Gefahr am Geldautomat
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Lena Kunikowski, Mo, 23. Mai. 2016
in Aktuelles

Gefahr am Geldautomat

Trojaner greift Kundendaten ab

Der Geldautomat ist das neue Lieblingsziel von Verbrechern. Der internationale Sicherheitssoftwarehersteller Kaspersky hat jetzt ein erschreckendes Untersuchungsergebnis veröffentlicht. Demzufolge sei so gut wie kein Geldautomat sicher.

Zehntausende Bankautomaten sollen bereits mit einem gefährlichen Virus infiziert sein. Und ja, auch in Deutschland. Wir haben die wichtigsten Informationen dazu für euch zusammengestellt.

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Böse Überraschung am Geldautomat ist auch bei uns denkbar

Geldautomat mit Spionagesoftware infiziert

Die Experten des Kaspersky Lab schlagen Alarm. Zahlreiche Geldautomaten auf der ganzen Welt seien mit einer gefährlichen Software namens Skimer infiziert. Das Programm späht Karteninformationen und Pins der Kunden während des Geld Abhebens aus. Diese Daten werden von den Hackern dann benutzt, um die Magnetstreifen der EC-Karten zu kopieren. Im Anschluss daran können die Betrüger direkt munter fremdes Geld abheben. Aber wie ist das möglich? Ganz einfach: Ein riesiger Teil der Automaten (laut Kaspersky bis zu 95 %) läuft noch heute mit Windows XP, das schon satte 15 Jahre auf dem Buckel hat. Die darin enthalten Sicherheitslücken sind den Hackern natürlich bekannt und werden entsprechend ausgenutzt. Die Spionagesoftware wird ganz einfach via USB Stick auf den Geldautomat gespielt. Und auch hier stoßen die Betrüger auf kein nennenswertes Hindernis: Die Schlösser seien teilweise sogar schon mit einem Kugelschreiber zu öffnen, warnt Kaspersky. In bestimmten Fällen soll sogar schon ein verseuchter Geldautomat reichen, um auch andere Maschinen mit dem Trojaner anzustecken.

Skimer Trojaner treibt weltweit sein Unwesen an Bankautomaten

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky haben Skimer in Deutschland, Russland und im asiatischen Raum entdeckt. Ihren Schätzungen zufolge seien wohl mehrere zehntausend Automaten mit der gefährlichen Spionagesoftware infiziert. Dahinter würden verschiedene Verbrecher-Banden stecken, die international aktiv seien. Die Programmierer von Skimer stammen augenscheinlich aus dem russischen Sprachraum und vertreiben ihre Software unter äußerster Geheimhaltung im Darknet. Neu ist Skimer aber übrigens nicht. Erstmalig tauchte der Bank-Trojaner schon 2009 auf. Allerdings wurde die damalige Version in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. So sollen heute knapp 50 Versionen der Schadsoftware in Umlauf sein. Darüber hinaus warnt Kaspersky auch vor manipulierten Versionen der Analyse-Programme. Diese werden von Ingenieuren für Wartungsarbeiten an Bankautomaten genutzt und sollen im schlimmsten Fall sogar Zugang zum „Bargeldsafe“ der Automaten ermöglichen. Zusätzlich soll es bei vielen Banken Sichtsheitsversäumnisse beim Datenfluss geben. So würden die Verbindungen zwischen Geldautomat und Bankserver teilweise nicht verschlüsselt und könnten von Hackern ohne große Probleme im Klartext ausgelesen werden. Alles in allem ein höchst beunruhigender Bericht und ein offizielles Statement der Banken steht bislang noch aus.

Wir von PC-SPEZIALIST können euch zwar nicht vor manipulierten Geldautomaten schützen, helfen euch aber dafür gern bei euren Geräten weiter. So bieten wir euch die Einrichtung eines professionellen Virenschutz-Programms oder (im Schadensfall) eine umfassende Virenentfernung als Service zum Festpreis an.

1 Kommentar

  1. Birgit Kretz sagt:

    Hallo, habe auch diese Adresse angeklickt, nach Telefonat mit der Polizei habe ich nicht gezahlt und werde nächste Woche Anzeige erstatten.

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