Testbericht Arturia Analog Experience: The Laboratory.
Author
Benjamin Thiessen, Fr, 15. Jun. 2012
in Aktuelles

Testbericht Arturia Analog Experience: The Laboratory.

Privat bastele ich viel mit Musik herum. Sowohl als Konsument (siehe meine Berichte zu Mediaplayern und Diensten wie iTunes Match) als auch Produzent. Bisher hatte ich noch nicht viel Kontakt mit Hybrid Synthesizern, außer dass ich mit meinem AKAI LPK 25 und Garageband auf dem Mac ein bisschen herumgefummelt habe, aber jetzt bin ich auf Arturia Analog Experience: The Laboratory gestoßen und war schlichtweg begeistert. Im Prinzip kennt man das Prinzip: man bekommt einen Hardware-Synthesizer bzw. ein Midi-Keyboard und eine passende Software dazu, die einen Synthesizer emuliert. Das Besondere an den Arturia Versionen ist die Ausgefeiltheit der Emulationen. Die Soft- und Hardware ist auf Windows und Mac installierbar.

Arturia Analog Experience: The Laboratory: Bei The Laboratory bekommt man ein Midi-Keyboard mit 49 Tasten, 10 Drehreglern, 8 Fadern, 4 Drum-Pads, einer LCD-Anzeige und noch ein paar Transporttasten mehr. Das Midi-Keyboard selbst ist also schon einmal hochwertig ausgestattet. Beim Auspacken fällt auf, wie stabil das Keyboard ist, das Gehäuse ist aus Metall und die beiden Seitenteile sind aus Holz. Die Software wird im Bundle mitgeliefert, sie kann aber auch zuerst als Demo installiert und dann auf eine Vollversion aufgewertet werden. Das funktioniert über den eLicenser, den man bei sich auf dem Rechner installieren muss. Der eLicenser hat den Sinn, die Software vor Piraterie zu schützen.

Handling: Hat man die Software installiert, kann man im Prinzip sofort loslegen. Das Midi-Keyboard wird über USB mit dem Rechner verbunden, die Software kann dann gestartet werden, im Midi-Setup muss das Keyboard dann noch angetickt werden, und schon gehts los. Auf dem Desktop hat man dann im Prinzip dasselbe Keyboard noch einmal vor sich und kann sofort anfangen zu spielen. In der Software kann man aus verschiedenen Synthesizer-Emulationen auswählen, darunter befinden sich der ARP2600, der Roland Jupiter 8, der Yamaha CS-80, zwei Moog Synthesizer (Minimoog und Modular) und zwei Prophets. Hier kann man nun bei den jeweiligen Synthesizern aus Presets auswählen, insgesamt sind das 3500. Virtuelle Synthesizer Klassiker galore!

Presets und Modifikationen: Die Presets lassen sich im Sound-Modus nach Stimmungen wie Aggressive, Ambient, Dark, Bright etc. sortieren und dann noch einmal nach Brass, Pad, Lead, Bass etc. Das hilft sehr stark dabei, sich innerhalb der sehr vielen Presets zurecht zu finden. Diese Presets lassen sich dann – einmal angewählt – über die Regler am Midi-Keyboard noch einmal modifizieren. Dabei stehen zumeist Cutoff, Resonance und noch weitere zur Verfügung, man muss dabei natürlich berücksichtigen, dass all diese Synthesizer-Klassiker nach verschiedenen Prinzipien funktioniert haben und nicht über einen Kamm geschert werden können. Werden sie aber auf diesem Midi-Keyboard. Trotzdem ist die Vielfalt an verschiedenen Klängen sehr sehr groß und die Verfremdungsmöglichkeiten sind so hoch, dass man jahrelang nur an den Presets herumschrauben könnte.

Hier kommt allerdings für die angehenden Profis ein Problem ins Spiel. Die kompletten Editiermöglichkeiten stehen einem nur dann zur Verfügung, wenn man die Vollversionen der Synthesizer-Emulationen besitzt. Dann kann man die einzelnen Sounds der Synthesizer-Klassiker komplett verändern und das über Oberflächen, die den Originalen bis ins Detail gleichen. Wer bis in dieses Detail gehen möchte, der sollte jetzt bei Arturia zugreifen, denn im Moment gibt es dort noch bis Ende Juni das Angebot, sich zu den Analog Experience Bundles Software Synthesizer Pakete kostenlos herunterzuladen. Bei The Laboratory sind das sogar drei ganze Synthesizer Pakete, ich habe mich für den ARP2600, den Jupiter 8 und den Yamaha CS-80 entschieden.

Fazit: Arturia Analog Experience The Laboratory ist eine machtvolle Software, wenn man auf die Synthesizer Klassiker steht und nicht mal gerade 10.000 Euro locker hat, um sich diese im Original zuzulegen. Die Sounds sind sehr dicht und dick, lassen sich in Echtzeit manipulieren und zusätzlich verfremden und der Einstieg wird einem dabei ebenfalls leicht gemacht.

 

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.