Steuererklärung 2015
Author
Lena Kunikowski, Mo, 19. Okt. 2015
in Aktuelles

Steuererklärung 2015

Steuersoftware im Vergleich

Die Steuererklärung: Jährliches Übel (oder Vergnügen) und kaum werden die Tage kürzer, beginnt die Suche nach der besten Steuersoftware. Wir haben uns einmal die gängigen Programme angeschaut und verraten euch, mit welchen Tools die Steuererklärung zum Kinderspiel wird.

Eine gute Steuersoftware ist wie ein guter Steuerberater: Sie spart bares Geld. Denn auch bei der Steuererklärung eines einfachen Angestellten können eine Menge Kleinigkeiten am Ende sehr viel mehr im Portemonnaie bedeuten. Eine professionelle Steuersoftware sorgt genau dafür.

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Statt sich mit Papierkram herumzuärgern, sollte man besser eine professionelle Steuersoftware nutzen

Steuererklärung mit Steuersoftware

Wer für seine Steuererklärung heutzutage noch handschriftlich einen Vordruck ausfüllt, ist längst nicht mehr am Puls der Zeit. Neben der Tatsache, dass eine Steuersoftware die Daten sogar automatisch an das Finanzamt übermitteln kann und man sich den Weg zum Briefkasten spart, geben die Programme hilfreiche Tipps, wie man das Maximale aus seiner Einkommensteuererklärung herausholt und so mehr Geld vom Staat zurückbekommt. Dass man mit der passenden Steuersoftware noch bessere Karten hat, zeigen auch aktuelle Statistiken: Demnach erhält im Durchschnitt jeder Steuerpflichtige, der seine Einkommensteuererklärung mit Hilfe einer Software erstellt, ungefähr 1.400  € zurück. Der Durchschnitt aller Rückerstattungen liegt hingegen „nur“ bei 800 €. Die Investition in eine professionelle Steuersoftware lohnt sich also auf jeden Fall – diese ist in der Regel schon ab ca. 10 € zu haben und schlägt damit die Kosten für einen externen Steuerberater natürlich um Längen. Übrigens: Bei der „Versionsnummer“ bzw. Jahreszahl bitte folgendes beachten: Wer seine Steuererklärung für 2015 machen will, muss immer die Softwareversion 2016 kaufen.

WISO Steuersoftware im Test

Die Steuersoftware des ZDF Wirtschaftsmagazins WISO ist sicherlich eine der bekanntesten und auch für uns eine sehr gute Wahl, weil sie nicht nur viele hilfreiche Steuertipps beinhaltet, sondern auch einen großen Fokus auf den Datenschutz legt. Alle eingegebenen Daten werden über ein sicheres Https-Protokoll an ein mehrfach abgesichertes Rechenzentrum übertragen, das natürlich den strengen, deutschen Datenschutzrichtlinien unterliegt. Zudem kommen bei der Dateneingabe sowie den Konto- und Passwortdaten aktuelle Verschlüsselungstechniken zum Einsatz. Was die WISO Steuersoftware aber so besonders attraktiv im Steuersoftwarevergleich macht, ist die einfache Bedienung und das „idiotensichere“ Handling. WISO führt den Nutzer Schritt für Schritt durch die Einkommensteuererklärung und gibt an jeder Stelle hilfreiche Steuertipps, welche Ausgaben wie geltend gemacht werden können und wie sie sich positiv auf den Steuerbescheid auswirken. Dafür wird die WISO Steuersoftware natürlich jedes Jahr neu herausgegeben, damit stets die aktuellen Steuergesetze, Anpassungen und Regeln berücksichtigt werden können. Wer allerdings jedes Jahr das Programm von WISO nutzt, kann seine Stammdaten jeweils aus der Vorgängerversion übernehmen und muss sie nicht jährlich neu eingeben. Weiterer Vorteil: Der Funktionsumfang. Neben den klassischen Ausgaben und Einnahmen aus Gehalt oder Lohn, können auch die aus Vermietungen, Verpachtungen, einem Haupt- oder Nebengewerbe und aus Kapitalgeschäften einfach und unkompliziert angegeben werden. Wer da nichts vor- oder auszuweisen hat, überspringt die Schritte einfach. Die bewährte Einkommensteuersoftware – auch als WISO-Steuer-Sparbuch bekannt – wurde übrigens bereits mehrfach ausgezeichnet und ist daher im Vergleich auch unsere Nummer eins. Der einzige kleine Nachteil: Die Steuersoftware von WISO ist verhältnismäßig teuer und kostet um die 28 €. Unserer Meinung nach lohnt sich die Investition aber definitiv und wo sonst gibt es neben einem „virtuellen Steuerberater“ auch noch erklärende Videos?

