StarCraft 2 Wings of Liberty: Echtzeitstrategie at it’s best!
Author
Benjamin Thiessen, Di, 27. Jul. 2010
in Aktuelles

StarCraft 2 Wings of Liberty: Echtzeitstrategie at it’s best!

Heute ist bundesweit StarCraft 2 Wings of Liberty erschienen; Blizzard legt mit diesem zweiten Teil eines Echtzeitstrategieklassikers die Latte für Echtzeitstrategie wahrscheinlich wieder sehr hoch. Der Spielhersteller steckt hinter Klassikern wie der Diablo- und Warcraft-Reihe sowie dem erfolgreichsten Online-Rollenspiel aller Zeiten, World of Warcraft. Auch StarCraft 2 Wings of Liberty ist online spielbar, hier soll aber zunächst ein kleiner Bericht über den Singleplayer-Modus geliefert werden.

Zu Beginn wird das Spiel in den gewünschten Ordner installiert, dabei bekommt man schon das Setup für das Spiel zu sehen und zu hören, das aus einer Zusammenfassung des ersten Teils von StarCraft und einer erweiterten Geschichte besteht. Auch der Hinweis, dass man zum Spielen einen Battle.Net-Account benötigt, wird dabei angezeigt. Nach kurzer Online-Registrierung im Battle.Net kann das Spiel losgehen. Dazu muss man sagen, dass ich etwas skeptisch war, ob ich das Spiel auf meinem etwas älteren Notebook würde spielen können. Die Mindestanforderungen schien ich zwar zu erfüllen, mit der empfohlenen Konfiguration konnte ich allerdings nicht dienen. Dazu hätte es schon eines etwas besser konfigurierten Notebooks bedurft. Die Konfiguration meines Notebooks ist wie folgt: AMD Turion 64 X2 TL-60 der zwei Kerne mit je 2 GHz besitzt, 2 GB DDR2 Arbeitsspeicher und eine Nvidia GeForce 8600M GS. Trotz dieser kleinen Unterschreitung in der Grafikkarte unter die Mindestanforderungen läuft das Spiel bei mir so gut wie flüssig mit mittleren Grafikeinstellungen. Man kann dann noch auf „Hoch“ und auf „Ultra“ erweitern, aber schon bei der Einstellung „Hoch“ ruckelt das Spiel arg. Flüssig spielen lässt es sich aber bei mittleren Einstellungen auf jeden Fall und die Grafik sieht dabei immer noch klasse aus.

Vor Spielbeginn kann man Tutorials spielen, in denen man die Spielsteuerung und die wichtigsten Elemente wie Ressourcenabbau, Bewegung und Kampf erlernt. Hat man die absolviert, geht es in die erste Kampagne, in der man als Jim Raynor eine Truppe von Soldaten anführt, die einen Außenposten der sogenannten Liga zerstören soll. Die Liga ist eine im Gewand der Befreiung und des Guten daherkommende korrupte Regierung, die (wie sollte es auch anders sein) die Galaxis beherrscht und nach nur noch mehr Macht strebt. Als Rebell kämpft man in diesem ersten der auf drei Teile ausgelegten Teil zunächst als Terraner gegen Terraner.

Ich muss zugeben, dass ich bisher schwer begeistert bin. Das Intro zu dem Spiel lässt wirklich keine Wünsche bezüglich der Spielgeschichte offen. Man wird emotional auf einen Kampf eingeschworen, bei dem natürlich das Gute gegen das Böse siegen soll. Ich hatte gelesen, dass es angeblich langweilig und nicht so wirklich innovativ sein soll, kann dem aber überhaupt nicht zustimmen. Blizzar hat bei StarCraft 2 Wings of Liberty die funktionierenden Elemente aus dem ersten Teil übernommen und weitergführt und dem Neues und Spannendes hinzugefügt. Den ersten Teil von StarCraft habe ich JAHRELANG gespielt, immer wieder die Missionen neu durchgespielt, das das Sammeln von Ressourcen und das Aufbauen der Städte einfach unendlichen Spaß macht. Ich kann gar nicht genau sagen, wie viele Spielstunden Spaß das gebracht hat. Auf jeden Fall mehr als ich zusammenrechnen könnte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das jetzt beim zweiten Teil nicht anders sein wird.

Update: nach ein paar mehr Stunden Spielzeit bin ich weiterhin ungebrochen begeistert. Inzwischen sind natürlich auch schon einmal die Zerg auf den Plan getreten und ich konnte sie erfolgreich besiegen… Ich schätze mal, dass die Protoss auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Mein Lüfter läuft auch Hochtouren, das Notebook wird aber noch nicht so heiß, dass ich Angst bekommen müsste.Nach und nach kann man immer mehr verschiedene Einheiten bauen und Gebäude hochziehen. Interessant sind die kleinen Zwischenfilme und der Aufenthalt in den Basisstationen. Dort kann man per Klick auf verschiedene Items Hintergrundgeschichten erfahren. Auch bekommt man nun für gewonnene Missionen sogenannte Credits, die man für Upgrades einlösen kann. Bisher scheint Blizzard alles sehr gelungen zu sein.

