Ein kleiner Rant: Hashtags und deren verlorene Bedeutung.
Author
Benjamin Thiessen, Mi, 3. Jul. 2013
in Allgemein

Ein kleiner Rant: Hashtags und deren verlorene Bedeutung.

Es gab mal eine Zeit, da haben Hashtags die Suche erleichtert. Zuerst wird Inhalt produziert, sei es nun auf Twitter oder Instagra, oder anderen durchsuchbaren Seiten, und dann möchte man vielleicht das ein oder andere Mal nach Themen suchen, über die man in diesen Diensten von anderen Leuten was sehen oder lesen möchte. Die Hashtags haben sich da als Suchmittel etabliert, bzw. als Möglichkeit einen Artikel oder ein Bild zu markieren, zu taggen, so dass man innerhalb einer Suche schnell darauf stößt.

Bis vor ein paar Wochen war die Welt für mich, was das angeht, eigentlich noch sehr in Ordnung. Vor allem was Instagram anging, fand ich es spannend nach Hashtags meiner ehemaligen Heimatstädte zu suchen und von dort Fotos zu sehen. Und vor allem interessierte mich auch, wer so was in meiner jetzigen Heimatstadt fotografiert. Aber wie das so ist, bleibt nichts im Internet nicht auch von Geiern unangetastet: Menschen mit hohem Geltungsdrang interessiert Social Networking nur dann, wenn sie auch viele Zuschauer haben, und deswegen taggen jetzt diverse Gestalten ihre Selfies mit Kussmund und/oder Waschbrettbauch einfach mal komplett mit z.B. #hamburg #berlin #köln #münchen #bielefeld #stuttgart #mainz #frankfurt etc. pp. plus Tags wie #instacool #instaichbindertollste #instapopinsta durch. Wenn ich nun also bei Instagram auf die Suche gehe und dort „Bielefeld“ eingebe, stoße ich auf lauter Fotos, die ABSOLUT NICHTS mit Bielefeld zu tun haben. Aber auch gar nichts. Inzwischen gibt es auch extra Apps wie „Tags for Likes“ für eben diesen Zweck. *kopfschüttel*

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