Start für die Apple Watch
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Lena Kunikowski, Mo, 9. Mrz. 2015
in Aktuelles

Start für die Apple Watch

Präsentation der smarten Armbanduhr mit Spannung erwartet

Heute um 18:00 Uhr deutscher Zeit ist es endlich soweit: Apple präsentiert in San Francisco die lang ersehnte Apple Watch. Schon jetzt ist einiges über die smarte Armbanduhr bekannt. Wir stellen euch die wichtigsten Fakten vor.

Die Apple Watch wurde bereits im September 2014 parallel zum iPhone 6 und iPhone 6 Plus mit dem beliebten „One more thing“ angekündigt und erstmalig vorgestellt. Heute geht es aber mit der Live-Präsentation unter dem Motto „Spring Forward“ ins Detail.  

Apple selbst rechnet mit einem durchschlagenden Erfolg der Apple Watch: Gerüchten zufolge ist geplant, zum offiziellen Verkaufsstart zwischen fünf und sechs Millionen Exemplare der angeblich revolutionären Armbanduhr lieferfertig zu haben.

Was kann die Apple Watch?

Apple Watch Navigation

Screenshot von https://www.apple.com/de/watch/technology/ – GPS Navigation mit der Apple Watch

Grundsätzlich: So gut wie nichts, wenn man nicht mindestens ein iPhone 5 besitzt. Das ist zwingend notwendig, um alle Funktionen der Apple Watch überhaupt nutzen zu können – die Uhr besitzt nämlich keine eigene SIM-Karte. Ist diese Voraussetzung erfüllt, hat man mit der Apple Watch eine Art Smartphone-Ersatz am Handgelenk. Über das Touch-Display kann der Träger telefonieren, Nachrichten empfangen und natürlich auch versenden (in diesem Fall kann der gewünschte Text der Uhr einfach diktiert werden), Assistentin Siri um Hilfe bitten oder die integrierte Navigation nutzen, um von A nach B zu kommen. Infos zu Wetter, Aktienkursen oder bevorstehenden Kalendereinträgen gibt es natürlich auch. Mit dem mobilen Bezahlsystem „Apple Pay“, das in den USA bereits erfolgreich gestartet ist, kann man wohl bald auch per Knopfdruck mit der Armbanduhr bezahlen. Nach eigener Aussage hat Apple auch bereits mit bekannten Hotelketten Deals ausgehandelt. So soll man mit Hilfe der Apple Watch in selbige einchecken und die Zimmertür öffnen können. Gerüchteweise schwebt auch eine Vereinbarung mit BMW im Raum, die die Apple Watch als Autoschlüssel zulassen soll.

Einige ursprünglich geplante Funktionen wurden für die erste Smartwatch-Generation aus dem Hause Apple allerdings schon wieder gestrichen. Die Fitness-Features, die beispielsweise den Puls oder Blutdruck des Trägers messen sollten, wurden wegen technischer Ungenauigkeiten zunächst ersatzlos gestrichen.

Und noch eine bahnbrechende Funktion bringt die Apple Watch mit: Sie zeigt Datum und Zeit an.

Bedienung der Apple Watch

Die Apple Watch lässt sich nach dem bekannten Apple-Prinzip bedienen und besitzt genau wie ihre Cousins und Cousinnen den beliebten Home-Button, mit dem man sich unkompliziert aus einzelnen Anwendungen wieder zurück navigieren kann. Eine Zoom-Funktion soll zudem die Lesbarkeit einzelner Texte auf dem doch relativ kleinen Display unterstützen. Ein weiterer Button ruft durch Berührung favorisierte Kontakte auf, an die dann beispielsweise eine Nachricht gesendet werden kann.

Welche Apple Watch Modelle gibt es?