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Die Plausibilitätsprüfung in einer Steuersoftware verhindert solche Fälle

Steuersoftware T@x 2016

Eine günstigere Alternative zu der bewährten Software von WISO ist T@x 2016. Diese gilt auch als „kleiner Bruder“ der eben genannten und ist vor allem deswegen kleiner, weil der Funktionsumfang deutlich reduziert ist und auch beim Bedienkomfort Abstriche gemacht wurden. Trotz allem lässt sich die Steuererklärung mit T@x natürlich immer noch wesentlich leichter erledigen als mit dem gänzlich kostenlosen ELSTER-Formular. Und auch das Wichtigste, die Plausibilitätsprüfung fehlt nicht. Denn was nützt die schönste Steuersoftware, wenn das „Problem“ 30 cm vor dem Bildschirm sitzt und widersprüchliche Angaben macht. Achtung aber bei der kostenlosen Testversion von T@x: Hier könnt ihr zwar alle Eingaben tätigen und so eure Nachzahlung oder Rückerstattung berechnen, jedoch lassen sich die Daten weder speichern noch drucken, solange ihr nicht die kostenpflichtige Version der Steuersoftware gekauft habt. Dafür zahlt ihr dann ca. 15 €. Wir meinen: Für einfache Steuerfälle oder Nutzer, die sich bereits gut mit der Bedienung einer Steuersoftware auskennen, auf jeden Fall eine günstige Alternative. Wer bei der Erstellung seiner Steuererklärung aber viel Wert auf den Bedienkomfort und detaillierte Erklärungen legt, greift besser zum großen Bruder WISO.

Steuererklärung mit Taxman 2016

Preislich über T@x, aber unter WISO liegt mit 17,50 € die ebenfalls sehr beliebte und etablierte Software Taxman. Und bei den Zusatzfeatures schlägt Taxman sogar die gesamte Konkurrenz um Längen: Hier werden unzählige Videos, zahlreiche Steuertipps und andere Begleitmaterialien mitgeliefert, die jede Menge Licht ins Dunkel der Steuererklärung bringen. Zudem eignet sich Taxman nicht nur sehr gut für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmer, Freiberufler oder sogar Menschen, die im Ausland gearbeitet haben. Bei Taxman erscheint der virtuelle Steuerberater sogar als Video und fragt brav alle wichtigen Aspekte der Einkommensteuererklärung nacheinander ab. Aber keine Angst: Einfache Steuerfälle, bei denen die Stammdaten aus der Vorgängerversion übernommen werden, können trotzdem in absoluter Rekordzeit vollständig abgeschlossen werden und dauern nur eine Viertelstunde (wenn man sich nicht allzu ungeschickt anstellt). In Echtzeit sieht man permanent den aktuellen Stand der Nachzahlungs- oder Erstattungshöhe. Ist die Steuererklärung schließlich fertig, kann sie entweder ausgedruckt oder via ELSTER direkt an das zuständige Finanzamt geschickt werden werden. Wir finden: Wem WISO zu teuer ist oder wer tief in den Steuer-Dschungel einsteigen will, sollte auf Taxman zurückgreifen.

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So sieht der Steuerbescheid im Idealfall aus

QuickSteuer 2016: Die Schnäppchen-Software

Eine weitere, günstige Software für die Steuererklärung ist QuickSteuer. Diese kostet in der 2016 Version keine 15 € und gibt wie alle anderen Programme laufend Tipps zur Optimierung seiner Einkommensteuererklärung und weist auf Eingabefehler hin. Nettes Zusatzfeature: Der Belegmanager. Er verwaltet und sortiert separat eingescannte Dokumente. Ebenfalls positiv finden wir die dynamische Eingabehilfe. Sie erklärt genau, welche Informationen oder Angaben warum benötigt werden und wo der Nutzer sie in seinen Unterlagen findet. Wer nach Abschluss der Steuererklärung sämtliche Daten direkt an sein zuständiges Finanzamt schicken will, profitiert von dem integrierten ELSTER-Assistenten, der aufpasst, dass alle Daten vollständig bei der Behörde landen bzw. nicht doppelt übermittelt werden. Passend dazu sieht der Nutzer währenddessen jederzeit die Statusmeldung zum Übertragungsprozess. Der Haken bei QuickSteuer: Für Unternehmer oder Freiberufler ist die Software nicht geeignet. Unser Fazit: Für Studenten oder „normale“ Arbeitnehmer stellt QuickSteuer eine günstige Alternative dar. Wer von seiner Steuersoftware aber mehr erwartet oder gewerbliche Einnahmen zu versteuern hat, sollte besser auf Taxman oder WISO zurückgreifen.

Habt ihr Fragen zum Thema Steuererklärung oder Steuersoftware? Mit welchem Programm erledigt ihr eure Einkommensteuererklärung? Oder füllt ihr sie tatsächlich noch handschriftlich aus? Lasst es uns in den Kommentaren wissen und sagt uns eure Meinung!

 

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