Es muss nicht immer schnurlos sein: Powerline statt WLAN
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admin, Fr, 26. Aug. 2011
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Es muss nicht immer schnurlos sein: Powerline statt WLAN

WLAN ist sicherlich eine tolle Sache – wenn es denn funktioniert. Bei mir zu Hause tat es das nicht. Da mein Desktop-PC kein WLAN hat, hatte ich mir zunächst einen WLAN-USB-Stick angeschafft um damit die Internetverbindung herzustellen. Bisher lag dafür ein 15m Kabel quer durch die halbe Wohnung, was einfach genervt hat.Leider hat es mit dem WLAN nicht geklappt. Unser etwas betagter Router hat sich hartnäckig geweigert mit dem Stick zu kommunizieren (genauso hartnäckig weigert er sich auch meinen AIO Drucker ins Netzwerk zu lassen – aber das ist eine andere Geschichte!) und wollte partout den Rechner nicht einbinden. Nach dem x-ten erfolglosen Versuch den endlosen Verschlüsselungscode einzugeben, wurde das Experiment WLAN abgebrochen und der Stick zurückgeschickt. Das lange Kabel störte aber nach wie vor. Nur wollte ich nicht unbedingt einen erneuten Versuch in Sachen WLAN Stick unternehmen, zumal mein Schreibtisch samt Rechner sich hinter einem soliden Raumteiler verstecken – Empfang grenzwertig. Zufällig bin ich dann bei meiner täglichen Arbeit auf etwas aufmerksam geworden: Netzwerk / Internet aus der Steckdose, oder auch Powerline oder PowerLAN genannt. Anbieter solcher Geräte gibt es reichlich, z.B. gibt’s hier im PC-Spezialist Shop solche Powerline Adapter von Devolo.

Powerline Adapter von Devolo

Einfache Alternative zu WLAN: Netzwerk aus der Steckdose | Quelle: pcspezialist.de

Das Prinzip ist ganz einfach: da wo dem WLAN gewisse Grenzen gesetzt sind, kann man das vorhandene Stromnetz für die Datenübertragung nutzen und so ein Netzwerk aufbauen. Bohren, Kabel verlegen etc. nicht erforderlich.
Ich habe mir einige Rezensionen zu solchen Produkten im Internet angeschaut und habe viel Positives und wenig Kritik gefunden. In  der Regel funktionieren diese Adapter nicht an Mehrfachsteckleisten, aber auch dazu gibt es wohl Ausnahmen. Unsere Geräte von Allnet gehört übrigens nicht dazu 😉
Bestellt habe ich dann ein Set aus 2 Adaptern mit 200 MPS Übertragungsrate, dieser Standard heisst HomePlug AV. Der eine Adapter wird per Netzwerkkabel mit dem Router verbunden und in eine freie Steckdose, möglichst nahe am Router, eingesteckt. Den 2. Adapter habe ich direkt neben meinem Schreibtisch eingestöpselt und von dort aus brauchte ich nur ein weiteres (kurzes) Netzwerkkabel für die Verbindung zu meinem PC.
Und das wars! Es hat sofort funktioniert, man brauchte nichts konfigurieren, keine ellenlangen Netzwerkschlüssel eingeben (128-bit AES-Verschlüsselung ist schon vorhanden)… Und die ständige Stolperfalle, sprich das vorherige 15m Kabel, ist nun auch Geschichte!
Lt. Hersteller beträgt der Stromverbrauch dieser Adapter maximal 3.9 Watt – damit kann ich gut leben. Und erweiterbar ist das Ganze auch noch, bis zu 15 Adapter können angeschlossen werden.  Die sollten aber vom gleichen Hersteller sein, Adapter unterschiedlicher Herstellern sind evtl. inkompatibel.  Wer also in einer WLAN-unfreundlichen Umgebung ist, aber alternativ genug Steckdosen dort hat, wo man sie braucht, kann durchaus wieder zum (sehr kurzen!) Kabel greifen. Für mich ist Powerline eine super einfache und bequeme Lösung.

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