Zweites Update: Nach weiteren Spielstunden habe ich mich nun entschieden, das Spiel einmal auf einem etwas besser konfigurierten Sony Vaio zu installieren. Das Sony Vaio ist in etwa so konfiguriert wie das im Shop, nur dass in diesem mir vorliegenden Modell die Nvidia GeForce GT 320M als als Grafikkarte fungiert. Der recht schnelle iCore i3, die GT 320M und die 4 GB Arbeitsspeicher bringen einen ganzen Haufen mehr Geschwindigkeit ins Spiel. Ich habe nun die Textur- und Grafikqualität auf „Hoch“ eingestellt und kann trotzdem flüssig und ohne Ruckler spielen. Auch habe ich bei einer Feineinstellung – dem Terrain – die Qualität auf „Ultra“ gestellt und trotzdem keine Einbußen bei der Spielqualität feststellen können. Zum Spiel: auf dem Sony Vaio spiele ich nun die Missionen in der Schwierigkeitsstufe „Normal“, was noch ein bisschen mehr Spielspaß bringt. Außerdem werde ich Raynor andere Entscheidungen treffen lassen, was seinen „Werdegang“ wahrscheinlich in andere Richtungen führen wird. Die Kritik spricht oft von „aufgewärmter Kost“ im zweiten Starcraft-Teil und das mag gewisse Elemente betreffend auch richtig sein, nur haben sich wichtige Spieldimensionen wie Entscheidungsfreiheit, Zusatzmissionen und -optionen, individuelle Weiterentwicklung der Charaktere und überhaupt eine Charakterentwicklung stark verändert und sind verbessert worden. Und Überraschungen gibt es ebenfalls. Ich werde nichts verraten, aber wenn man sich gerade sicher und routiniert im neuen Spiel angekommen wähnt, kommt ein Cinematic um die Ecke, der so etwas von professionell gut und atmosphärisch animiert ist, dass einem eine Gänsehaut nach der nächsten den Rücken hinunter läuft. Hier nähern sich die Videospiele noch einmal mehr dem Kino an, nachdem sich das Kino ja schon sehr den Spielen genähert hat. Ich kann nur weiterhin sagen, dass StarCraft II Wings of Liberty bisher ein Top-Spiel, das eigentlich nur bei einer übersättigten Fangemeinde zu Unmut führen kann.

Drittes Update Starcraft II Wings of Liberty bietet nach zwei Wochen Spielen immer noch eine Menge Spielspaß. Das Spiel ist auf jeden Fall auch für Anfänger geeignet und die sollten sich nicht von der Tatsache abschrecken lassen, dass der erste Teil in Südkorea schon seit längerem staatlich anerkannte Sportart geworden ist. Die Missionen sind in vier Schwierigkeitsgraden zu bewältigen und auch beim zweiten oder dritten Mal Spielen einer Mission wird das Spielen nicht langweilig. Die Spielstruktur und der Spielaufbau sowie die Spielsteuerung haben sich dabei nicht geändert. Wer dies als Anlass zur Kritik nehmen möchte, bitteschön. Beeinträchtigen kann dies den Spielspaß allerdings nicht wirklich. Zwischendurch hatte ich kurz den Eindruck, ich könnte die Missionen allzu schnell durchspielen, aber die Spielzeit der einzelnen Missionen erhöht sich je weiter die Geschichte fortschreitet. Es wird halt immer schwerer, die Zerg und/oder Protoss zurückzuhalten und schließlich zu besiegen… Wirklich interessant ist die Geschichte, in die man mithilfe der Videos und Cinematics hineingezogen wird. Spannend wie ein Kinofilm. Die neuen Einheiten sind allesamt interessant gestaltet und das Terrain und die Karten sind mit allerhand liebevollen Details ausgestattet. Starcraft II Wings of Liberty ist meines Erachtens ein großer Erfolg und wird sich ebenso etablieren wie Starcraft I das schon getan hat.

7 Kommentare

  1. Benjamin sagt:

    Habe das Spiel ja inzwischen durchgespielt und zwar auf zwei Notebooks… Einmal auf einem Acer Aspire 5520G mit Nvidia GeForce 8600M GS (Details: niedrig bis mittel) und einmal auf einem Sony Vaio mit besserer Graka (Details: mittel bis hoch). Bei beiden Notebooks gab es beim Spielen immer mal Momente, in denen ich AFK war und trotzdem ist die Graka nicht überhitzt gewesen. Weiß also auch nicht genau, was da los ist.

  2. Manny sagt:

    also mit dem letzten patch haben sie so weit ich weiss noch nix behoben

  3. Patrick sagt:

    heute kam ein patch….. behoben hat er das überhitzungsproblem allerdings nicht… so wie einige andere dinge, die nicht behoben wurden… frage mich was blizzard da macht ??

  4. Benjamin sagt:

    Danke für die Info! Ich kann mir vorstellen, dass das mit einem Patch dann demnächst behoben wird. In dem Artikel wird ja eine recht einfache Lösung zur Selbsthilfe angeboten, ich werde das aber erst einmal nicht machen, nachdem ich schon ein paar Stunden gespielt habe in den letzten Tagen und der Fehler bisher bei mir nicht afutrat. Ich habe mich ebenfalls längere Zeit im Missionsraum aufgehalten und mein System blieb immer stabil. Zumindest weiß ich jetzt Bescheid, falls so etwas passieren sollte.

  5. Peter sagt:

    Nur schade zu sehen, das die Fehler aus der Beta mit ins finale Game gerutscht sind:

    „StarCraft 2 – Absturz wegen überhitzter Grafikkarten“:
    http://www.gamestar.de/spiele/starcraft-2-wings-of-liberty/news/starcraft_2,43475,2316635.html

    Der Geschmack ist ja bekanntlich unterschiedlich, aber das Game ist eigentlich nur aufgewärmte Kost. Wobei wem kann man es verübeln, funktioniert hat es ja schon damals 🙂

  6. Stefan Bornemann sagt:

    Wieso? Das Foto ist doch authentisch;-)

  7. Benjamin sagt:

    Hey, trotz meines Blicks auf dem Foto: Ich bin nicht wahnsinnig geworden… (noch nicht).

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