Energieeffiziente Geräte schonen Geldbeutel und Umwelt
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admin, Sa, 31. Jul. 2010
in Hardware

Energieeffiziente Geräte schonen Geldbeutel und Umwelt

Grüne Geräte sparen Geld und schützen die Umwelt. © Ingo Anstötz / PIXELIO www.pixelio.de

Fakt ist, dass die vielen Informations- und Telekommunikations-Geräte – laut aktueller Bitkom-Aussage finden sich durchschnittlich 50 Elektro- und Elektronikgeräte in jedem deutschen Haushalt – und die dazugehörigen Technologien wahre Stromfresser sind. Und das schlägt sich angesichts der konstant hohen Energiepreise auf die Geldbeutel von Unternehmen und Privatpersonen nieder – mal ganz abgesehen vom wachsenden CO2-Ausstoß und der damit verbundenen Umweltverschmutzung. Dagegen kann aber jeder einzelne Nutzer und Käufer etwas tun und so sein ganz eigenes Scherflein für eine bessere und sauberere Welt beitragen.

Die zahlreichen modernen und energieeffizienten Geräte, die es schon länger zu kaufen gibt, und deren bewusste Nutzung machen’s nämlich möglich – wie auch eine Studie des britischen Energy Saving Trust besagt. Der zufolge können Verbraucher durch umweltgerechtes Nutzerverhalten den Energieverbrauch selbst bei neuesten Geräten bis auf ein Sechstel reduzieren. Andererseits variiert bei identischem Nutzerverhalten der Energieverbrauch von moderner zu veralteter Technologie um den Faktor drei. Zahlen, die deutlich machen, was hier für Potenziale vorhanden sind. Vorausgesetzt, der Wille ist da. Mit ein paar Tricks kann man also jeden Tag eine gute Tat tun.

Aufpassen und vergleichen beim Kauf neuer Geräte: Erst überlegen, dann kaufen: Was genau soll das neue Gerät eigentlich können? Hier spielen die individuellen Nutzungsanforderungen die entscheidende Rolle. Zum Beispiel: Wer mit dem PC abends und am Wochenende nur ein bisschen surfen und E-Mails schreiben will, braucht sicher keine Hardware mit exorbitant ausgestatteter Grafikkarte wie sie der begeisterte PC-Gaming-Fan benötigt. Zudem sind die meisten neuen Geräte mit so genannten Mehrkern-Prozessoren ausgestattet, so dass sich das Verhältnis zwischen Leistungsfähigkeit und Energieverbrauch schon seit langem verbessert hat. Denn die neuen Prozessoren sind leistungsfähiger, arbeiten schneller und das bei gleichzeitig geringerem Stromverbrauch.

Auf offizielle Hinweise der Hersteller achten: Augen auf beim Gerätekauf: Hersteller führen auf ihren Websites inzwischen genau auf, inwiefern ihre Produkte besonders energieeffizient arbeiten. Hilfreich zur Identifizierung sind auch Umweltzeichen und Labels, wie beispielsweise der bekannte Energy Star, der immer nur die besten 25 Prozent einer Produktgruppe zertifiziert und alle zwei Jahre überarbeitet wird.

Voreingestellte Sparfunktionen nutzen: Grundsätzlich werden PCs, Notebooks und Konsorten mit einem aktiven Power Management ausgeliefert. Werden die Geräte eine bestimmte Zeit lang nicht genutzt, so verringern sie automatisch stufenweise ihren Energieverbrauch. Dieser so genannte Standby-Zustand ist also quasi eine Art Übergangszustand, der vor allem für die Geräte notwendig ist, die nur kurz gebraucht werden, aber immer eingeschaltet sein müssen: Drucker und Kopierer beispielsweise, aber auch Faxgeräte und Anrufbeantworten gehören dazu. Rechner verfügen zudem meist über eine Wake-on-LAN-Funktion (WOL): Empfängt der PC ein Datenpaket von einem anderen Gerät, schaltet er sich selbstständig ein. Auch gibt es bereits Monitore und PCs, die nach bestimmten Nutzervorgaben automatisch in einen „0 Watt Standby-Betrieb“ umschalten. Alle, die die mitgelieferten Voreinstellungen abstellen wollen, können in Eigenregie das Power Management im Betriebssystem über den Menüpunkt Systemsteuerung ändern. Grundsätzlich lohnt es sich schon bei Pausen über 15 Minuten, den Bildschirm auszuschalten und den Computer in den Standby- oder Ruhezustand zu versetzen.

