Science-Fiction Gegenwart: Fotos aus Googles Datenzentren
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Benjamin Thiessen, Mi, 17. Okt. 2012
in Aktuelles

Science-Fiction Gegenwart: Fotos aus Googles Datenzentren

Das ist schon wahnsinnig interessant, was Google da heute aus den Innereien seiner Datenzentren zeigt. Science-Fiction im Hier und Jetzt würde ich sagen. Heute hat Google auf einer eigens eingerichteten Webseite Fotos online gestellt, die Orte und Technologien sowie Menschen aus dem technischen Umfeld von Google zeigt. Google steht – nicht unbedingt was die Suchmaschine, wohl aber andere Bereiche angeht – in harter Konkurrenz und lässt sich deswegen nicht so wirklich gerne in die Karten gucken. Man möchte seine Architektur – im wahrsten Sinne des Wortes – geheim halten und das Know-How nicht an die Konkurrenz (vor allem auch die im Ausland, denke ich) weitergeben, aber heute lässt Google sich in hochauflösenden und hochglanzpolierten Fotos doch ein wenig in die Karten schauen.

Zu sehen sind auf der Webseite drei Hauptgalerien: „Die Technologie“, „Die Menschen“ und „Die Orte“. Darauf sieht man zum Beispiel die Halle des Rechenzentrums in Council Bluffs, das über 10.000 Quadratmeter groß ist. Stromversorgungen laufen dort zum Beispiel überirdisch über Stahlträger. Das ist zum Einen bedingt durch die Geschwindigkeit, in der die Zentren hochgezogen werden mussten, zum Anderen schützt das natürlich auch vor Anfälligkeiten wie Gefahren durch Erdbeben etc. Auch sieht man wie die Kühlung dort funktioniert: und zwar durch Schlitze im Boden aus denen kalte Luft strömt. Die Server sind durch Plastikvorhänge vom Rest der Halle abgetrennt, so dass die kalte Luft drin und die warme Luft draußen bleibt. In den Google Farben sind dann Rohre zu sehen, die Kühlwasser transportieren.

Natürlich gibt es schon lange nicht mehr nur ein Rechenzentrum von Google. Deswegen sind in der „Orte“-Galerie auch The Dalles in Oregon, St. Ghislain in Belgien, Douglas County in Georgia, Lenoir in North Carolina, Hamina in Finnland, Berkely County in South Carolina und Mayes County in Oklahoma zu sehen. Was wirklich wahnsinnig interessant ist, ist das „materielle Gegenstück“ zu dem immateriellen Dienst Google zu sehen, der einem schon seit so vielen Jahren so vertraut ist. Mit Sicherheit mit die interessantesten Fotos des Jahres.

 

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