„Ein Computerladen war mein Kindheitstraum“
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admin, Do, 22. Mrz. 2012
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„Ein Computerladen war mein Kindheitstraum“

In der Nähe von Gunzenhausen befinden sich Überreste des "Limes" (Foto: Horstschaefer)

Diese Woche führt die Blog-Rundreise durch das deutschlandweite Netzwerk von PC-SPEZIALIST nach Gunzenhausen im bayerischen Mittelfranken. Der Ort mit rund 16.000 Einwohnern liegt gut 50 km südlich von Nürnberg und 30 km von der nächsten größeren Stadt Ansbach entfernt. Gunzenhausen gehört zwar sicher nicht zu den größten Orten Deutschlands, kann aber eine lange zurückreichende Geschichte vorweisen, wie die Überreste eines Römerkastels am nahe der Stadt verlaufenden Grenzwall Limes belegen.

Im Zentrum von Gunzenhausen eröffneten 2007 die Brüder Marco und Tobias Pfenninger das „GamersEmpire“. „Die Idee, einmal einen Computerladen aufzumachen, hatte ich schon, als ich klein war“, erzählt Marco Pfenninger. „Doch war das immer mehr ein Traum und habe ich mir mit der Zeit gedacht, dass daraus eh nie etwas wird.“ Währenddessen blieb sein Bruder Tobias nicht untätig und meldete, nachdem er im Freundes- und näheren Bekanntenkreis immer mal wieder für das Zusammenbasteln von PCs beauftragt wurde, ein eigenes Gewerbe an – allerdings noch ohne dazugehöriges Ladengeschäft. „Das kam dann erst 2007, als wir beschlossen haben, uns zusammenzutun.“

Der PC-SPEZIALIST Store befindet sich im Zentrum von Gunzenhausen

Die Arbeitsteilung zwischen den Brüdern lag dabei auf der Hand: Während Marco Pfenninger der typische Bastler ist und sich deshalb mehr um das Werkstatt-Geschäft kümmert, hat sein Bruder eine kaufmännische Ausbildung absolviert und erledigt bevorzugt die Büro- und Backoffice-Arbeit. Die gemeinsame Geschäftsgründung haben die beiden Brüder bis heute nicht bereut: „Wir kennen uns schon ein Leben lang und gerade deshalb können wir auch alles miteinander machen und uns auch alles sagen“, erklärt Marco Pfenninger. Wenn es darum geht, ein Geschäft mit einem Partner zu gründen, kommen für ihn ohnehin nur zwei Möglichkeiten in Frage: „Entweder man macht das mit einem Fremden, dann aber nach strikten Regeln. Oder zusammen mit seinem Bruder, dann kann man sich auch einmal anbrüllen, ohne dass dadurch gleich ein bleibender Schaden entsteht.“

Den Pfenninger-Brüdern kam bei der gemeinsamen Geschäftsgründung entgegen, dass beide eine große Leidenschaft für PC-Games teilen. „Deshalb sind wir auch zuerst als ‚GamersEmpire‘ gestartet und haben uns vor allen an die Zocker im Ort gerichtet.“ Doch habe sich schnell herausgestellt, dass das alleine nicht ausreiche. „Wir haben zwar auch schon damals Hardware und PC-Services angeboten, doch haben die Laufkunden uns nur als Gamer-Laden wahrgenommen.“ Selbst Kunden, die regelmäßig Spiele bei den Pfenningers kauften, hätten erst mit der Zeit überrascht festgestellt: „Ach, Ihr habt ja auch PCs!“

Blick ins Laden-Innere

2010 entschlossen sich Marco und Tobias Pfenninger, deshalb der Franchisekette PC-SPEZIALIST beizutreten. „Der Name war dabei der Hauptgrund für unseren Beitritt.“ Bereits zuvor habe man als Einkaufspartner der PC-SPEZIALIST Muttergesellschaft Synaxon seine Waren über die Verbundgruppe bezogen, doch erst durch die offizielle Mitgliedschaft nehme nun auch die Kundschaft in der Kleinstadt wahr, dass das Hauptaugenmerk der Pfenningers auf Hardware und Dienstleistungen liege. „Allerdings fahren wir zweigleisig und bedienen auch weiterhin unter dem alten Namen unsere Gamer-Kunden.“ Der Erfolg gibt den Brüdern dabei recht: Inzwischen beschäftigen die beiden auch einen vollangestellten Techniker und eine Aushilfe. Und im kommenden August will PC-SPEZIALIST Gunzenhausen seine Premiere als Ausbildungsbetrieb starten und zusätzlich einen Azubi zum Systemkaufmann einstellen.

Im zweiten Teil unseres Berichts aus Gunzenhausen gibt es morgen zu lesen, wie Gamer-Kunden den Pfenningers auch zu Gewerbeaufträgen verhelfen und welche Rolle selbstassemblierte PCs dabei spielen.

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