Heeft u ook meer geheugen hebben?
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admin, Mo, 7. Mai. 2012
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Heeft u ook meer geheugen hebben?

Wollte erst, durfte aber nicht: Das heutige PC-SPEZIALIST Geschäft in Ochtrup

Eigentlich wollte Holger Scheer ganz einfach PC-SPEZIALIST Franchisenehmer werden. Der Computerhändler aus Ochtrup war bereits seit mehreren Jahren Mitglied der ebenfalls zur Muttergesellschaft Synaxon gehörenden Einkaufsgemeinschaft Microtrend und interessierte sich für die Vorteile des Markenauftritts von PC-SPEZIALIST. Doch aus dem geplanten Beitritt wurde nichts: Der PC-SPEZIALIST Händler im benachbarten Ahaus bestand auf seinem vertraglich festgelegten Gebietsschutz. „Der war nicht umzustimmen und so wurde aus meinem Beitritt zu PC-SPEZIALIST erstmals nichts“, berichtet Scheer. Als das Geschäft in Ahaus einige Zeit später wegen unternehmerischer Fehler in eine wirtschaftliche Schieflage geriet, erinnerte man sich in der PC-SPEZIALIST Zentrale aber an Scheer und fragte ihn, ob er nicht zur Übernahme des Standorts in der Nachbarstadt bereit sei. „Ich war erst überrascht und habe gedacht, das macht keinen Sinn. Doch als ich gesehen habe, wie gut der Laden läuft, habe ich doch ja gesagt.“ Also wurde Holger Scheer Mitte 2011 doch noch PC-SPEZIALIST Partner, allerdings in Ahaus. „Das Geschäft in Ochtrup wurde dann Ende 2011 ebenfalls zu PC-SPEZIALIST mitgezogen“, erzählt der erfahrene Computerhändler.

Blick in den 2011 von Holger Scheer übernommenen PC-SPEZIALIST Store in Ahaus

Mit seinen beiden Geschäften versorgt Scheer nun den gesamten Bereich im westlichen Münsterland, einer Gegend die von einigen Eigenheiten geprägt wird. „Vor allem in Ochtrup spielt die Grenzlage zu den Niederlanden eine große Rolle“, berichtet Scheer. Auch wenn die Unterschiede heute nicht mehr so groß seien, sei Elektronik in den Niederlanden traditionell teurer und kämen daher auch viele holländische Kunden zu PC-SPEZIALIST in Ochtrup. Scheer hat sich gut auf seine Kunden aus dem Nachbarland eingestellt: „Niederländisch ist hier für viele eine Art zweite Sprache und die meisten holländischen Kunden verstehe ich sehr gut. Umgekehrt sprechen auch die meisten Holländer in der Gegend sehr gut deutsch.“

Eine beliebte Frage bei Scheers niederländischen Kunden ist sicherlich „Heeft u ook meer geheugen hebben?“ (Laut Google Translate: „Hast Du auch einen größeren Speicher?“) Denn mit seinen beiden PC-SPEZIALIST Geschäften setzt Scheer stark auf individuell gefertigte PCs und verkauft auch Notebooks nur ungern „von der Stange“: „Wir bauen oft eine SSD-Disk statt einer Festplatte in die Notebooks. Das schlägt das normale Notebook um Längen und die Kunden zahlen dafür gerne einen kleinen Mehrpreis.“ Zudem biete diese Werkstattleistung auch einen Mehrwert, mit dem man sich positiv vom Wettbewerb unterscheiden könne. „Das ist ein Know-How, das die bei Media Markt nicht haben“, erklärt Scheer schmunzelnd.

PC-SPEZIALIST Ahaus in der Außenansicht

Die Fachkompetenz von Scheer und seinen insgesamt vier Mitarbeitern wird von den Kunden in Ochtrup und Ahaus gleichermaßen geschätzt. An beiden Standorten machen Privatkunden rund die Hälfte aus, den Rest teilen sich Geschäftskunden – und Schulen. Das Vorurteil, dass die Hardware dort nicht immer auf dem neuesten Stand ist, kann auch Scheer nicht entkräften: „In einem Gymnasium, das zu meinen Kunden zählt, sind die Rechner fünf bis sechs Jahre alt und wurde gerade von Windows 2000 auf XP umgestellt.“ Doch gebe es zwischendurch auch immer wieder Aufträge für größere Mengen neuer Hardware. Von Gewerbekunden unterschieden sich die Schulen dadurch, dass die Hemmschwelle professionelle Hilfe zu holen, manchmal recht hoch sei. „Es gibt immer irgendeinen Lehrer, der Probleme erst einmal selbst zu lösen versucht. Erst wenn es nicht klappt, werden wir dann gerufen.“

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