Kino fürs Zuhause: Beamer von NEC
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Benjamin Thiessen, Di, 27. Jul. 2010
in Hardware

Kino fürs Zuhause: Beamer von NEC

Kino fürs Zuhause. Das soll nur bei riesigen freien weißen Wänden klappen? Hm, glaube ich inzwischen kein bisschen mehr dran. Wer mir wiederum nicht glaubt, der sollte sich überlegen einen günstigen Beamer aus dem Hause NEC anzuschaffen und es selbst ausprobieren.

NEC baut seit einiger Zeit Projektoren für alle möglichen Anwendungsgebiete, und natürlich auch für die Anwendungen im privaten Bereich. Mit den preisgünstigeren Modellen hat NEC meines Erachtens die perfekten Produkte für das Kino zuhause geschaffen, vornehmlich mit dem getesten NEC NP115, der auf den ersten Blick als kleinster seiner Baureihe auch die wenigsten Ausstattungen und die geringste Auflösung bietet, das Wichtige ist aber: wo kann und will ich den Beamer zuhause einsetzen?

Wenn man eine große Wohnung oder ein großes Haus besitzt oder bewohnt, dann kann es sein, dass man einen Beamer mit einer höheren Auflösung als 800 x 600 braucht, so wie es der NEC NP115 mitbringt. Wenn man allerdings nicht ganz so viel Platz zur Verfügung hat, tut es auch diese Auflösung, wie man auf dem Bild wahrscheinlich gut sehen kann. Auf dem Bild sieht man den Vorspann zu Steven Spielbergs und Tom Hanks neuer TV-Serie „The Pacific“, die zur Zeit auf Kabel 1 läuft, deswegen ist das Bild schwarzweiß und etwas überblendet, das liegt nicht am Beamer. Rechts sieht man, dass es draußen noch nicht ganz dunkel war an dem Abend und trotzdem ist das Beamerbild hell und kontrastreich gewesen. Der Werte beträgt bei diesem Modell 2000:1 im Kontrast und 2500 ANSI Lumens in der Leuchtstärke. Natürlich muss man den Raum ein wenig dunkel haben, aber Restlich schadet dem Bild letztendlich nicht.

Das Aufstellen und Aufbauen ging ziemlich leicht und schnell vonstatten. Vor allem ist der Beamer an sich leicht und einfach anzuschließen. Eine Verbindung schloss ich zwischen Notebook und Beamer per VGA-Anschluss. Das DVD-Bild und das Bild vom Desktop des Notebooks war als einwandfrei einzustufen. Den Zoom und die Schärfe kann man per drehbarem Regler am Beamer einstellen. Über das Menü sind dann verschiedene Presets an Helligkeit, Kontrast und Farbe einzustellen, man kann aber auch selber Feineinstellungen vornehmen. Desweiteren kann es aufgrund Platzmangel vorkommen, dass man den Beamer nah an die zu projizierende Wand stellen muss, dafür ist die Veränderung der Trapezform ganz hilfreich, mit der man nachträglich die Neigung des Bilds einstellen kann. Als optimale Distanzwerte werden von NEC bei diesem Modell 1.2 – 13 m angegeben.

Für den Anschluss am Fernsehgerät musste ich persönlich etwas improvisieren: da ich noch einen Röhrenfernseher besitze, bin ich über den Scart-Ausgang des Sat-Receivers an den S-Video Anschluss des Beamers gegangen. Das klappte aber einwandfrei. Auf den Bildern ist zu sehen, dass das Bild trotz allem scharf war. Natürlich muss man hier sagen, dass der Beamer weder einen DVI- noch einen HDMI-Anschluss besitzt, das ist aber mit ein klein wenig unkomplizierter Bastelei leicht zu beheben.

Der Eindruck des etwas größeren Bildes im Wohnzimmer ist aber mehr als eindrucksvoll zu bezeichnen. Auf den Bildern sieht man unter dem Beamerbild den Fernseher, der im Größenvergleich um einiges kleiner ist und auch wirkt. Die Rechnung ist dabei dann ganz einfach: selbst ein nur ca. vier Mal größeres Bild im Wohnzimmer erzielt schon einen erstaunlichen Effekt beim Betrachten von Bewegtbildern, sei es nun Fernsehprogramm oder DVD. Wer also bisher geglaubt hat, Beamer kommt erst bei einer großen freien weißen Wand in Frage, dem sei gesagt, dass man auch an einer kleinen Wand einen großen Kinoeffekt erzeugen kann.

1 Kommentar

  1. Beamerjunge sagt:

    Ein guter Testbericht, ausführliche Beschreibung – lob!

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