Audacity: umfassende Audio-Software für Windows und Mac, Teil 2.
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Benjamin Thiessen, Fr, 14. Sep. 2012
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Audacity: umfassende Audio-Software für Windows und Mac, Teil 2.

Screenshot einer mit dem Kompressor bearbeiteten Datei.

Im ersten Teil meines Berichts hatte ich euch über die allgemeine Bedeutung von Audacity in der Audio-Software Landschaft aufgeklärt und die Rauschentfernung erklärt. Besonders gut funktioniert die, wenn man ein leichtes Rauschen in der Aufnahme hat. Bei stärker verrauschten Aufnahmen greift die Rauschentfernung zu stark in die Sounddatei ein und verfremdet den Klang.

Heute aber geht es um den Kompressor. Was genau für einen Zweck erfüllt der Kompressor? Wenn man in seiner Aufnahme starke Schwankungen in der Lautstärke hat, will man meistens zu einem Ergebnis, bei dem die Dynamik gleichbleibend verläuft. Bei Sprache ist es oft so, dass man unbewusst gewisse Laute verschluckt und eventuell auch bei Konzentration sich die Stimmlage und das Volumen ändert. Mit dem Kompressor kann man diese Schwankungen ausgleichen. Hat man vorher eine Wellenform, die ungleichmäßig und niedrig war, erhält man nach der Kompression eine ausgeglichene Wellenform. Natürlich kann es auch notwendig sein, dass in einem Musikstück bestimmte Passagen ruhiger sind als andere. Bei der Voreinstellung zumindest wird das bereits berücksichtigt.

In Audacity befindet sich der Kompressor ebenfalls bei den Effekten. Wenn man ihn öffnet, kann man Parameter für Grenzwert, Nebengeräusche, Verhältnis, Ansprechzeit und Abklingzeit eingeben und verstellen. Man bekommt mit der Voreinstellung dem Anticken der Box „Kurze Peaks berücksichtigen“ allerdings schon ganz passable Ergebnisse. Bei einer Audio-Datei von 3:30 Min. Länge dauert die Kompression lediglich ca. 10 Sekunden. In einem Notebook mit Intel Core i5 Prozessor so wie bei mir zu Hause zumindest.

Im nächsten Teil geht es um weitere Effekte in Audacity.

 

 

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