WhatsApp: Achtung, Abo-Falle
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Lena, Fr, 5. Jun. 2015
in Aktuelles

WhatsApp: Achtung, Abo-Falle

Vorsicht vor Abzocke

Aktuell verderben Abzocker den WhatsApp Spaß: In Nachrichten, die neue Funktionen für den beliebten Messenger versprechen, befindet sich ein Link, der die Nutzer teuer zu stehen kommt. Wir verraten euch, wie ihr die Abzock-Masche erkennt.

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt heute vor einer Methode, die Smartphone-Nutzer um ihr Geld zu bringt. In einer WhatsApp Nachricht werden neue Funktionen angepriesen, die per Klick auf einen integrierten Link freigeschaltet werden sollen. Dahinter verbirgt sich aber eine gemeine Abo-Falle, die mit 4,99 € pro Woche (!) zu buche schlägt.

WhatsApp Abo-Falle will eure Freunde

Die Abzock-Nachricht fordert euch zudem auf, sie an Freunde und Familie weiterzuleiten. Damit wird natürlich die Glaubwürdigkeit der Nachricht gesteigert und im schlimmsten Fall fallen noch mehr WhatsApp Nutzer auf die Abo-Falle herein. Leitet den Text also auf gar keinen Fall weiter und informiert eure Freunde über die Betrügermasche, wenn ihr die Abzock-Nachricht von ihnen bekommt.

So einfach kommen Betrüger an eure WhatsApp Daten

Icon WhatsApp

Der beliebte WhatsApp Messenger ist für Abzocker ein attraktives Instrument

Wer sich jetzt fragt, wie die betrügerischen Erfinder des WhatsApp Abos an eure Nummer kommen, dem sei gesagt: Es ist ein Kinderspiel. Über WAP-Billing, einen Technik-Standard für die Erhebung von Gebühren bei den Nutzern mobiler Endgeräte, kann eure Mobilfunknummer an Dritte übermittelt werden, wenn ihr mit dem Smartphone oder Tablet mobil surft – was ja quasi immer der Fall ist. Mit Anklicken des in der Nachricht veröffentlichten Links, stimmt ihr zu, einen Abo-Vertrag geschlossen zu haben – zumindest argumentieren so die Abo-Anbieter. Die Abo-Gebühren werden dann entsprechend über eure monatliche Rechnung erhoben und – für den Fall, dass euer Mobilfunkanbieter eine Bankeinzugsermächtigung hat – direkt von eurem Konto abgebucht.

WhatsApp Abo-Falle: So kommt ihr wieder heraus

Falls das Kind in den Brunnen gefallen ist und ihr eine Abo-Gebühr auf eurer Handyrechnung findet, lasst den Betrag sofort zurück buchen und widersprecht der Forderung schriftlich bei eurem Mobilfunkbetreiber und dem Abo-Anbieter. Für die Zukunft könnt ihr dann bei eurem Handy-Anbieter eine Drittanbietersperre einrichten lassen. Meist ist es vollkommen ausreichend, beim Betreiber einen formlosen Antrag zu stellen. Im Zweifel erkundigt ihr euch vorab telefonisch oder per E-Mail über das jeweilige Procedere. Das Schöne: Die Einrichtung dieser Drittanbietersperre kostet euch keinen Cent! Mobilfunkanbieter in Deutschland sind dazu verpflichtet, sie auf euren Wunsch einzurichten. Damit kommen Dritte nicht mehr an eure Handynummer und können euch daher auch keine WhatsApp Nachrichten oder SMS mehr schicken.

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