Designs Apple Watch

Wer die Wahl hat, hat die Qual – Legierungen der Apple Watch (Screenshot https://www.apple.com/de/watch/design/)

Zunächst einmal: Glücklicherweise viele. Anders als beispielsweise bei Datenbrillen wie der Sony SmartEyeglass verspricht Apple mit zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten allen Geschmäckern der künftigen Apple Watch Besitzer gerecht zu werden. Generell wird es mit der Apple Watch, der Watch Sport und der Watch Edition drei unterschiedliche Modellreihen geben, die sich vor allem beim Gehäuse und Ziffernblatt unterscheiden. Bei der Größe des Ziffernblattes wählt man zwischen einem 1,5 und einem 1,65 Zoll großen Display, das eine Auflösung von 272 x 340 bzw. 312 x 390 Pixel hat. Die Watch Sport ist das leichteste Modell mit einem Aluminumsilikat-Glas und Aluminium-Gehäuse. Angeblich soll sie mit einem Preis von 349 US Dollar das erschwinglichste Modell sein. Die Apple Watch hingegen will mit Saphirglas mit einem Edelstahlgehäuse überzeugen. Die Watch Edition ist etwas für die Besserverdienenden. Erhältlich in Rosé- und Gelbgold bringt sie bis zu 18 Karat und ebenfalls ein Saphirglas mit. Die teuerste Kombination soll angeblich bis zu 20.000 US Dollar kosten.
Wie man es von Apple gewohnt ist, werden wohl alle Modelle über den derzeit marktüblichen Preisen für Smartwatches liegen und ausschließlich auf dem iOS Betriebssystem basieren. So wird auch die Apple Watch ein „exklusives“ Produkt sein, das vor allem die Apple Fangemeinde glücklich machen wird.

Apple Watch: Welcher Look darf es sein?

Individualisten sollten auf ihre Kosten kommen. Die Apple Watch lässt sich nämlich mit verschiedenen Armbändern ausstatten. Ob Kunststoff, Edelstahl oder Leder – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das Schöne: Die Armbänder der Smartwatch lassen sich leicht und schnell austauschen. Somit kann die Apple Watch bei Bedarf an den jeweiligen Tageslook angepasst werden. Generell stellt aber besonders die Wahl des Armbandes einen entscheidenden Faktor für den Preis der Apple Watch dar.

Apple Watch Design Armbänder Materialien

Für jeden etwas dabei – Armbänder der neuen Apple Watch (Screenshot von https://www.apple.com/de/watch/)

Wie lang hält der Akku der Apple Watch durch?

Für viele sicherlich die wichtigste Frage rund um den neuesten Apple Streich. Apple selbst hat sich bislang eher bedeckt gehalten und „geht davon aus, dass die Leute die Apple Watch eh jede Nacht aufladen werden.“ Heißt wohl übersetzt: Länger als einen Tag wird der Akku bei normaler Nutzung scheinbar nicht halten. Gerüchten zufolge soll es aber auch möglich sein, die Uhr in eine Art Energiesparmodus zu versetzen, so dass sie – man höre und staune – nur noch das macht, was auch normale Uhren machen: Die Zeit anzeigen.

Erfolgsprodukt Smartwatch?

Bislang haben smarte Armbanduhren den Markt noch nicht revolutioniert oder erobert. Im Gegenteil: Die Verkaufszahlen der Smartwatches bleiben bislang eher hinter den Erwartungen der Hersteller zurück. Hohe Preise, wenig nützliche Funktionen und schlechte Akkulaufzeiten schrecken bislang viele Menschen ab, in Smartwatches zu investieren. So sollen die Android Smartwatches im letzten halben Jahr gerade einmal rund 700.000 mal über den Ladentisch gegangen sein. Trotzdem werkeln die Hersteller weiter an ihren Produkten. So präsentierte beispielsweise LG auf dem Mobile World Congress in Barcelona ein Smartwatch-Modell, das ohne Smartphone funktioniert, während Marktführer Samsung mit der Gear-Reihe bereits vor Monaten Uhren mit Mobilfunkanbindung in den Handel gebracht hat.

Wir sind gespannt, ob und welche Überraschungen uns alle noch bei den Smartwatches erwarten. Heute um 19:00 Uhr werden wir auf jeden Fall den Apple-Livestream einschalten und einem „One more thing“ entgegenfiebern.

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