Business-Klasse und trotzdem für Heimanwender geeignet: HP 2310ti Touch
Author
Benjamin Thiessen, Di, 17. Aug. 2010
in Hardware

Business-Klasse und trotzdem für Heimanwender geeignet: HP 2310ti Touch

Die Übergänge bei den Anwendungen im privaten sowie im Business-Bereich sind fließend und somit ist es erst einmal nicht zu bemerken, dass der 58,4 cm (23″) große HP 2310ti für den Business-Bereich ausgelegt ist, auch für den Test im privaten Bereich in den heimischen vier Wänden eignete sich das Gerät hervorragend. Ich würde sogar sagen, dass die einzig bemerkbare Business-Eigenschaft des 2310ti auch für den Heimanwender unverzichtbar werden kann. Das Gerät ist schwer und robust. Solide möchte man mit allen positiven Assoziationen sagen. Es wiegt gute 8 kg mit Standfuß und ist 57,3 x 19,9 x 38,9 cm groß, aber wenn man das Gerät erst einmal ausgepackt und aufgestellt hat, weiß man auch sogleich: dieser Monitor wird niemals Gefahr laufen, beschädigt oder aus Versehen umgerempelt zu werden, ganz besonders nicht, wenn man Kinder hat, die um den Arbeitsplatz zuhause oder einfach um den Schreibtisch herum laufen, oder wenn man selbst ein wenig tolpatschig ist… Das Gerät steht fest auf seinem einen Bein, ist selbst hochwertig und geschlossen verarbeitet und wirkt daher wie für die Ewigkeit geschaffen. Trotzdem ist der 2310ti nicht klobig, durch das glänzende Hartplastik des schwarzen Rahmens wirkt er immer noch elegant, also ganz und gar nicht wie ein funktioneller Business-Monitor. Mit den 58,4 cm (23″) im inzwischen nicht mehr wegzudenkenden 16:9 Format ist eine perfekte Zwischengröße erreicht, die den Monitor sowohl für Internet und Office am Schreibtisch gut aussehen lässt, als auch den ein oder anderen Film, den man sich darauf anschauen will. Dafür sorgt das BrightView-Display.

Anzuschließen ist der Monitor über DVI- oder VGA-Anschluss. Wer hier den HDMI-Anschluss vermisst, dem sei gesagt: das beim HDMI-Standard mittransportierte Audiosignal über das Kabel, kann hier über ein Miniklinke-Kabel an eine ext. Anlage angeschlossen werden. Bildsignale gehen bei DVI gegenüber HDMI nicht verloren, und das Audiosignal kann sich einen anderen Weg bahnen. Beide Anschlussvarianten DVI und VGA lieferten im Test ein gutes Ergebnis, wobei der Anschluss per DVI noch ein wenig schärfer und kontrastreicher wirkte. Das Anschließen und Installieren gestaltet sich natürlich relativ einfach, vor dem Einschalten des Monitors wird der PC oder das Notebook mit dem mitgeliferten DVI- oder VGA-Kabel verbunden, dann verbindet man noch das USB-Kabel mit dem Rechner (das ist für die Touch-Funktion) und zum Schluss kommt der Strom ins Spiel. Beim Einstellen findet der Monitor die gewählte Anschlussart und stellt den Monitor entsprechend der besten oder passendsten Konfiguration ein. Im Menü kann man dann weitere wichtige Einstellungen vornehmen. Auch eine CD mit entsprechender Software (.inf-Dateien) ist im Lieferumfang. Jedoch sollte jeder aktuelle PC den Monitor eigentlich auf Anhieb erkennen. Windows installiert die Touchfunktion-Optionen dann ebenfalls automatisch bei der ersten Inbetriebnahme. Vorsicht ist nur bei Notebooks gegeben, die eine individuelle Energeiversorgung ihrer Komponenten regeln können, damit diese Strom sparen. Dort kann der Monitor auch überraschend einmal in den Schlafmodus versetzt werden, was aber nichts mit dem Monitor sondern eben mit der entsprechenden Grafikkarte und den Einstellungen im Notebook und im Betriebssystem zu tun hat.

Ins Auge fällt beim HP 2310ti das hochaufgelöste Bild und der gute Betrachtungswinkel von 160° horizontal; 160° vertikal. Das Bild bleibt auch bei vielen zusehenden Augen aus jeder Ecke des Raumes gut zu sehen und gestochen scharf. 3 ms Reaktionszeit sorgen für ein gutes und nicht verwischtes oder verwaschenes Bild auch bei Inhalten mit schnellen Bewegungen oder bei Games. Die weiteren Eigenschaften des HP sind dann ebenfalls auch für den Enduser spannend: der Monitor bringt eine echte Full HD Auflösung mit, also 1920 x 1080 p, eine Helligkeit von 275 cd/m2 und ein dynamisches Kontrastverhältnis von 40.000:1. Mag der Wert für die Helligkeit erst einmal gering erscheinen, der HP macht diesen Wert durch das sehr gute dynamische Kontrastverhältnis vollständig wett. Die Farben sind satt und nicht überstrahlend, der Kontrast ist bei allen getesteten Anwendungen als überdurchschnittlich (für die angegebenen Werte und Spezifikationen) gut einzustufen (Internet-Videos in HD, abgespielte DVDs, Office-Anwendungen und Photoshop-Bildbearbeitungen) und über oder mit all dem steht die Touch-Funktion, die eine präzise Steuerung des Systems über den Bildschirm erlaubt. Wichtig dabei ist auch der feste Stand des Monitors auf dem Standfuß, der auch bei Neigung des Bildschirms in die Horizontale keine Gefahr für die Standsicherheit erlaubt. Die Touch-Funktion ist dann auch das Schmankerl, das neben den guten Basiseigenschaften des HP 2310ti für ein sehr gutes Gesamtergebnis sorgt. Hier noch einmal die wichtigsten Vorteile des HP 2310ti: gute und solide Verarbeitung, Touch-Funktion, Full HD Auflösung, 3 ms Reaktionszeit, dynamisches Kontrastverhältnis von 40000:1, gestochen scharfes Bild. Auch wenn HP diese Serie für den Business-Bereich angelegt hat: für den Endverbraucher zuhause ist der 2310ti bestens geeignet.