Bildschirmschoner deaktivieren: Manchmal sieht’s fein aus, aber brauchen tut es wirklich keiner: Bildschirmschoner. Sie verschwenden unnötig Energie und sollten deshalb immer deaktiviert sein. Zur Veranschaulichung: Ein PC mit einem aufwändigen 3D-Bildschirmschoner kann bis zu 50 Prozent mehr Strom verbrauchen als ohne – der Grund dafür liegt in der höheren Rechenleistung, die für derartige Animationen notwendig sind. Einfach in der Systemsteuerung ausschalten.

Auch beim Stromverbrauch von Monitoren kann gespart werden. (Quelle: PC-Spezialist)

Monitore optimal anwenden: Die einen mögen’s heller, die anderen eben dunkler: Meist werden Bildschirme mit maximal eingestellter Helligkeit ausgeliefert. Nach Expertenmeinung ist für Heimanwendungen und die Arbeit im Büro ein Wert von rund 60 Prozent Helligkeit aber ausreichend, ohne dass man sich die Augen ruiniert. Das Gute daran: In der Regel sind dadurch Energieeinsparungen von 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Maximalwert möglich. Neue hochwertige Bildschirme agieren da schon intelligenter und unterstützen die Helligkeitsanpassung automatisch in Abhängigkeit von der Umgebung. Außerdem gibt es inzwischen auch Netbooks, Notebooks und PC-Monitore mit energiesparender LED-Hintergrundbeleuchtung.

Netzstecker und schaltbare Steckdosenleisten verwenden: Einige, vor allem ältere Geräte haben keinen Schalter, der sie vollständig vom Stromnetz trennt. Ergo: Sie verbrauchen auch dann Strom, wenn sie ausgeschaltet sind. Da kann man nur noch den Netzstecker ziehen oder eine schaltbare Steckdosenleiste nutzen und diese dann ausschalten. Auch externe Steckernetzteile können’s in sich haben, wie etwa Ladegeräte für Handys. Sie verbrauchen selbst dann Energie, wenn sie ohne das dazugehörige Gerät in der Steckdose stecken.

Den Energieverbrauch messen und anzeigen: Erst wenn man es schwarz auf weiß liest, wird klar, wie viel Saft manche Geräte jeden Tag benötigen. Für eine langfristige Reduzierung des Stromverbrauchs und eine permanente Kostenkontrolle empfiehlt es sich daher, die Geräte über eine Steckdosenleiste zusammenzufassen und ein Verbrauchsmessgerät zwischenzuschalten. Das identifiziert leicht und schnellt die größten Stromfresser und hilft, durch ein stärkeres nutzungsabhängiges Ein- und Ausschalten oder Herunterfahren der Geräte langfristig bares Geld zu sparen. Umweltschutz inklusive. Mehr zum Thema hier.

2 Kommentare

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  2. Koch sagt:

    Es stellt sich die Frage ob die Verwendung sparsamer Geräte wirklich eine Reduzierung des CO2 Verbrauchs bewirkt.
    Aus meiner Sicht sind die stromerzeugenden Kraftwerke immer am Netz und stellen den Strom ständig bereit.
    Dabei ist es egal ob am anderen Ende 1000 Laptops in den Energiesparmodus fahren.

    Ich denke es bringt dann etwas, wenn mehrere kleinere flexiblere Stromerzeuger betrieben werden.

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