Welcome to the Third Dimension: 3D kommt in unsere Wohnzimmer
Author
admin, Mo, 13. Sep. 2010
in Aktuelles

Welcome to the Third Dimension: 3D kommt in unsere Wohnzimmer

3D bringt Leben ins Spiel - vor allem auf der Leinwand. © Hartmut910 / PIXELIO ww.pixelio.de

Avatar und Toy Story 3 sind die Kassenschlager 2010 – und haben neben den Milliardenumsätzen, die sie in die Kinokassen spülten, noch eine weitere Gemeinsamkeit: Es sind 3D-Filme, die auf der riesigen Kinoleinwand ein unvergessliches Filmerlebnis bereiten. So wundert es nicht, dass die Macher und Produzenten angesichts der immer größer werdenden 3D-Fangemeinde die Filme nun auch in die heimische Umgebung, sprich in unsere Wohnzimmer, bringen möchten. Auch wenn man für den unverfälschten 3D-Genuss immer noch eine Spezialbrille braucht. Dass das klobige Nasengerüst nicht weiter stört, belegt eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu).

So wollen sich in Deutschland 41 Prozent der Kunden in den kommenden drei Jahren ein Gerät kaufen, mit dem sie dreidimensionale Filme ansehen können. Diesem Wunsch gegenüber stehen zirka 40.000 Geräte für dreidimensionales Fernsehen, die in der Bundesrepublik bisher verkauft wurden, wie der Verband BITKOM auf der Grundlage von Daten des Marktforschers GfK kürzlich mitteilte. Weitere Branchen-Experten rechnen schon bis Jahresende mit einer sechsstelligen Zahl an 3D-tauglichen Geräten. Dem gegenüber steht derzeit (leider) noch ein relativ überschaubares Angebot dieser Filme: Selbst Avatar und seine überdimensionalen blauen Helden gibt es nicht in 3D zu kaufen – obwohl die Nachfrage definitiv vorhanden ist. Das hat auch Online-Branchenprimus Amazon erkannt, der seinen weltweit Spitzen-Kundenservice mal wieder dadurch beweist, indem er interessierten US-Kunden einen Benachrichtungsservice anbietet, der sofort Alarm schlägt, wenn der Film endlich in 3D erhältlich ist. Samsung hingegen hat den deutschen Markt im Visier und bietet ganz aktuell einen 3D-Fernseher im Paket mit zwei Brillen und dem Animationsfilm Monsters vs. Aliens an.

HDTV macht ebenfalls Spaß zum Ansehen. (Quelle: PC-Spezialist)

Grundsätzlich ist der Markt aber noch dünn besetzt: Während im Frühjahr 2010 die ersten 3D-tauglichen TV-Geräte auf den Markt kamen, werden immer noch so kleine Mengen produziert, dass die Lieferungen meist schon nach nur ein paar Tagen wieder ausverkauft sind, berichtet der Händlerverband BVT. Dem reinen 3D-Filmgenuss steht zudem eine weitere Hürde im Weg: Denn wer sich jetzt ein solches Gerät anschafft, wird in naher Zukunft auf dreidimensionale Fernsehsendungen weitgehend verzichten müssen.

Denn die Anbieter kämpfen derzeit noch an ganz anderen Fronten, wie etwa dem hochauflösenden HDTV. Und das ist für viele erst einmal Herausforderung genug. So gibt es derzeit nur vereinzelte Probesendungen und Demokanäle für 3D, etwa von den Satelliten-Anbietern Astra und Eutelsat. Außerdem ist bei den neuen Fernsehern das 3D-Erlebnis derzeit nur mit einer so genannten Shutterbrille möglich. Und die funktioniert so: Über ein Signal öffnen und schließen sich wechselseitig linkes und rechtes Brillenglas, so dass immer das richtige Auge das richtig Bild sieht und der grandiose 3D-Effekt entsteht.  Andere technische Lösungen sind aus Expertensicht derzeit einfach noch zu teuer. Aber gut Ding will wie immer Weile haben. Und bis dahin bewundern wir die blauen Avatare und spanisch-sprechenden Animations-Cowboys eben weiter durch ein spezielles Nasengestell.

1 Kommentar

  1. Angela sagt:

    Hm, und wie macht man das als Brillenträger,,,? Gibts demnächst beim Optiker 3D-Brillen in Sehstärke? 😉

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.