Ausbaufähig: Tablet-PC mobii tegra von Point of View
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admin, Fr, 24. Jun. 2011
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Ausbaufähig: Tablet-PC mobii tegra von Point of View

Tablet PCs sind stylisch und schick, auch wenn es keine iPads sind, und ihre Beliebtheit nimmt immer mehr zu. Sie sind noch leichter und schlanker als ein Netbook und können so durchaus noch Platz in einer größeren Handtasche finden. Man könnte auch sagen: ein überdimensionales Smartphone, oder eine Mischung aus Smartphone und Netbook. Der Vorteil im Vergleich zum Smartphone ist die größere Displayfläche, wobei es auch Tablets mit kleineren Displays als 10“ gibt. Im Vergleich zum Netbook liegt der Vorteil im geringeren Gewicht und den kleineren Abmessungen – quasi ein Netbook ohne Deckel. Alles in allem spricht also vieles für ein Tablet, das natürlich überwiegend unterwegs benutzt wird um im Internet surfen, Videos zu schauen, zu spielen und elektronische Bücher zu lesen.Aber: Nicht jedes Tablet verursacht Freude pur. Diese Erfahrung mussten wir bzw. ich leider vor kurzem in der Online Redaktion machen, und zwar mit den Testgeräten von Point of View. Ich habe 2 davon einem kurzen Gebrauchstest unterzogen, und das Ergebnis war in beiden Fällen mehr oder weniger enttäuschend. Fangen wir hier mit dem etwas besseren Tablet an, dem mobii Tegra. Zu dem 2. Tablet gibts noch einen separaten Beitrag von mir hier im Blog.

Die technischen Spezifikationen klingen erstmal durchaus überzeugend, aber die Umsetzung in die Praxis erfüllt diese Erwartungen leider so gut wie gar nicht. Was gleich als erstes auffällt: das Gerät ist ziemlich schwer, ca. 740g. Das ist nicht gerade handlich. Übrigens wiegt auch das iPad um die 700g – ich habe schon einige entsprechende Klagen von Besitzern dazu gehört. Aber sowas nennt man wohl Jammern auf hohem Niveau 😉

Der zweite auffällige Punkt: das spiegelnde 25,6cm bzw. 10,1“ Glanz-Display, das schon bei der kleinsten Änderung des Blickwinkels ein nahezu unerkennbares Bild wiedergibt. Von den ganzen Fingerabdrücken und Wischspuren ganz zu schweigen. Der Touchscreen reagiert teilweise unpräzise, was vor allem beim Tippen sehr nervig ist. Zudem ist es entweder sehr träge oder wird auf einmal so fix, dass es einem schwindelig wird.

Die Einrichtung der WLAN-Verbindung und meines E-Mail-Kontos war erfreulich einfach und sorgte für einige kurze Glücksmomente. Allerdings machten sich bei der Internetverbindung durchaus Schwächen bemerkbar: das verbaute WLAN-Moduls beherrscht nur den 802.11b+g Standard. Der Empfang war damit nicht immer überzeugend, einige Seiten bauten sich nur sehr langsam auf und das Abspielen von Videos lief dadurch sehr abgehackt. Leider lässt sich das Symbol für die Stärke des WLAN Empfangs auf dem Display nur sehr schlecht zu erkennen. Ein weiterer Minuspunkt für das Display an dieser Stelle für die unscharfe Darstellung. Da mir mein altes Sony Notebook an gleicher Position für den WLAN Zugang einen „hervorragenden“ Empfang bestätigte, lag es also nicht an der WLAN Verbindung selbst. Die Software des mobii läuft auch nicht immer ganz einwandfrei, es gibt häufig Aufhänger und Abstürze. Die Menüführung/Bedienung konnte ich auch nicht intuitiv nachvollziehen, ob das generell so bei Android ist, kann ich nicht sagen mangels Erfahrung. Einige Apps ließen sich z.B. nicht per Befehl beenden und als ich mein testweise angelegtes E-Mail-Konto wieder löschen wollte, habe ich lange gesucht und doch nichts gefunden- letztendlich habe ich einem Reset gemacht. Das geht bestimmt auch anders, nein, besser!

Gibts auch was Positives am mobii tegra? Aus meiner Sicht leider nicht sehr viel. Es hat einen HDMI-Anschluss, so dass man z.B. Fotos auf dem Fernseher gucken kann. Und wer ein wenig Recherche im Netz betreibt, findet Hinweise auf die Baugleichheit mit einem anderen Tablet Modell, für das andere (und anscheinend bessere) Firmware zur Verfügung steht. Mit einigen Anpassungen soll es dann durchaus passabel sein und auch die Nutzung des Google  App Store ermöglichen. Wenn man also etwas Zeit und Mühe investieren möchte, ist der Preis von ca. 300 EUR fast ein Schnäppchen. Das schlechte Display, die langsame Internetverbindung und auch das Gewicht bleiben für mich aber trotzdem als Minuspunkte bestehen. Vorsichtig ausgedrückt: das mobii tegra ist definitiv ausbaufähig.

3 Kommentare

  1. longi sagt:

    Mach Mal CM7 oder Modaco R8 drauf. Das rennt das Teil richtig. Zig mal besser als ein iPad

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