Ehemalige Nutzer von Kino.to könnten Probleme bekommen.
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Benjamin Thiessen, Mo, 13. Feb. 2012
in Aktuelles

Ehemalige Nutzer von Kino.to könnten Probleme bekommen.

Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet darüber, dass ehemals zahlende Nutzer der Plattform Kino.to vielleicht mit einer Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft rechnen müssen. Zurückzuführen ist dies auf die Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig, nachdem auch Streaming unter Urheberrechtsverletzung fallen kann. Beim Streaming werden temporär Dateien auf dem eigenen Computer gespeichert, die aber eigentlich nicht für eine längere Speicherung vorgesehen sind. Gestreamte Inhalte stehen den Nutzern zumeist nach Ende eines Streams nicht mehr zur Verfügung. Jedoch wies der zuständige Richter in einem Urteil darauf hin, dass auch hinter Streaming eine Vervielfältigungshandlung stehen könnte.

Der Rechtsanwalt Udo Vetter sieht allerdings etwas anders. Eine Urheberrechtsverletzung sei erst dann begangen, wenn eine Vervielfältigung stattgefunden hat. Was uns zu der allseits beliebten und immer noch sehr heiß gehandelten Frage nach dem geistigen Eigentum führt. Diese Diskussion wird noch sehr lange so weitergehen. Und eine wirkliche Entwarnung für die Premium-Nutzer von illegalen Streaming-Plattformen kann da nicht ausgesprochen werden. Ein Umbruch im Denken über geistiges Eigentum findet definitiv statt. Ob dies nun zu einer Gesetzesänderung führt, das ist noch dahingestellt. Und außerdem wird es lange dauern.

 

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