Spam-Mails loswerden
Author
Anne, Mi, 16. Sep. 2015
in IT-Sicherheit

Spam-Mails loswerden

Wirksamer Schutz vor Spam

Jeder, der eine E-Mail-Adresse besitzt, kennt das leidige Problem: Massenweise verschickte Spam-Mails mit dubiosem Inhalt, die einem zum Kauf verschiedener Medikamente, zur Operation intimer Körperteile oder zur Zahlung der zum letzten mal angemahnten Rechnung bewegen wollen.

Eins haben alle Spam-Mails gemeinsam – sie werden ohne das Einverständnis des Empfängers gesendet. Die Nachrichten sollen entweder dazu verleiten, Produkte zu kaufen oder enthalten Viren, die den PC des Opfers ausspionieren. Jede Mail einzeln zu löschen gleicht einem Kampf gegen Windmühlen. Wer seine E-Mail-Adresse nur mit Umsicht weitergibt und ein paar Tipps befolgt, kann sich aber großteils von den lästigen Spam-Plagegeistern befreien.

Schutz vor Spam: E-Mail-Adresse nicht herausgeben

Spam-Mails

Dubiose Inhalte und fehlerhafte Sprache enttarnen Mails als Spam.

Die effektivste Art, sich vor Spam zu schützen ist natürlich die Vermeidung. Das schafft man vor allem, wenn die Spam-Versender gar nicht erst an die eigene E-Mail-Adresse kommen. Deshalb sollte man sie niemals öffentlich sichtbar im Internet hinterlassen. Auch Anbieter, bei denen man sich mit der E-Mail-Adresse einloggt, können diese weiterverkaufen. Dafür gibt es eine Lösung: Man legt zwei E-Mail-Konten an – eins für private Zwecke und eins für Newsletter-Anmeldungen, Gewinnspielteilnahmen und andere Internet-Aktivitäten. So bleibt die wichtige private Adresse vor Missbrauch geschützt. Alternativ kann man sich bei einmaligen Anmeldungen mit temporären Mail-Adressen maskieren. Diese Wegwerf-Adressen sind für die kurzzeitige Nutzung gedacht, um Spam-Nachrichten im hauptsächlich verwendeten E-Mail-Konto zu vermeiden.

Spam-Mails herausfiltern

Ganz entkommen kann man den Spam- und Phishing-Mails jedoch oft nicht. In Deutschland sind knapp 60% aller Mails, die im Umlauf sind, vom Empfänger nicht erwünscht. Was kann man gegen Spam-Mails machen? Der User kann sich vor solchen Ärgernissen schützen, z. B. durch die Spamfilter des E-Mail-Anbieters. Viele Mailserver und -programme haben gegen die unerwünschte Post aufgerüstet und wirksame Filter entwickelt. Der Nutzer verschwendet dadurch seine Zeit nicht mit dem Löschen von Spam-Mails und profitiert vom sicheren Umgang mit den häufig virenverseuchten Mails. Free-Mail-Anbieter erreichen inzwischen hohe Erkennungsraten, da sie Millionen Posteingänge schützen. Wem das trotzdem zu wenig ist, der kann sich durch Programme und Plug-Ins beim Abrufen der Mails vom Server auf ein E-Mail-Programm verlassen: Spamihilator und Spambayes sind beispielsweise geeignete Freeware-Kandidaten, um euer Postfach zu schützen.

