Tablet-Vergnügen mit Abstrichen: Point of View Mobii Tegra
Author
Benjamin Thiessen, Di, 28. Jun. 2011
in Testberichte

Tablet-Vergnügen mit Abstrichen: Point of View Mobii Tegra

Das Tablet-Vergnügen ist ein recht einfaches: man stelle sich ein Gerät vor, dass nicht zu schwer und nicht zu leicht ist, das man nicht umständlich über eine Tastatur bedienen muss und dass dazu auch noch gut ausgestattet ist. Auf Tablets kann man so das Internet neu kennenlernen. Einkaufen, Surfen, Social Networking, alles kann über Apps – kleine Programme – funktionieren, muss es aber nicht. Klassisches Surfen ist auf den Tablets ebenfalls möglich. Mit all diesen Features sind die meisten Tablets heutzutage dann auch ausgestattet. Zusätzlich gibt es meist eine eingebaute Webcam und ein Mikrofon und man kann sich im Prinzip aussuchen, ob man nun lieber einen großen und einen kleinen Tablet-PC haben möchte. Um am Abend auf dem Sofa noch einmal zu surfen und ein paar Videos zu schauen, sind Tablet-PCs bestens geeignet. Wer Office-Software oft und vielleicht auch für den Job verwendet, braucht vielleicht dann doch ein Netbook mit richtiger Tastatur. Tablet-PCs gibt es inzwischen von fast allen namhaften Herstellern.

Das Point of View Mobii Tegra Tablet mit aufgerufener Webseite im Browser.

Bei dem Point of View Mobii Tegra kommt einiges an guten Komponenten und Eigenschaften zusammen. Das Display hat eine Größe von 10,1“, was inzwischen den Standard der größeren Tablet-PCs darstellt. Die Auflösung des Displays erreicht 1020 x 600 Bildpunkte. Als Prozessor fungiert ein ARM Cortex, der mit 1 GHz Taktung zu Buche schlägt und somit auch genügend Leistung für alle erforderlichen Apps bringen sollte. Als Arbeitsspeicher sind 512 MB eingebaut. Das ist allerdings für ein Tablet dieser Größe schon ein bisschen gering angesetzt. Im Test funktionierte die erste Inbetriebnahme reibungslos. Wer derzeit ein HTC oder ein Samsung Smartphone besitzt, wird sich auch schnell bei dem Point of View Tablet zurechtfinden, denn dieses verwendet eine modifizierte Version des Android 2.2 Betriebssystems. Auf dem Startbildschirm sind wichtige Funktionen wie Mail und Browser sowie kleine Anzeigen für das Wetter bereits enthalten, alle weiteren Apps wie Spiele und Social Networking kann man sich im Android Market runterladen und installieren. Die Installationen verlaufen dabei nicht immer so ganz rund und reibungslos aber letztendlich klappt doch alles. Die Bediendung über das kapazitive Display ist allerdings im Gegensatz zu großen Konkurrenten ein wenig mühselig. So muss man sich ein bisschen an die Steuerung und die Reaktionsgeschwindigkeit des Displays gewöhnen. Man sollte das Tablet nicht überfordern, ansonsten kann man schon einmal einen falschen Punkt auf dem Display antippen und somit etwas Ungewolltes ansteuern. Letztendlich gelingt das Surfen aber doch reibungslos. Das Point of View Tablet ruft alle Internetseiten mühelos und schnell auf und spielt auch Flash-Videos ab.

Die Fakten: 10,1" Display, 1 GHz Prozessor, 512 MB Arbeitsspeicher, 512 MB Flash-Speicher, microSDHC-Slot, HDMI-Anschluss, USB, Android 2.2, Webcam und Mikrofon

Als Krönung verfügt es über einen HDMI-Ausgang, mit dem man zwar kein hochauflösendes Bild auf einen LCD-TV bekommt, aber um mal eben von einem Stick einen Film auf dem Fernseher abzuspielen, einen privaten Urlaubsfilm z.B., reicht das vollkommen aus. Womit wir auch schon bei einem weiteren großen Vorteil sind: die Erweiterung des Tablet-PCs mit zusätzlichem Speicher über Sticks. Das klappt bei dem Point of View Tablet einwandfrei. Hier müssen die großen Konkurrenten vielleicht noch einmal umdenken. Was kleinere Hersteller wie Point of View vielleicht bei einigen kleinen Usability-Fähigkeiten einstreichen müssen, machen sie durch Kompatibilität wieder wett. Neben einem USB-Anschluss ist auch ein Slot für microSD-Karten vorhanden. Der Speicher kann so dauerhaft von 512 MB auf mehrere GB erhöht werden, da auch micro-SDHC Karten verarbeitet werden können. Man kann also durchaus auf dem Tablet seine Foto- und Musiksammlung spazieren führen und sichern. Überraschend ist auch die Qualität der Webcam, die im Test mit guten Fotos überzeugen konnte. Allein das eingebaute Mikrofon erzeugte eher blecherne Aufnahmen.

Alles in allem ist das Arbeiten und Hantieren mit dem Point of View Tablet noch etwas holprig und gestaltet sich in der Usability nicht ganz so reibungslos. Wer allerdings Lust auf ein Tablet-PC hat und sich auch auf ein Gerät einlassen kann, mit dem vielleicht nicht gleich alles auf Anhieb klappt, der kann hier auf jeden Fall zugreifen. Das Point of View Tablet bringt definitiv Vorteile wie Speichererweiterung, USB-Anschluss und HDMI mit.

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