Applikation – Server in der SAGE Office Line Evolution 2012 (6.0)
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admin, Mi, 20. Jul. 2011
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Applikation – Server in der SAGE Office Line Evolution 2012 (6.0)

Applikation – Server in der SAGE Office Line Evolution 2012 (6.0)

In der heutigen vernetzten und globalisierten Welt ist es erforderlich, Inhouse-Anwendungen über Standards auch nach außen zu öffnen. Um dies zu gewährleisten wird eine Infrastruktur benötigt, die es erlaubt, nach außen öffentliche Services zur Verfügung zu stellen, die intern mit der Anwendung
kommunizieren. Die möglicherweise parallel eintreffenden Anfragen müssen auf die jeweilige Anwendungsfunktionalität verteilt, parallel verarbeitet und beantwortet werden. Genau dies stellt der Applikationsserver zur Verfügung.

ERP-Applikationen wie z.B. die Office Line sind in der Regel prinzipiell als Rich-Client Applikation ausgelegt. Jegliche Applikationslogik wird im Prozess des Clients ausgeführt und ist für das verwendete Client – DB-Server Modell optimiert. Nebenläufigkeit muss auf Grund
des seriellen, am UI orientierten Prozessmodells, nicht beachtet werden. Zusätzlich sind solche Applikationen in der Regel statusbehaftet konzipiert. Im Falle der Office Line verwendet jeder Client seine eigene Instanz, die über die gesamte Lebenszeit erhalten bleibt. Eine Instanz besteht im Wesentlichen aus einem „Mandant“-Objekt, das wiederum die Verbindung zu den verwendeten Ressourcen hält. Dazu gehören Datenbankverbindungen aber auch Daten, die in einem Cache abgelegt sind. Die Komponenten der Geschäftslogik verwenden dieses Objekt zur Implementierung ihrer Logik.

Eine serverseitige Applikation muss jedoch dazu in der Lage sein, mehrere Anfragen von verschiedenen Benutzern gegen unterschiedliche Ressourcen parallel auszuführen. D.h. hier muss Nebenläufigkeit beachtet werden. Auch wenn die Anfragen in eigenen Instanzen bearbeitet werden, muss jedoch der Zugriff auf gemeinsame Ressourcen des Prozesses synchronisiert werden. Dies betrifft insbesondere statische Variablen und Methoden.

Die Implementierung der Synchronisierung von nebenläufigen Threads ist komplex, Fehleranfällig (Deadlocks) und in der bestehenden Anwendung nur mit größtem Aufwand durchführbar. Die Initialisierung eines Applikationskerns ist relativ teuer im Vergleich zu der Ausführungszeit einer Anfrage. Um zu einem akzeptablen Zeitverhalten zu kommen, ist ein Pooling von statusbehafteten Applikationskernen unerlässlich.
Die notwendige Anzahl dieser Kerne mit unterschiedlichem Status sollte jedoch so gering wie möglich gehalten werden, da jede Instanz Ressourcen verbraucht. Die Hauptaufgaben des Applikationsservers sind also:

* Isolierung der Anwendung für parallele Ausführung

* Pooling von Applikationskernen

Unter folgenden Rahmenbedingungen:

* Die Umsetzung ist relativ unabhängig von der gehosteten Applikation.

* Die Implementierung von Server-seitiger Logik (Services) sollte genauso einfach möglich sein, wie die heutige, Client-seitige Implementierung von Geschäftslogik. Die Code-Basis ist dabei immer die gleiche.

* Per Applikationsserver kann immer nur genau eine Applikation gehostet werden
Letztendlich stellt der Applikationsserver Infrastruktur zur Verfügung, auf
deren Basis Services entwickelt, gehostet und veröffentlicht werden können.

-Quelle: SAGE Software GmbH

1 Kommentar

  1. Albrecht Heinsen sagt:

    ich würde gern mehr Informationen zum Application Server der SAGE evolution Office Line haben.
    Gibt es ein technisches Handbuch oder gar Schulungen hierfür, Wenn Ja, dann Wo?
    Gruß. A.Heinsen

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