11 Kommentare

  1. Martin R. sagt:

    Danke, das werde ich mir mal zu Gemüte führen…

  2. Benjamin sagt:

    Nach der Installation für die Touch-Funktion erscheint in der Systemsteuerung von Windows normalerweise eine Funktion, die da vorher nicht vorhanden war. Tablet PC-Einstellungen müsste das heißen. Es kann sein, dass da noch Einstellungen vorzunehmen sind.

  3. Martin R. sagt:

    Hallo zusammen
    Na besten dank für die Hilfe. Das USB Kabel habe ich drinne, und das OS hat mir auch gesagt, dass es den Bildschirm erkennt und die entsprechenden Treiber installiert. Aber ich kriege einfach nichts bewegt, wenn ich auf dem Bildschirm irgendwas zu bewegen versuche.
    @PHANTOMAS: was meinst Du mit „…aktuellen Stand“? Ich habe alle Updates immer mit gezogen, ist es das?

    Muss ich noch irgendeinen Registry Eintrag anpassen oder einen Service starten?

    Gruss und danke,
    Martin

  4. PHANTOMIAS sagt:

    Windows Vista? Also mit Windows 7 funktioniert es praktisch per Plug&Play.

    Für Windows Vista benötigst du aber auch keine extra Software. Einstecken des USB-Kabels und Spaß haben ist das Motto. Unter Vista stehen dir aber weniger Funktionen zur Verfügung als bei Windows 7. Schaue dir dazu das Handbuch an:
    http://h10025.www1.hp.com/ewfrf/wc/manualCategory?cc=de&lc=de&dlc=de&document=&product=4173422
    Tabelle 4-1

    Vielleicht aktualsiere, wenn nicht geschehen, deine Vista-Betriebssystem auf den aktuellen Stand?!

    Gruß PHANTOMIAS

  5. Benjamin sagt:

    Hallo,

    um die Touch-Funktion nutzen zu können, muss der Bildschirm per USB-Kabel mit dem Notebook verbunden sein.

  6. Martin R. sagt:

    Hallo
    Ich habe ein Notebook mit Vista 32Bit installiert und den Bildschirm. Doch wie kriege ich nun die Touchscreen Funktionalitäten? Was kann ich denn überhaupt bedienen? Wenn ich auf den Bildschirm tippe, wo die Maus ist, passiert einfach nichts, dasselbe auch in einem Browser oder Dokument. Muss ich noch was aktivieren?

    Gruss und danke,
    Martin

  7. PHANTOMIAS sagt:

    Er geht nicht bis zu 90 Grad zum Neigen. Höhenverstellbar ist er gar nicht.

  8. Franziska sagt:

    Hm, also welche Neigungswinkel deckt er ab und ist er höhenverstellbar?
    Vielen lieben Dank

  9. PHANTOMIAS sagt:

    Die Dokumentation kenne ich. Nunja, dann kauf ich mal, probiere aus und hoffe, dass es funktionieren wird 🙂

  10. Benjamin sagt:

    Das ist, speziell auf dieses Gerät bezogen, schwer herauszufinden. HP selbst beschreibt die Touch-Funktion des Monitors so:
    „Schnelles Überfliegen oder Durchblättern von
    langen Dokumenten oder Webseiten • Ausführen
    von Seitwärtsbewegungen mit zwei Fingern in
    breiten Dokumenten • Antippen, Greifen, Ziehen,
    Auswählen und Verschieben von Objekten auf
    einer Seite wie mit einer Maus • Ausführen von
    Rechtsklicks zum Öffnen von Dokumenten mithilfe
    eines zweiten Fingers oder durch längeres
    Gedrückthalten eines Fingers • Drehen von Karten
    oder Zoomen von Fotos, indem ein Finger
    kreisförmig bewegt wird bzw. indem zwei Finger
    aufeinander zu oder voneinander weg bewegt
    werden.“
    http://h20195.www2.hp.com/v2/GetPDF.aspx/4AA1-2248DEE.pdf

  11. PHANTOMIAS sagt:

    Schöner Bericht! Was mir leider unklar ist, ob so ein Bildschirm, denn den will ich mir eigentlich kaufen, in einem Webbrowser Gesten erkennt. Also spezielle Dinge, wie bspw. hier:
    http://dev.sencha.com/deploy/touch/examples/kitchensink/ (nur mit Apple Safari oder Google Chrome möglich) ob unter „Events“ mit einem 2-Finger-Zoom im Event-Log „pinch“ erscheint oder überhaupt ein Swipe möglich ist, da ich befürchte, dass die Browser das nicht als Gesten für die Webseite selbst, sondern allgemein sehen bspw. der Swipe zum Navigieren für eine Seite vorwärst/rückwärts in der Historie.

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