WLAN Hotspot
Author
Lena Kunikowski, Mo, 5. Okt. 2015
in IT-Sicherheit

WLAN Hotspot

Sicherheit in öffentlichen Netzwerken

Jeder von uns freut sich sofort, wenn im Restaurant oder der Kneipe ein WLAN Hotspot bereitgestellt wird. Auch in ganzen Städten und auf öffentlichen Plätzen wird das kostenfreie Hotspot Angebot immer weiter ausgerollt. Wie aber steht es um eure Sicherheit? Wir klären auf!

Wer einen öffentlichen WLAN Hotspot nutzt, schont nicht nur sein Datenvolumen, sondern freut sich auch über wesentlich schnellere Verbindungen. Wer beispielsweise ein Foto von sich und seinen Freunden in der hippen Szene-Bar bei Facebook posten will, profitiert besonders beim Bild-Upload von schnellen Datenübertragungsraten und muss nicht wie bei einer „Edge“ oder  – noch schlimmer – „GPRS“ Verbindung gefühlte drei Jahre warten, bis endlich das Sel- oder We-fie in der Timeline erscheint. Aus sicherheitstechnischen Gründen solltet ihr aber unbedingt ein paar Ratschläge beherzigen, bevor und während ihr einen öffentlichen Hotspot nutzt.

WLAN-Netzwerke manuell auswählen & Websites prüfen

Generell solltet ihr euer Notebook, Smartphone oder Tablet immer so einstellen, dass sich das Gerät nicht automatisch mit einem vorhandenen WLAN Netzwerk verbindet, sondern selbiges immer manuell ausgewählt werden kann. Wenn ihr euch mit einem sicheren WLAN Hotspot verbunden habt, ist das schon die halbe Miete. Die andere bekommt ihr, wenn ihr beim Surfen selbst aufpasst. Achtet unbedingt darauf, euch nur auf Websites aufzuhalten, die mit „https“ beginnen – besonders, wenn ihr dort Passwörter oder private Daten eingeben müsst. https-Seiten verfügen über eine SSL/TLS Verschlüsselung und ein gültiges digitales Zertifikat. Abgesehen vom „s“ erkennt ihr diese Seiten auch daran, dass in der Adresszeile eures Browsers ein kleines Vorhängeschloss zu sehen ist. Besonders wichtig ist eine https-Verbindung bei Online Shops oder Online Banking. Fehlt dort der Zusatz, solltet ihr die Seite umgehend verlassen, da ihr sonst Gefahr lauft, Opfer einer so genannten „Man-in-the-middle“-Attacke zu werden. Dabei nutzt ein Krimineller oder Hacker die unsichere und unverschlüsselte Verbindung aus, um sich zwischen euch und z. B. den Shop oder die Bank zu schalten. Dadurch kann er eure Zugangsdaten abgreifen. Am allerbesten ist es also immer noch, in öffentlichen Netzwerken einfach ganz auf Bankgeschäfte oder Online-Shopping-Touren zu verzichten.

wlan hotspot hack

Einige Hacker „kopieren“ einfach den Namen eines sicheren Hotspots und warten dann ganz entspannt auf ihre Opfer.

Vor der Einwahl in den WLAN Hotspot: Echtheit der Website überprüfen

Gute und sichere WLAN Netzwerke sind – auch wenn sie öffentlich für jedermann zugänglich sind – meist trotzdem durch ein Passwort geschützt, das ihr in Verbindung mit dem Netzwerknamen eingeben müsst. Diese Daten stehen häufig direkt auf Schildern oder Speisekarten, meist muss man jedoch das entsprechende Personal danach fragen. Wichtig ist, dass der Hotspot mit einem WPA oder WPA2 Passwort geschützt ist – dabei handelt es sich nämlich um verschlüsselte Verbindungen. Obacht auch beim Namen des Netzwerks: Hacker und Kriminelle bauen häufig öffentliche Netzwerke nach, benennen sie ähnlich oder identisch und warten dann einfach ganz entspannt ab, bis die Falle zuschnappt und ihr euch mit dem Smartphone, Notebook oder Tablet in das unsichere, nachgebaute Netzwerk einwählt.

VPN Zugang einrichten

VPN steht für „virtuelles, privates Netzwerk“ und ist euch bestimmt ein Begriff, wenn ihr in einem Büro arbeitet oder Verbindungen an Schulen und Unis nutzt. Mit einer VPN Verbindung könnt ihr auch mobil auf euer privates oder berufliches Netzwerk und den jeweiligen Server zugreifen. Das Ganze funktioniert über eine spezielle VPN Software, die auf eurem Rechner installiert wird und mit dem jeweiligen Router des Netzwerks kommuniziert. Der große Vorteil an VPN: Die Verbindungen sind verschlüsselt und bieten euch Schutz, wenn ihr über einen öffentlichen WLAN Hotspot surft, weil ihr quasi „unsichtbar“ werdet. Damit verhindert ihr, dass ihr Opfer von Phishing-Attacken werdet. Zusätzlich gibt es natürlich noch andere Sicherheitstools, die eure Privatsphäre im Netz generell und bei der Nutzung eines öffentlichen Netzwerks im Besonderen schützen. PC-SPEZIALIST berät euch gerne dazu und sagt euch, welche Security Tools am besten geeignet sind.

Passwörter & LogOut

Wir empfehlen euch generell und vor allem für die Hotspot Nutzung die Verwendung eines Passwort Managers. Diese Programme sorgen erstens dafür, dass eure Kennwörter so gut wie nicht zu knacken sind und bieten zweitens speziellen Schutz vor Hackern, die diese Daten auslesen wollen. In unserem Beitrag „Passwort Manager im Test“ haben wir die besten Tools für euch zusammengestellt. Generelle Infos zum Thema Passwort-Sicherheit findet ihr hingegen hier. Ganz wichtig: Loggt euch nach dem Besuch einer Websites oder Kontos immer wieder richtig aus und schließt nicht nur einfach das Browser-Fenster.

Sicherheitsupdates und Patches installieren

Folgendes gilt nicht nur für das Surfen über einen WLAN Hotspot: Sorgt immer dafür, dass euer Rechner beim Thema Sicherheit auf dem aktuellsten Stand ist. Das bedeutet: Windows-, Browser- und Anti-Viren-Software-Updates sind immer zu machen! Durch sie (und auch durch Patches oder Hotfixes) werden kritische Sicherheitslücken, die es Angreifern leicht machen, sich in euer System zu hacken, wieder geschlossen. Komplett auf der sicheren Seite seid ihr natürlich mit unserem PC-SPEZIALIST Sicherheits-Check. Wir testen euren PC oder Laptop auf Herz und Nieren. Wir prüfen unter anderem all eure Programme auf Internetaktivität, führen die notwendigen Sicherheitsupdates durch, beraten euch zur Erstellung und Verwaltung von sicheren Passwörtern und entfernen bereits eingenistete Spyware, Trojaner und Co.

Übrigens: Stellt ihr selbst euren Besuchern oder Gästen einen Hotspot bzw. ein Gast-WLAN zur Verfügung, solltet ihr euch ebenfalls absichern. In unserem Beitrag „Gast-WLAN einrichten“ verraten wir euch, worauf ihr dabei achten müsst.

hotspot

Wer öffentlich zugängliche Netzwerke nutzt, sollte sich gleich doppelt absichern.

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