Transparenz für die Arbeit, Spaß fürs Zuhause: der kleine HS200G Beamer von LG.
Author
Benjamin Thiessen, Fr, 19. Nov. 2010
in Hardware

Transparenz für die Arbeit, Spaß fürs Zuhause: der kleine HS200G Beamer von LG.

Der HS200G ist ein kompakter Beamer, der zuerst durch seine geringe Größe Aufmerksamkeit erregt: Die Abmessungen betragen gerade mal 183 x 60 x 122 mm (BxHxT). Auf dem Foto sieht man den Vergleich zu einer CD. Dass so ein kleines Gerät ein so großes Bild an die Wand zaubern soll, kann man sich nach dem Auspacken kaum vorstellen. Allerdings fällt beim Auspacken auch auf, warum der Beamer unter anderem so klein ist: mitgeliefert wird eine praktische Tasche, in die man den Beamer und das Zubehör verpacken kann, um ihn im Prinzip überall mit hin zu nehmen. Sei es nun zu Freunden, um einen DVD- oder Videospiele-Abend zu veranstalten oder mit in die Universität, um seine Profs zu beeindrucken, der HS200G ist überall schnell aufgebaut und angeschlossen. Präsentationen lassen sich damit professionell veranschaulichen. Somit ist der LG HS200G auch für den Business-Bereich geeignet. Im Lieferumfang befinden sich neben der Tasche auch ein VGA-, ein AV- und ein Komponenten-Kabel. Ein HDMI-Kabel ist nicht dabei. Zur schnellen Bedienung ist auch eine Fernbedienung dabei. Trotzdem schon mal ein großer Pluspunkt für die Ausstattung des Beamers.

Nachdem die LEDs die TFT- und LCD-Bildschirme erobert haben, räumen sie jetzt das Feld der Beamer von hinten auf. Die kleinen Light Emitting Diodes (LEDs eben) liefern bei dem HS200G 200 Lumen Leuchtstärke an Licht. Das scheint für einen Beamer ein bisschen wenig Leuchtstärke zu sein. Selbst der nächstgrößte Beamer bei LG hat liefert schon 1500 Lumen. Wir erinnern uns: der NEC Beamer, der hier getestet wurde, hatte sogar eine Leuchtstärke von 2500 ANSI Lumen. Wie ist diese geringe Leuchtstärke zu verstehen? Wieder einmal heißt es: Zahlen vergessen und auf die direkten Testergebnisse schauen. In der Praxis zeigte sich, dass bei dieser geringen Leuchtstärke der Raum schon komplett abgedunkelt sein muss, ansonsten ist das Bild zu schwach um gut erkennbar zu sein. Die Farbe wird von der geringen Leuchtstärke nicht beeinflusst. Generell erschienen die Bilder des LED-Beamers von LG ein wenig farbintensiver als die des NEC Beamers. Weiterhin schränkt eine andere Tatsache die Einsatzfähigkeit des LG HS200G ein wenig ein: der Abstand auf die zu projizierende Wand darf nicht zu groß sein, ansonsten wird das Bild zu unscharf. Als Projektionsabstand wird hier bei LG 0,38 – 2,03 m angegeben. Die maximale Auflösung des LG Beamers beträgt 1280 x 1024 Bildpunkte, bei dieser Auflösung kann der Beamer auch wenig weiter weg platziert werden. Die besten Ergebnisse in der Bildschärfe erreicht man allerdings bei einer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten und dem 4:3 Format. Projiziert man damit Präsentationen oder stehende Bilder wie den Desktop, ist der LG HS200G uneingeschränkt empfehlenswert. Aufbau und Installation des Beamers ist in wenigen Minuten erledigt. Nach Anschluss an den Strom kann man zwischen HDMI-, VGA- und Video-Eingang auswählen. Auch ein USB-Anschluss zur Wiedergabe von Fotos und DivX-Dateien ist vorhanden. Eher unnötig ist die Integration von Lautsprechern, die den Ton bei HDMI mit ausgeben. Sie klingen blechern und kraftlos, da wird wohl jeder Anwender auf eine externe Quelle zurückgreifen.

Auf den Bildern sieht man allerdings auch, dass die Leistung für eine kleinere Wand mit geringem Abstand zum Gerät vollkommen ausreicht. Der LG HS200G liefert auch zu Hause bei der Wiedergabe einer DVD über den HDMI-Anschluss ein sauberes und scharfes Bild. Immerhin beträgt der Kontrastwert noch 2000 : 1. Sogar StarCraft II sah mit dem Beamer über HDMI recht passabel aus. Was die Einstellungen angeht, hat man sowohl über die eigene Grafikkarte als auch über den Beamer die Möglichkeit, solange verschiedene Modi auszuprobieren, bis man den richtigen gefunden hat. Dazu muss man vor allen Dingen bei der Helligkeit und dem Kontrast ein bisschen herumprobieren. Die Voreinstellungen helfen zwar einen schnellen Überblick zu bekommen, die teilweise auf 50% heruntergeregelten Werte bei Helligkeit und Kontrast sind aber mehr oder weniger unbrauchbar. Man kann eigentlich sagen, dass man sowohl Helligkeit als auch Kontrast auf maximal eingestellt lassen muss. Die Farbintensivität kann man dafür ein wenig herausregeln. Wichtig ist natürlich auch die Funktion, die Trapezform des projizierten Bildes angleichen zu können. Gerade zu Hause, wo man was den Standort des Gerätes angeht, ein bisschen improvisieren muss, ist diese Funktion sehr wichtig (an der unteren Seite befindet sich aber auch eine Stellschraube zur Neigungseinstellung).

Fazit: Ist es nun sinnvoll, einen LED-Beamer anzuschaffen? Die projizierten Bilder sind alle von der Helligkeit und dem Kontrast so einstellbar, dass sie eine passable Qualität abliefern. Seien es nun Präsentationen unterwegs oder DVDs zu Hause. Der HS200G ist praktisch und kompakt und liefert einiges an Zubehör. Laut Hersteller halten die LEDs auch länger als die herkömmlichen Lampen für Beamer. Die Leuchtstärke ist bei diesem Anwendungen allerdings auch schon an ihrem Maximum angekommen, weniger Leuchtstärke geht in keinem Fall. Die Bedienung des Beamers ist ebenfalls als sehr leicht zu bezeichnen. Mit den geringen Abmessungen eignet sich das Gerät auch gerade für etwas kleinere Umgebungen. Als Einstiegsgerät eignet sich der LG HS200G auf jeden Fall.

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