„Service ist etwas, was die anderen nicht können“
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admin, Mi, 18. Jul. 2012
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„Service ist etwas, was die anderen nicht können“

Wie Leser unserer Berichte über das deutschlandweite Netzwerk von PC-SPEZIALIST wissen, handelt es sich bei PC-SPEZIALIST Kaiserslautern um den Erfinder des „Fotobeweises für saubere Notebooks“. Mehr über die Entwicklung und die Schwerpunkte des PC-SPEZIALIST Standorts in der Pfalz-Metropole weiß Store-Leiter Franz Ningelgen zu berichten – zur Abwechslung mal in Interview-Form:

Franz Ningelgen hat den PC-SPEZIALIST Standort in Kaiserslautern 2006 eröffnet

Hallo Herr Ningelgen. Beschreiben Sie bitte, wie Sie zu PC-SPEZIALIST gekommen sind.

Ningelgen: Ich hatte mich grundsätzlich für Franchisesysteme interessiert und bin dabei auf PC-SPEZIALIST gestoßen. 2005 habe ich mich dann dort als Franchisenehmer beworben und im Oktober 2006 den Standort an der Kaiserslauterer Merkurstraße eröffnet.

Wussten Sie von vornherein, dass sie Computer verkaufen wollten oder wäre für Sie auch eine ganz andere Franchise-Idee vorstellbar gewesen?

Ningelgen: Ursprünglich bin ich offen an das Thema Franchise herangegangen, doch war dann schnell für mich klar, dass ich etwas mit Computern machen wollte. Ich habe in den 80er Jahren bei Vobis in der Computer-Branche gearbeitet und hatte von daher bereits eine Leidenschaft für PCs.

Als Neueinsteiger bei PC-SPEZIALIST mussten Sie zuerst eine Geschäftsführer-Schulung absolvieren. Wie viel hat Ihnen die gelernte Theorie beim Start in die Selbstständigkeit gebracht?

Ningelgen: Die Schulung war ein guter Einstieg. Zur Vorbereitung auf die Geschäftseröffnung hat das sicherlich ein Stück beigetragen. Doch wenn man vorher keinen substantiellen Einblick in die Führung eines Geschäfts hatte, lernt man erst dann so richtig, wenn man selbst als Geschäftsführer tätig ist.

Der Standort im Westen von Kaiserslautern zählt zu den größeren PC-SPEZIALIST Geschäften

Wie verlief für Sie der Sprung in die Praxis? War die Geschäftseröffnung erfolgreich?

Ningelgen: Es war eher schwierig. Schon die Eröffnung und der Umbau des Gebäudes haben den Rahmen gesprengt und sind deutlich teurer geworden als geplant. Und dann war auch der Zeitpunkt nicht unbedingt günstig: Um 2007 herum wurde die Konkurrenz durch Billiganbieter im Internet immer härter. 2009 kam schließlich noch die Wirtschaftskrise dazu.

Mit welchen Mitteln versuchen Sie Ihr Geschäft trotzdem auf Erfolgskurs zu halten?

Ningelgen: Wir haben uns vor einigen Jahren dazu entschlossen, einen stärkeren Schwerpunkt auf das Thema Service zu legen. Denn das ist etwas, was die Discounter nicht machen. Und bei den Online-Anbietern gibt es sowieso keinen Service. Inzwischen nimmt das Dienstleistungsgeschäft bei uns eine immer stärkere Rolle ein.

Ist die Service-Kompetenz für Ihr Geschäft so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal?

Ningelgen: Auf jeden Fall. Bei uns an der Merkurstraße haben wir alles: Medimax, Saturn, Globus und Atelco. Aber Service ist etwas, was die anderen nicht können. Und selbst diejenigen, die auch Dienstleistungen anbieten, haben nicht das Know-How, das wir haben.

Blick ins geräumige Ladeninnere

Wo liegt im Service-Bereich Ihr Spezialfeld?

Ningelgen: Das ist der Notebook-Bereich. Wir waren einer der ersten, die die Notebook-Innenreinigung zum Pauschalpreis angeboten haben. Das zählt bis heute zu den am meisten nachgefragten Dienstleistungen. Zusammen mit Services wie der Erneuerung der Wärmeleitpaste, dem Display-Austausch oder dem Einbau einer neuen Ladebuchse.

Welche anderen Dienstleistungen werden zurzeit besonders häufig in Anspruch genommen?

Ningelgen: Da fällt mir vor allem das Thema Virenentfernung ein. Die Schnäppchen-Mentalität vieler Kunden führt dazu, dass sie nur die kostenfreie Antiviren-Lösung Avira einsetzen. Und Avira scannt nun einmal keine Trojaner. Bei aktuellen Bedrohungen wie dem BKA-Virus kommt es da schnell zu einer Infektion.

Können Sie uns sagen, wie groß Ihr Ladengeschäft und Ihre Werkstatt sind?

Ningelgen: Unser Standort ist insgesamt rund 300 qm groß, davon entfallen 220 qm auf den Verkauf.

Gamer-PCs werden bei PC-SPEZIALIST Kaiserslautern individuell zusammengestellt

Das ist eine ziemlich große Verkaufsfläche. Warum schätzen Sie das Dienstleistungsgeschäft trotzdem wichtiger ein als den reinen Hardware-Verkauf?

Ningelgen: Die Margen sind beim Verkauf von Computer-Hardware heute sehr gering. Gerade bei unseren jeweiligen Flyer-Angeboten verdienen wir kaum noch etwas. Selbst wenn die Kunden Zubehör wie eine Laptop-Tasche oder eine Maus mitkaufen, ändert sich daran nicht viel. Wenn sich ein Kunde allerdings dazu entschließt, zu einem neuen Notebook auch gleich unseren Ersteinrichtungsservice in Anspruch zu nehmen, haben wir als Fachhändler deutlich mehr davon.

Ist das Hardware-Geschäft heute durchwegs so schwierig?

Ningelgen: Ja, aber es gibt Ausnahmen. So haben wir auch einen Sortimentsschwerpunkt im Bereich Gamer-PCs. Das hat sich seit der Ladeneröffnung praktisch von selbst entwickelt, dadurch dass immer wieder Gamer in den Laden gekommen sind und nach der entsprechenden Hardware gefragt haben. Das sind dann PCs, die wir nach den individuellen Bedürfnissen ganz speziell zusammenstellen und wo ein leistungsfähiges System auch einmal etwas kosten darf.

Wir wünschen Ihnen und PC-SPEZIALIST Kaiserslautern weiterhin viel Erfolg. Vielen Dank für das Gespräch!

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