Mac OS Yosemite Update kommt mit neuer Foto App
Author
Benjamin Thiessen, Di, 14. Apr. 2015
in Apple

Mac OS Yosemite Update kommt mit neuer Foto App

Bei Apples neuer Foto App wachsen Desktop Software und mobiles OS weiter zusammen

Der Trend bei Apple geht mehr und mehr da hin, die Systeme Mac OS und iOS zu verschmelzen. Allein vom Design her war Yosemite ein Schritt in die Richtung, aber mit Yosemite führte Apple auch die Möglichkeit ein, beispielsweise eine E-Mail am Handy anzufangen und in Mail auf dem Rechner weiterzuschreiben, wenn alle Synchronisationen eingerichtet sind. Die Fotos App ist ein weiterer Schritt in diese Richtung, wir schauen uns an, ob Apple das gelungen ist. 

Apples neue Fotos App, die mit einem großen Update von Mac OS X Yosemite kommt, bringt eine neue Fotoverwaltung auf die MacBooks und iMacs. Im großen Update enthalten ist auch eine neue Version von iTunes, hier soll es aber um die Fotos App gehen. Die Fotos App wirkt auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Foto App und iTunes. Nach der Installation kann man seine Ordner mit Fotos in die Mediathek der Fotos App importieren. Aber Achtung! Hier in der Redaktion haben wir die App mit einer Foto-Sammlung getestet, die ca. 12.000 Bilder umfasste. Für das Einlesen und Sortieren brauchte die App auf einem MacBook mit Intel Core i5 und 4 GB Arbeitsspeicher rund zwei Stunden. Wer eine noch größere Fotosammlung besitzt, sollte also aufpassen. Außerdem erstellt die Fotos App eine Mediathek, die als einzelne Datei den Umfang an Größe besitzt, die der Summe der gespeicherten Fotos entspricht. Wer also seine Fotos auf dem Rechner speichert, wird einmal seine Fotos als GB-Zahl auf dem Speicher liegen haben, und noch einmal diese GB-Summe als Foto-Mediathek-Datei vorliegen haben.

Design: Aufgeräumt, Funktionen: Eingeschränkt

Fotos Reiter in der neuen App

Banaler geht es kaum: Die Fotos App von Apple kommt mit recht eingeschränkten Möglichkeiten

Das Design von Apples Fotos App wirkt auf den ersten Blick sehr aufgeräumt. Es gibt vier Reiter oder Tabs, nach denen die App aufgeteilt ist. „Fotos“, „Freigegeben“, „Alben“ und „Projekte“. Bei „Fotos“ werden einfach die importierten Fotos standardmäßig nach Erstellungsdatum dargestellt. Apple setzt hier eher auf die Erstellung von weiteren Alben. Nach Markierung kann man die Fotos einer Karte, einem Datum, einem Ereignis oder einer Diashow hinzufügen. Datum und Uhrzeit sind ebenfalls leicht anpassbar. Die Größe der Thumbnails kann man auch nachträglich einstellen. Damit hat es sich aber schon in diesem Reiter erledigt. In dem Reiter „Freigegeben“ geht es um die Cloud-Sicherung von Fotos und um das Teilen von Alben. Anstatt hier etwas im Browser zu öffnen, kann man seine geteilten Fotos hier ansehen. Wer so etwas nutzt, findet hier seine freigegeben Alben. Im Reiter „Alben“ kann man dann seine selbst erstellten Sammlungen finden und findet ebenfalls Apples vorgegebene Alben wie Gesichter, Panoramen und Videos. Bei den „Projekten“ findet man dann besondere Alben wie Diashows, Bücher, Kalender oder Fotos, die zu einer Karte hinzugefügt hat.

Es gibt bessere Alternativen von Google zu Apples Fotos App

Allgemein betrachtet scheint Apple die eher ungeliebte Alben-Aufteilung von iOS auf dem iPhone zum Desktop transferiert zu haben. Auch hier möchte Apple anscheinend ohne große Synchronisation vorher alle Fotos so zur Verfügung stellen wie man sie von seinem mobilen Gerät her kennt. Die Darstellung gelingt allerdings nicht ganz so, wie man es sich von einer Desktop Software erhofft. Eine Alternative zu der Fotos App von Apple ist Googles Picasa für den Mac. Während die Verwendung von Picasa auf dem Smartphone eher unnütz und überflüssig ist, ist die Desktop-Anwendung mit umfassenden Funktionen ausgestattet und verhält sich dabei auch auf einem älteren System weit weniger schwerfällig als die Fotos App das tut.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.