Obere Mittelklasse der Notebooks von Packard Bell: Das EasyNote LJ71
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Benjamin Thiessen, Do, 29. Jul. 2010
in Hardware

Obere Mittelklasse der Notebooks von Packard Bell: Das EasyNote LJ71

Packard Bell verspricht, mit der EasyNote Notebook-Serien höchste Ansprüche zu erfüllen, tut dies mit der Konfiguration einiger seiner Modelle aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Das vorliegende EasyNote LJ71 reicht mit seinen verbauten Komponenten bis an die obere Mittelklasse und ist für diese Ausstattung, das Design und die Verarbeitung recht günstig im Preis-/Leistungsverhältnis. Das LJ71 ist groß, die Abmessungen betragen in der Breite 41 cm, in der Höhe fast 39 cm und es ist immerhin noch 3 cm dick. Bei einem Gewicht von über 3 kg ist das Notebook dann auch schwer, was es für den mobilen Einsatz eher ungeeignet macht. Trotzdem sieht das LJ71 verteufelt gut aus. Vom Design her macht es sich auf jeden Fall sehr gut im heimischen Wohnraum, mit der scharnierartigen Verbindung von Tastatur und Bildschirm, den abgerundeten Ecken und Kanten, der flachen Tastatur mit leicht angerauten Tasten und den Touchspots für Sound, WLAN etc. Das 17″ Display lässt bei der Helligkeit und beim Kontrastverhältnis keine Wünsche offen, aber vor allem die Farben werden äußerst brilliant und akzentuiert wiedergegeben. Insgesamt bedeutet das einfach: ein gestochen scharfes Bild sowohl bei Wiedergabe von HD-Inhalten oder DVDs, aber auch Internetvideos und natürlich auch Fotos sehen auf dem EasyNote wunderbar aus. Das Display ist zwar nicht Full HD, liefert aber mit 1600 x 900 Bildpunkten einen überdurchschnittlich guten Wert ab. Mit der Größe ist es dann auch mehr oder weniger klar, was Packard Bell mit diesem Notebook erreichen will. Attraktiv sein für alles, was das Thema Unterhaltung auf einem mobilen Gerät betrifft. Das EasyNote ist primär für ein Publikum ausgelegt, das sein Notebook als Freizeitgerät verwendet und nicht für das mobile Arbeiten geeignet.

Aber nun zu ein paar inneren Werten: Ausgestattet ist das EasyNote LJ71 mit einem AMD Turion II Dual-Core M520 ist ein Zweikern-Prozessor, dessen Kerne mit jeweils 2,3 GHz laufen. Dieser Prozessor ist im oberen Mittelfeld von zumindest AMD Prozessoren anzusiedeln, auch wenn von ihm keine Wunderleistungen erwartet werden können. Ausgelegt ist dieser Prozessor auf ein breites Anwendungsspektrum, also die Verwendung von Internet und Office sowie die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten und auch das Spielen mancher aktueller Spiele. Für diesen Zweck ist die verbaute ATI Mobility Radeon HD 3650 Grafikkarte nur bedingt geeignet, sie konnte aber im Test mit Mass Effects 2 durchaus als gut zu bezeichnen Ergebnisse erzielen. Bei den Komponenten Prozessor und Grafikkarte kann das EasyNote LJ71 also auf jeden Fall punkten und ist im oberen Mittelfeld der Notebookwelt einzuordnen. Nicht so ganz verständlich ist die Verwendung von eher gering getaktetem DDR2 Arbeitsspeicher, zwar hier auch 4 GB davon, aber nur mit einer Taktrate von 667 MHz, was der Standard bei Notebooks schon vor zwei Jahren gewesen ist. Um ein wenig aktuell zu bleiben und auch in der kurzfristigen Zukunft zu bestehen, hätte Packard Bell hier vielleicht modernen Speicher zum Einsatz kommen lassen sollen. Jedoch zeigt sich in der Performance in der Praxis durch den Arbeitsspeicher wenig Leistungseinbußen, alle geteste Software lief wohl bedingt durch den recht guten Prozessor sehr flüssig und in allen Bereichen konnte das Notebook mit einer guten Leistungsperformance überzeugen. Die Abstriche sind also nur auf der Mikroebene zu machen. Auf der Makroebene steht das EasyNote LJ71 definitiv im Plus, die Bewerbung durch Packard Bell ein High-End Notebook vor sich zu haben, ist allerdings ein wenig hoch gegriffen.

Weiterhin angenehm ist die Ausstattung mit einer großzügig großen Festplatte, die 500 GB an Daten speichern kann, während das Notebook natürlich über alle gängigen Audio- und USB-Anschlüsse verfügt. Weiterhin ist natürlich auch gerade was die Wiedergabe von Multimedia angeht, der HDMI-Port zu nennen, mit dem man auf bequeme Weise hochwertige Ton- und Videosignale an ein externes Gerät liefern kann. Alles in allem ist dieses Modell durchaus ein Treffer von Packard Bell, vor allem was das Klientel angeht, das seine Wiedergabe von Bewegtbildern vornehmlich auf das Notebook auslagert. Wer mehr mobil sein möchte oder mehr mit dem Notebook arbeitet, sollte sich vielleicht nach etwas Anderem umsehen, wer allerdings Wert auf Design legt, auch aktuelle Spiele spielen will, Filme und Videos anschaut, der ist bei dem LJ71 genau richtig – und eigentlich tun wir alle ganz gerne diese Dinge mit unseren Notebooks…

5 Kommentare

  1. Manfred Frank sagt:

    Das ist ein Scheißteil. Das WLan wird nach einigen Tagen einfach abgeschaltet und lässt sich nicht wieder einschalten. Eine Weile hilft noch, das WLan beim Startbildschirm einzuschalten. irgendwann geht auch das nicht mehr. Kein Update hat dieses Problem beseitigen. Ich empfinde es als Betrug, wenn ein Lap einfach nicht WLan-fähig ist.

    1. PC-SPEZIALIST Team sagt:

      Hi Manfred,

      wenn nach wenigen Tagen so ein schwerwiegendes Problem auftritt, sollte auf jeden Fall die Garantie in Anspruch genommen werden.

      Viele Grüße
      Dein PC-SPEZIALIST Team.

  2. Jens Bliefert sagt:

    Das Display ist wirklich gut, Prozessor und Festplatte ist auch genehmigt, aber die Grafikkarte ist meiner Meinung nach für die Klassifizierung schon grenzwertig. Wir verkaufen die Geräte ja auch, nur eben eine Ebene tiefer.

  3. Benjamin sagt:

    Hallo,

    ja ich hätte es jetzt erst einmal dort eingeordnet, aber darüber kann man sich ja immer streiten. Standardkonfigurationen ändern sich ja recht schnell, aber die ganz gute Kombination aus Prozessor und Grafikkarte, die große Festplatte und das sehr gute Display waren dann für mich Grund, diese Einordnung zu machen.

  4. Jens Bliefert sagt:

    Schön treffend geschrieben,
    allerdings würde ich das Gerät nicht in der oberen Mittelklasse ansiedeln. Preiswertes Allround Notebook trifft es meiner Meinung nach besser. Für die obere Mittelklasse, also dem folgend wäre das nächste die untere Oberklasse, fehlen dann doch noch ein, zwei Leistungsmerkmale.

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