Die Schärfe macht das Bild: LG Flatron E2350VR
Author
Benjamin Thiessen, Fr, 24. Sep. 2010
in Hardware

Die Schärfe macht das Bild: LG Flatron E2350VR

Man mag sich kaum mehr an die grausigen ersten TFT-Bildschirme erinnern, die eine ganz furchtbare Auflösung hatten und damals gegenüber den Kathodenstrahlröhrenbildschirmen nur den einen Vorteil hatten: sie waren platzsparend. Mittlerweile hat sich das natürlich geändert. Die Bilder der neuen TFTs sind zumeist gestochen scharf und Nachteile muss man mit der Lupe suchen. Eher hat man die Qual der Wahl. Gegenüber dem letzten vorgestellten und getesten LG Monitor hat dieser 23″/59 cm große Flatron E2350VR einen entscheidenden Vorteil: Der sogenannten SUPER+ Resolution Chip skaliert geringer auflösende Inhalte auf Full HD hoch. Damit das überhaupt greifen kann, beträgt die Auflösung des Bildschirms natürlich volle 1920 x 1080 Bildpunkte. Das Hochskalieren ist im Test bei einer DVD ganz gut zu erkennen: durch die ebenfalls sehr geringe Reaktionszeit von 2 ms wirken DVDs ein klein wenig schärfer als auf einem vergleichbaren TFT-Monitor ohne SUPER+ Technologie. Das Hochskalieren kennt man im Moment eher von BluRay-Playern, die DVDs für eine höher auflösende Wiedergabe hochrechnen.

Beim diesem LG beträgt die Helligkeit einen geringfügig kleineren Wert als beim letzten getesteten Monitor, nämlich 250 cd/m². Das fällt allerdings im Praxistest nicht weiter ins Gewicht. Trotz des geringeren Wertes ist die Helligkeit ausreichend, um alle Inhalte entsprechend und natürlich hell darzustellen. Der Kontrastwert ist beim E2350VR gleich dem des 2380D. Auch hier wird ein dynamischer Wert von 5.000.000:1 erreicht. Das schlägt sich in der Bildqualität und Farbwiedergabe des Monitors wieder. Wie auch bei dem anderen Monitor sind Fotos, Videos und jede Art von Bewegtbild in sehr kontrastreichen und satten Farben wiedergegeben. Weiterhin verfügt der E2350VR auch über einen Blickwinkel von 170°, sowohl vertikal als auch horizontal und kann auch hier mit dem anderen Monitor mithalten. Auch wenn mehrere Leute vor dem Bildschirm sitzen und von der Seite auf das Display schauen, oder wenn man mehrere Monitore im Einsatz hat, die man dann evtl. schräg stellen muss, um darauf schauen zu können: das Bild bleibt bis zu einem sehr spitzen Winkel klar. Gegenüber dem 2380D verfügt der E2350VR nicht über den Hybridtuner, also nicht über die Möglichkeit, auch TV-Programme zu empfangen. Stattdessen hat der Monitor die gängigen Anschlüsse wie HDMI, DVI und VGA (oder inzwischen auch D-SUB genannt) verbaut.

Im Lieferumfang ist ein DVI- und ein VGA-Kabel enthalten, sowie ein Handbuch und ein Netzkabel. Etwas leichter ist dieser Monitor dann auch mit seinen 3 kg. Der Aufbau und die Installation gestalten sich denkbar einfach, beides ist in weniger als 5 Minuten erledigt, der E2350VR steht dann sicher an seinem Platz und trägt designmäßig den eleganten Stempel von LG. Was die Verarbeitung und die Form angeht, bekleckert sich LG wahrhaftig mit einigem an Ruhm: der Rahmen um das Display ist nur als formvollendet zu bezeichnen, für ein Gerät, mit dem man tagtäglich umgeht, sei es nun für Freizeitanwendungen oder auch für den Arbeitsbereich ist der E2350VR sehr schön gehalten. Einzig und allein die Touchtasten für die Menüführung sind wie bei dem 2380D als etwas fummelig zu bezeichnen. Der Monitor ist auch im PC-Spezialist Shop erhältlich.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.