Ubisoft Rocksmith: Gitarre spielen ist kein Spiel mehr.
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Benjamin Thiessen, Fr, 26. Okt. 2012
in Games

Ubisoft Rocksmith: Gitarre spielen ist kein Spiel mehr.

Als ich das neue Spiel Rocksmith von Ubisoft gesehen habe, wusste ich eins: da waren Entwickler am Werk, die die Ideen von Rockband etc. wohl gut fanden, es wohl aber gar nicht haben konnten, dass man so ein Spiel nicht mit einem ECHTEN Instrument verbindet, sondern mit einem Plastikspielzeug, das keinerlei Anbindung an die echten Instrumente hat. Glückwunsch auch an Epiphone, die Tochterfirma von Gibson Guitars, die durch dieses Spiel neue Abverkaufswege für ihre günstigen aber immer noch sehr guten Gitarren gefunden hat. Wer nämlich noch keine E-Gitarre zu Hause besitzt, kann ein Set kaufen, in dem es eine Epiphone Les Paul Junior zusammen mit dem Spiel und dem Zubehör gibt. Das ist eine super Idee und erfreut mich als Gitarristen.

Rocksmith soll ähnlich funktionieren wie Rockband etc. Man spielt auf einer richtigen Gitarre, Noten und Akkorde zu bekannten Songs mit. Je besser man ist, desto anspruchsvoller wird das Spiel. Hat man auf der Gitarre schon einiges drauf, wird man gleich zu den Schwierigkeitsgraden weitergeführt, die mehr von einem abverlangen. Fängt man gerade mit dem Gitarrespielen an, beginnt das Spiel langsam, und immer wenn man etwas besser geworden ist, wird das Spiel anspruchsvoller. Das verhindert, dass man sich beim Spielen langweilt, kann aber auch dazu führen, dass man leichter überfordert ist. Etwas Ausdauer ist bei Rocksmith definitiv vonnöten.

Dem Spiel liegt im Zubehör ein 6,35-mm-Klinkenstecker-Anschlusskabel bei, das extra für Rocksmith entwickelt worden sein soll, ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das ein anderer Stecker ist, als die mit denen man auch ansonsten Gitarren mit dem PC verbinden kann. Zumindest ist mit diesem Stecker eine Verbindung über USB mit PC, Xbox 360 oder Playstation 3 möglich. Die Darstellung der Rock-Songs erfolgt auf die inzwischen bekannte Weise. Visuell wird ein Griffbrett dargestellt, das einem sozusagen entgegenfährt und auf dem man die zu greifenden Akkorde sieht. Im Hintergrund läuft die Musik. Zu den Songs gehören natürlich vornehmlich Rock-Klassiker und im Video zu Rocksmith auf der Ubisoft-Seite ist zu sehen, dass es dort auch einige wirklich anspruchsvolle Titel wie „Bohemian Rhapsody“ von Queen oder „Message in a bottle“ von The Police zu spielen gibt. Die sind einmal leicht zu spielen, wenn man nur die Basis-Akkorde greift, man kann aber auch im Anspruch steigen und schwierigere Versionen spielen. Mit jedem richtig gespielten Ton oder Akkord gibt es Punkte, der virtuelle Gitarren, Effektgeräte und Verstärker freischaltet, die man spielen kann. Als Gitarrist weiß man, dass es Jaaahre dauert, bis man den für sich passenden Verstärker (Röhre oder Transistor), die passende Gitarre (Les Paul oder Strat oder Tele oder Halbakustik oder whatever) und die passenden Effekte (Reverb, Delay, Chorus, Flanger, Tremolo, Distortion etc.) gefunden hat… Das macht bei Rocksmith schon wirklich großen Spaß und ist eben nicht nur was für Anfänger sondern durchaus auch was für Fortgeschrittene.

Das Spiel ist zur Zeit schon erhältlich und kann mit Zubehör zur Verbindung mit einem PC erworben oder auch einfach als Spiel heruntergeladen werden. Auch ein Set mit einer Gitarre Les Paul Junior ist erhältlich.

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