Sicheres Online-Banking
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Anne, Fr, 18. Sep. 2015
in IT-Sicherheit

Sicheres Online-Banking

Schutz vor Bankbetrug

In Deutschland nutzen rund zwei von drei Internetusern das Online-Banking Angebot ihrer Bank. Viele von ihnen zweifeln aber an der Sicherheit des Verfahrens. 

Auch wenn nur wenige User tatsächlich schon Angriffen von Hackern zum Opfer gefallen sind, sollte man ein paar einfache Tricks für die Sicherheit beim Online-Banking beherzigen. Wir zeigen, wie das geht.

Betrugsversuche der Hacker zielen auf ahnungslose User

Betrüger und Kriminelle haben die Achillesverse des Online-Bankings schnell erkannt: Es ist nicht die Technik, sondern der Mensch. Unachtsamkeit und fehlende Sensibilität für die Sicherheitslücken des Systems sind die größten Stolperfallen beim Online-Banking. Zu den am häufigsten erfolgreichen Betrugsmaschen zählen unter anderem Phishing-Mails. Betrüger geben sich als Bankunternehmen aus und fordern aus fadenscheinigen Gründen die Online-Banking-Daten des Nutzers ein. Auch wenn diese Mails noch so gut gefälscht sind, entlarvt ihr Inhalt sie als Betrugsversuch. Banken bitten ihre Kunden nie um ihre Daten. Phishing-Mails solltet ihr sofort löschen – auf keinen Fall Anhänge öffnen oder enthaltene Links anklicken. Sonst droht eine unbemerkte Trojaner-Installation, die dann euer System samt Daten ausspioniert. Solche Angriffe funktionieren nach dem „Man-in-the-middle“-Prinzip, bei dem der zwischengeschaltete Betrüger die Bankdaten einfach ausliest.

online banking sicherheit

Die Sicherheit beim Online Banking hat oberste Priorität.

Eine andere, nicht ganz so offensichtliche Betrugsmasche beim Online-Banking ist das sogenannte Pharming. Dabei nutzt der Online-Bandit Sicherheitslücken im System, um den Nutzer auf eine falsche Log-In-Seite zu locken – selbst bei Eingabe der richtigen URL. Diese Seiten sind oft verblüffend gute Kopien der echten Internetauftritte der Banken. Werden dann die Online-Banking-Daten eingegeben, fischt der Internet-Betrüger sie ab und speichert sie auf dem eigenen Server. Gegen solche Betrügereien helfen unsere Sicherheitstipps.

Was kann man gegen Betrug beim Online-Banking tun?

Jeder Einzelne kann seine Sicherheit beim Online-Banking erhöhen. Oft hilft schon etwas mehr Achtsamkeit beim Umgang mit den Log-In-Daten.

  • Jedem Nutzer sollte bewusst sein, dass Online-Banking nur über ein sicheres Netzwerk genutzt werden sollte. Eine verschlüsselte Internetverbindung, die nicht öffentlich nutzbar ist, ist also die Grundlage der Vorsichtsmaßnahmen.
  • Auch ein virenfreies Gerät ist beim Online-Banking wichtig, deshalb solltet ihr die Updates der Virenschutzsoftware immer sofort runterladen.
  • Neben PCs sind inzwischen auch immer öfter mobile Geräte für das Online-Banking in Gebrauch. Hier müssen sich vor allem Android-Nutzer in Acht nehmen: Das Betriebssystem ist Open Source und für jeden zugänglich. Dadurch wird das Ausspionieren der Sicherheitslücken leichter. Wir bieten euch die Installation einer Android Anti-Viren-Software natürlich als Dienstleistung an.
  • Gefahrloser ist das Online-Banking daher per PC. Nach jeder Sitzung sollten Sie sich online abmelden, den Browser schließen und im besten Fall auch den Cache leeren. So bleibt den Langfingern der Zugriff auf Ihre Daten verwehrt.
  • Eure Online-Banking PIN solltet ihr aus eurem System raushalten – am besten nicht auf dem PC, im Internet oder im Browser speichern. So können Hacker, die es auf euren PC geschafft haben, trotzdem nicht direkt eure Daten ausspähen.

Banken haben die Pflicht, Online-Banking-Kunden vor Betrug zu schützen

Neben den Usern machen sich auch Banken Gedanken zum Thema Sicherheit beim Online-Banking. Verschiedene TAN-Verfahren haben das „Man-in-the-middle“-Prinzip inzwischen entschärft, denn ohne ein entsprechendes Gerät können Betrüger trotz Log-In-Daten keinen Zugriff keine Überweisungen tätigen. Trotzdem: Sollte irgendetwas beim Online-Banking auftreten, dass nach Betrug riecht, sollte man seinen Online-Zugang sofort bei der Bank sperren lassen.

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