iBooks Author von Apple: E-Books selber erstellen und hochladen.
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Benjamin Thiessen, Do, 19. Jan. 2012
in Aktuelles

iBooks Author von Apple: E-Books selber erstellen und hochladen.

iBooks Author Screenshot aus Mac OS X Lion: Eine der Vorlagen zur Erstellung eines eigenen Buchs.

Apple hat auf seinem Education Event iBooks Author vorgestellt, eine Software für OS X Lion auf iMacs und Macbooks sowie besonders für das iPad. Zumindest stellt Apple das iPad dabei besonders heraus. Nachdem es schon seit Jahren einen Haufen Plattformen für selbstgemachte Musik gibt, wird es das demnächst auch für Bücher geben. Dass man seine eigenen Texte überall ins Internet und für jeden zugänglich hochladen kann, das wissen wir schon seit Ewigkeiten, dieses Weblog ist ja das beste Beispiel dafür. Aber Apple hat das Talent, die Dinge zu standardisieren und zentralisieren. Und genau das wird wohl mit iBooks Author passieren.

iBooks Author ist zunächst einmal eine Software. Innerhalb dieser Software kann man mehr oder weniger ein angemessen illustriertes E-Book herstellen und dann für alle im iBook Store bereitstellen. Diese E-Books können interaktiv sein und sind schnell in ansprechendem Design herstellbar. In die E-Books kann alles mögliche eingefügt werden. Externe Word-Dokumente, Bilder und Animationen, und das Ganze kommt überhaupt mit einem gewissen WYSIWYG-Look and Feel. Wenn GarageBand für Musikproduzenten das Musikstudio für Zuhause war, dann ist iBooks Author der kleine Verlag für Zuhause.

Das Besondere ist natürlich, dass Apple gleichzeitig iBook 2 vorgestellt hat und im Zusammenhang mit iBook 2 wird es Schulbücher über iBooks Author geben. Es scheint, als wollten Apple über kurz oder lang weg vom Schulbuch aus Papier und hin zum iPad Tablet-PC in den Klassenräumen. Eine ernsthafte Zusammenarbeit mit den drei größten Schulbuchverlagen in den USA ist dabei schon gestartet.

Nachdem die Buchindustrie sowieso schon seit Jahren meckert – so wie überhaupt jede Industrie, die etwas mit handfesten analogen Medien zu tun hat, wird sie jetzt endgültig anfangen zu meckern. Ob das nun das Ende der Schulbücher sein soll oder wird, wer kann das schon voraussagen? Der wichtigste Kritikpunkt wird wohl sein, dass man beim Hochladen im iBook Store Verlage umgehen kann. Im Falle der Schulbücher findet das natürlich nicht statt, aber es werden jetzt sicherlich lauter Leute ihre Ratgeber anfangen hochzuladen. Im Verlagswesen wird es vielleicht dadurch genauso spannend wie in der Musikindustrie.

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