Ventilator selber bauen
Author
Benjamin Thiessen, Mi, 12. Jun. 2013
in Tipps

Ventilator selber bauen

Eine kleine Anleitung

Vom Kollegen Thomas haben wir letztens auf Facebook ein Foto gepostet, auf dem sein selbstgebauter Ventilator zu sehen ist. Auf Anfrage hier eine kleine Anleitung von ihm dazu:

Ich halte mich verhältnismäßig kurz, da es für jemanden, der ein bisschen Spaß/Erfahrung an Niedervoltspielereien hat sehr einfach sein dürfte, mir zu folgen. Der Rest ist handwerkliches Geschick! Alles, was ich beschreibe, wird – wenn überhaupt – auf eigene Gefahr für Leib und Leben durchgeführt. Wer z. B. den Unterschied zwischen Wechsel- und Gleichstrom nicht kennt sollte das Ganze dann doch lieber lassen oder von jemandem machen lassen, der sich das zutraut oder hier sich an das einfachere Modell, einen USB-Mini-Ventilator wagen.

Wir benötigen für die Sparversion:

– 30-40cm Lochstreifenblech
– Einen 120mm PC-Gehäuselüfter (den man so übrig hat vielleicht, andere größen gehen auch)
– Ein altes 12V Steckernetzteil genügend dimensioniert. (1 Lüfter 500mA 2 Lüfter 1A sollten dicke reichen!)
– Einige Schrauben zur Befestigung, am besten die Schrauben die bei dem Lüfter dabei waren, passen meistens am besten zu den Bohrungen im Lüfter.

Also los:
Kabel des Lüfters analysieren.
Die Kabel die den Lüfter verlassen sind meist zu dritt, ein Signalkabel und dann noch + und – für den „Saft“. Hier wird es schon die ersten Probleme geben, da es keinen Standard gibt, wie die Kabel farblich eingefärbt sein müssen. Meist ist es jedoch wie folgt.
Rot = Plus
Schwarz = Minus
Weiß oder Gelb = Data

Ähnlich verhält es sich bei dem Netzteil. Hat man sich erstmal dem Klinkenstecker des Netzteiles entledigt, erwarten einen zwei unterschiedlich gefärbte Kabel. Hier gibt es so viele Variationen, dass ich wirklich keinen Tipp geben kann. Mit einem Multimeter ist die „polung“ jedoch schnell rausgefunden. Wichtig ist, dass man immer sicherstellt, dass sich eben diese beiden Kabel NIEMALS ohne Isolation berühren!

Jetzt hat man viele Möglichkeiten. Man kann die Kabel von Lüfter und Netzteil entsprechend (+ an + und – an -) zusammenhalten, um zu testen, ob der Lüfter sich dreht. Und vor allem, ob er sich in die richtige Richtung dreht! Wenn das nicht der Fall ist, habt ihr die Kabel vertauscht. Möchte man jetzt noch einen kleinen Ständer basteln, biegt man sich 2 Lochblechstreifen zu einem „L“ und verschraubt sie an der Unterkante des Lüfters.

Ist man nun ganz verrückt und kennt sich ein bisschen aus, kann man zwischen/in das „+“ Kabel einen 2-Wege Schalter verlöten. Jetzt geht der Lüfter nicht einfach an, wenn man ihn in die Steckdose steckt – man kann ihn nun auch schalten. Hier zeigt sich: Wer löten kann, ist klar im Vorteil! Isolation z. B. mit Heißkleber aber nicht vergessen!

Möchte man die Kabel nicht zusammenlöten, gibt es auch eine tolle Erfindung namens Wago-Klemmen. Damit kann man die Kabel auch einfach zusammenklemmen. Fertig ist der Ventilator Marke Eigenbau.

So, das wars erstmal. Bei Fragen einfach fragen…

Und übrigens: wer ganz neue Hardware im Desktop-PC oder Notebook braucht, der kann sich hier bei den PC-SPEZIALIST Services austoben.

8 Kommentare

  1. pascal sagt:

    kann man auch kleinere lüfter nehmen und diese an einem usb anschließen

  2. chrisl sagt:

    kann ich die intensität des lüfters auch irgendwie regeln z.B mit nem poti*

  3. Antonia sagt:

    schöner beitrag. danke

  4. Auguste sagt:

    schöner beitrag. danke

  5. Martin sagt:

    Wo kann man denn so Lochstreifenblech kaufen? Kann das irgendwie nicht finden…

    1. PC-SPEZIALIST Blog sagt:

      Hallo Martin!

      Zum Beispiel hier: http://www.mercateo.com/kw/lochstreifen/lochstreifen.html

      oder hier:
      http://de.opitec.com/opitec-web/articleNumber/801030

      Teilweise gibt es auch Angebote bei Amazon, einfach mal suchen :)!

    2. Anonymous sagt:

      Baumarkt ist immer ne gute Adresse für sowas und zur Not dünnes Metall kaufen und sich selbst Löcher bohren 😉

  6. Jamaica sagt:

    Hi interessanter Beitrag. Ich habe den Teil mit dem Netzteil nicht ganz kapiert. Mal angenommen ich möchte etwas vergleichbares machen, allerdings nicht mir Lüftern sondern mit einer IDE Platte und einem PC Netzteil – ich vermute das ist exakt vergleichbar, oder? Der „Molex“ Stecker zur Platte bekommt einen Schalter und ich kann mittels des Schalters die Platte ein/aus schalten. Wo klemme ich den Schalter genau zwischen, ih meine in welche der Adern gehört der?
    Ich habe gelesen dass man aufpassen muss und nicht KEINE Verbraucher beim Betrieb des NT zu haben. Welcher Verbraucher ist mindestens dazwischen zu schalten (zB falls die Platte defekt ist etc?) – muss man einen Wiederstand benutzen und wenn ja welchen? Oder tut es auch zB eine LED? Es gibt auch Schalter die eine integrierte LED haben – ginge das auch?

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