Hbb-TV oder IPTV? Internet am und im Fernseher kurz erklärt.
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Benjamin Thiessen, Do, 22. Dez. 2011
in Allgemein

Hbb-TV oder IPTV? Internet am und im Fernseher kurz erklärt.

YouTube läuft nicht mehr nur auf Displays, an denen ein Notebook oder PC angeschlossen ist. Auch am Fernseher wird nicht nur fern gesehen. Videotext ist eine seit Jahrzehnten etablierte Zusatzfunktion, über die sich Infos zum Programm abrufen lassen können. Hbb-TV ist nun eine erweiterte Videotext-Funktion, in der es eben nicht mehr nur Text gibt, sondern – ermöglich durch die hohen Bandbreiten und Übertragungsraten im Internet – auch höher auflösende Videos und Fotos sowie hochwertigere Informationen rund um Fernsehprogramme. Derzeit funktioniert Hbb-TV zumeist wie ein erweiterter Programmführer.

Hbb-TV: Empfangen wird Hbb-TV entweder über Receiver, die diese Funktion unterstützen, wahlweise gibt es aber schon Fernsehgeräte, die die Hbb-TV Funktion von Hause aus integriert haben. Hbb-TV kostet nichts extra, für die Sender ist Hbb-TV eine Mehrwertleistung, die als Servcie angesehen wird. Als eigenes Programm ist Hbb-TV nicht anzusehen, auch wenn irgendwann zeitversetztes Fernsehen über Hbb-TV möglich sein wird. Hbb-TV hat den Vorteil, dass es standardisiert ist.

IPTV: Vorteile wie zeitversetztes Fernsehen gibt es jetzt auch schon durch andere Angebote. Aber sind alle internetbasierten Zusatzinformationen und -programme Hbb-TV? Nein. Denn die Nutzung von anderen Programmen oder Apps über den Bildschirm des Fernsehers sind evtl. gar nicht an die ausstrahlenden Sender gebunden. Dann hat man es eher mit IPTV zu tun. Diese Varianten nutzen eher den großen Bildschirm des Fernsehers und verbinden Inhalte außerhalb der der Fernsehsender mit den Möglichkeiten, die das Internet bietet.

Hersteller-Angebote: Die Hersteller kochen inzwischen gerne ihr eigenes Süppchen, wenn es um die Verbindung von Internet und Fernsehgerät geht. Da sie durch eigene attraktive in das Gerät eingebundene Dienste gute Werbung für ihr Gerät machen können, nennt z.B. Samsung das Smart TV und Panasonic Viera Cast. Meistens geht es hier um Einbindungen von YouTube oder Wetter-Apps sowie andere Online-Mediatheken. Ob sich ein Standard durchsetzt, der irgendwann so weit verbreitet genutzt wird wie Videotext heute, wird sicherlich nicht schon in 2012 geklärt sein.

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