SiBike App
Author
Lena Kunikowski, Do, 24. Mrz. 2016
in Aktuelles

SiBike App

Grüne Welle für Radfahrer

Eine neue App namens SiBike steht in den Startlöchern und könnte das Fahrrad fahren in der Großstadt revolutionieren. Von der Marktreife ist die neue Anwendung aktuell zwar noch etwas entfernt, erste Tests laufen aber schon.

Hinter der neuen App steckt übrigens kein Geringerer als Siemens. Hier konzentriert man sich also nun scheinbar etwas weniger auf Waschmaschinen oder Geschirrspüler und entert dafür den Bereich App-Entwicklung. Und das ganze Projekt hat sogar einen sehr noblen Hintergrund.

SiBike App macht Ampeln grün

Die ganze Welt spricht ständig davon, die Natur und Umwelt besser zu schützen. An Stichworten wie „ökologische Verantwortung“ und „Nachhaltigkeit“ kommt sowie keiner mehr vorbei. Ob die Plastiktüten bei Karstadt auf einmal extra kosten oder die Anzahl der Elektroautos steigt – allgemein gilt: Green is the new black. Siemens möchte mit der neuen App nun wohl dafür sorgen, mehr Menschen zum Fahrrad fahren zu motivieren und das Auto stehen zu lassen. Und das soll dadurch funktionieren, dass selbiges komfortabler wird. Die SiBike App kommuniziert nämlich mit dem Ampelsystem und sorgt so für eine grüne Welle. Derzeit wird das Projekt übrigens schon in Bamberg getestet. Und auch Busse setzen die Technologie bereits erfolgreich ein.

Grüne Welle durch GPS

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Mit der SiBike App sollen Fahrradfahrer schon bald dauerhaft grüne Welle haben

Die SiBike App funktioniert über die GPS Ortung beim Smartphone. Der Radfahrer registriert sich über die App und aktiviert die Ortungsfunktion. Die so genannten Auslösepunkte bei Ampeln empfangen dann das entsprechende Signal, sobald der Radler nah genug dran ist. Diese Signale werden daraufhin an die Verkehrszentrale gesendet, die wiederum das Tempo des Fahrer ermittelt. Auf dieser Basis wird dann kalkuliert, in welcher Zeit der Fahrradfahrer an der nächsten Lichtorgel sein wird. Lässt es die Verkehrslage zu, springt die Ampel automatisch auf grün. Steht die Ampel sowieso gerade richtig, kann die Grünphase bis zum Zeitpunkt der Ankunft um einige Sekunden verlängert werden. Um alle Autofahrer zu beruhigen: Das passiert maximal einmal. Der Projektleiter bei Siemens verspricht, dass die Autofahrer durch die App so gut wie gar nicht beeinträchtigt werden, während der Nutzen für alle Radler natürlich immens sei. Damit die Anwendung aber überall funktionieren kann, müssen die Ampelanlagen natürlich in der Lage sein, die Signale der App zu empfangen und weiterzuleiten. Bis das deutschlandweit der Fall ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Zudem spielt die Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Wer auf einer Strecke mit vielen Ampeln konsequent von der grünen Welle profitieren will, muss sich beim Tempo zwischen ungefähr 18 bis 20 km/h einpendeln.

SiBike App noch in der Testphase

Wie bereits erwähnt befindet sich die App derzeit noch im Test. Als Pilot-Stadt wurde Bamberg ausgewählt, die allgemein als Studenten-Stadt gilt und daher überdurchschnittlich viele Fahrradfahrer zählt. Die Presseverantwortliche der Stadt zeigt sich übrigens schon jetzt begeistert und gibt an, dass man in der Innenstadt durch die App deutlich fixer unterwegs sei als mit dem Auto. Übrigens gehen andere Städte bei ihrem Engagement für mehr Rad- und weniger Autofahrer noch einen ganzen Schritt weiter. In Rotterdam sind spezielle Ampeln mit Regensensor für Fahrradfahrer geplant. Schüttet es aus Eimern, wird den Radlern sogar Vorrang gegenüber den Autofahrern gewährt. Wir sind gespannt, wie solche Pläne in unseren Gefilden ankommen, sollten sie auch hier Anklang finden. Wir halten euch hier im Blog natürlich über die Entwicklung auf dem Laufenden.

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