Spam-Mails loswerden

Sollte sich doch mal eine Spam-Mail durch die Filter hindurchmogeln, ist es sehr wichtig, dass ihr sie nicht öffnet. Auf keinen Fall solltet ihr die E-Mail aufrufen, weil manche Programme dabei schon automatisch den Anhang herunterladen – und der enthält oft Viren, Trojaner und Adware. Gefährlich kann es auch werden, wenn ihr in der Spam-Mail enthaltene Links öffnet. Beim Aufrufen der Seite werdet ihr meist ebenfalls Opfer von Malware und bestätigt im schlimmsten Fall auch die Existenz eurer E-Mail-Adresse. Das spornt die Spam-Versender nur dazu an, euch weitere, lästige Nachrichten zu schicken. In dieselbe Falle tappt ihr, solltet ihr versuchen, unerwünschte Newsletter und Mailinglisten abzubestellen. Die Spam-Absender wissen dann, dass eure E-Mail-Adresse aktiv ist und bombadieren euch noch schlimmer als zuvor mit Spam- und Phishing-Mails. Besser gleich die unerwünschten Nachrichten löschen und im besten Fall den Absender blockieren. So bleibt es in eurem E-Mail-Postfach ruhig was Spam angeht.

7 Kommentare

  1. G. Kluge sagt:

    Hallo, ich bekomme täglich 5 bis 10 Spammails. Wie kann ich diese verhindern?

    1. PC-SPEZIALIST-Team sagt:

      Hallo,

      pauschal können wir dir nur ein paar Tipps mit auf den Weg geben:

      1)
      Halte deine E-Mail-Adresse möglichst geheim. Für Newsletter-Anmeldungen, Gewinnspiele und Foren könntest du dir eine zweite E-Mail-Adresse anlegen.

      2)
      Markiere unerwünschte E-Mails als Spam oder schiebe sie in den Junk-Mai-Ordner. Dein Mail-Programm merkt sich dann die Adresse des Absenders und sperrt sie für die Zukunft.

      3)
      Klicke Spam-Mails am besten gar nicht an. Oft werden solche Mails an zufällig generierte E-Mail-Adressen versendet. Öffnest du die Mail, lädst die darin enthaltenen Bilder oder klickst darin auf einen Link, bestätigst du dem Absender, dass deine Mailadresse tatsächlich existiert. Dasselbe gilt für die Antwort- oder Weiterleiten-Funktion.

      4)
      Handelt es sich bei den Spam-Mails um Newsletter, die du tatsächlich abonniert hast, kannst du dich von ihnen abmelden. Meist gibt es dazu einen Link in der Mail. Aber Achtung: Nutze diesen Link nur, wenn du dir sicher bist, den Newsletter selbst bestellt zu haben. Ansonsten gilt Punkt 3)

      5)
      Bei vielen E-Mail-Anbietern können Nutzer sogenannte Blacklists anlegen. Auf so einer Liste kannst du alle E-Mail-Adressen notieren, von denen du keine Mails erhalten möchtest. Informiere dich am besten, ob auch dein Anbieter so eine Option bietet.

      Wir hoffen, dass dir die Umsetzung dieser Tipps hilft, der Spammailflut Herr zu werden.

      Viele Grüße
      Dein PC-SPEZIALIST-Team

  2. G. Kluge sagt:

    Ich bekomme täglich bis zu 15 Spam-Mails. Gibt es ein Programm zum Verhindern?

    1. PC-SPEZIALIST Team sagt:

      Hallo G. Kluge!

      Ein gutes E-Mail-Programm filtert Spam automatisch aus. Bei anderen kannst Du manuell eingeben, welche E-Mails Du nicht haben willst. Einfach mal durch die Einstellungen klicken.

      Viele Grüße
      Dein PC-SPEZIALIST Team

  3. werner müller sagt:

    2cool4school

    1. soos im moos sagt:

      true shit maaan

  4. Stephan Klimmeck sagt:

    Guter Bericht, danke! Auf die erwähnten Punkte kann man nicht oft genug hinweisen!
    Wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit den eigenen Daten ist, habe ich auch in meinem Blog zusammengefasst. Und ein Selbstversuch zeigt, wie einfach es ist, an massenhaft E-Mail-Adressen mit Passwörtern zu kommen – und das allein über die Google-Suche. Und das nur aufgrund leichtfertigen Umgangs mit den eigenen Daten oder einem zweifelhaftem Sicherheitskonzept vieler Unternehmen.

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