, wobei der absender entscheidet, was der empfänger mit der nachricht tun darf ….

  3. Stefan Bornemann sagt:

    Dito

  4. Sebastian sagt:

    Hab ich auf der Cebit gesehen sah nicht schlecht aus

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