Routerzwang adé

Routerzwang adé

Das ändert sich durch die Routerfreiheit

Aus für den Routerzwang. Beschlossen ist das zwar schon seit November 2015, wirksam wird diese wichtige Änderung erst zum 1. August. Aber was bedeutet das Ende für den Routerzwang überhaupt für den Endverbraucher? Und was ändert sich nun?

Bisher war es so, dass mit der Entscheidung für den Internetanbieter dieser auch das Routermodell seiner Wahl vorgab. Je nach dem, mit welchem Hersteller der Provider kooperierte, erhielt der Endkunde ein entsprechendes Gerät zum Vertragsstart. Der Nachteil hierbei: Verbraucher mussten das nehmen, was sie bekamen – und trotzdem gehörte ihnen der Router nicht. Die Kosten für das Gerät wurden meist ziemlich undurchsichtig in monatliche Mietgebühren umgelegt und mit der Monatsrechnung eingezogen. Transparenz und Freiheit sehen anders aus, weswegen sich die Politik Ende letzten Jahres gegen den Routerzwang und für die Routerfreiheit entschied. Damit soll übrigens nicht nur dem Verbraucher die freie Produktauswahl vermöglicht werden, sondern auch echter Wettbewerb wieder möglich sein.

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Aus für den Routerzwang: Ob FRITZ!Box oder nicht, entscheidet bald jeder selbst.

Routerzwang abgeschafft – und nun?

Jeder, der ab dem 1. August 2016 einen Internetvertrag abschließt oder seinen Anbieter wechselt, hat das Recht auf einen Router seiner Wahl. Statt also das Standard-Modell des Anbieters zu nehmen und für oft unverhältnismäßig viel Geld abzubezahlen, kann man sich genau den Router kaufen, der die persönlichen Anforderungen am besten erfüllt. Besonders für Menschen, die in einer ländlichen Gegend wohnen, bietet das viele Vorteile. Denn nicht selten waren die Anbieter-Geräte technisch veraltet, funktionell eingeschränkt oder mit langsamen WLAN Modulen ausgestattet. Aber auch hier hat die Medaille wie so oft zwei Seiten. Ein vorkonfigurierter und „maßgeschneiderter“ Router des Anbieters lässt sich am einfachsten einrichten. Zudem kann die Telefon-Hotline des Providers im Störungsfall meist schnell weiterhelfen. Für „Fremdmodelle“ wird dieser Anbieter-Service in Zukunft wohl eher nicht gelten. Im Folgenden haben wir einmal die Vor- und Nachteile für euch aufgeschlüsselt.

Vorteile eines selbst gekauften Routers

  • Nutzung der neuesten Technologie und Standards
  • Sicherheits- und Softwareupdates sofort verfügbar
  • Alle Router-Funktionen uneingeschränkt nutzbar (z. B. für günstige Internet-Telefonie)
  • Gerät kann zum günstigsten Preis gekauft werden

Nachteile eines selbst gekauften Routers

  • Für Kabelkunden: Vorab Prüfung notwendig, ob das Gerät direkt für das Kabelnetz geeignet ist
  • Router muss (ggf. erst telefonisch) vom Anbieter freigeschaltet werden
  • Support-Möglichkeit im Störungsfall unklar

Vorteile eines Routers vom Internet-Anbieter

  • Einfache Einrichtung
  • Technischer Support bei Störungen oder Einrichtungsschwierigkeiten über Hotline des Anbieters

Nachteile eines Routers vom Internet-Anbieter

  • Wenig bis keine Auswahlmöglichkeiten
  • Eingeschränkter, modizierter oder gar gesperrter Funktionsumfang
  • Teils sehr hohe monatliche Mietkosten inkl. Rückgabeverpflichtung
  • Gerät wertlos bei einem Wechsel des Anbieters
  • Sicherheitsupdates nicht immer sofort verfügbar

Umsetzung der Routerfreiheit

Grundsätzlich sind sämtliche Internetanbieter nun verpflichtet, ihren Kunden unaufgefordert die notwendigen Zugangsdaten zur Verfügung zu stellen, mit denen ein freier Router eingerichtet werden kann. Praxis ist das leider noch nicht. So verweigert beispielsweise Unitymedia bislang allen Kunden die freie Router-Wahl, die ihren Vertrag vor dem Jahr 2013 geschlossen haben. Ausnahme: Sie wechseln den Tarif und binden sich so automatisch für weitere 24 Monate an den Anbieter. Andere Kabelnetz-Betreiber greifen aber auch in die Trickkiste. So müssen angeblich spezielle technische Anforderungen des Geräts erfüllt werden, weil ansonsten das Netz geschädigt werden könne. In diesem Zusammenhang wird dann das für Verbraucher vollkommen unverständliche Wort „Schnittstellenbeschreibung“ in den Raum geworfen. Während sich Anbieter wie zum Beispiel 1&1 bislang positiv über die Routerfreiheit äußern, ist man offiziell bei Unitymedia oder auch Vodafone wenig begeistert. Welche Konsequenzen das noch haben kann, bleibt abzuwarten.

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Trotz Routerfreiheit: Altes Gerät nicht wegwerfen!

Ganz wichtig für alle, die mit Ende des Routerzwangs sofort auf ein anderes Gerät umsteigen: Werft den alten Router auf keinen Fall weg. Wie oben bereits beschrieben, habt ihr euer Standard-Modell in der Regel nur zur Miete erhalten. Mittlerweile sind zahlreiche Fälle bekannt geworden, bei denen Anbieter wie die Telekom, Vodafone und O2 den alten Router bis zu fünf Jahre nach Ende des Vertrags zurückfordern. Wer das alte Gerät nicht mehr hat, muss zahlen. Bei Vodafone zahlt ihr je nach Modell 100 bis 160 €, bei O2 und der Telekom wird der „individuelle Restwert“ ermittelt – und der kann zumindest bei der Telekom auch nach fünf Jahren immer noch 100 € betragen.

Individuelle Router-Kaufberatung

Der Routerzwang ist Geschichte und das wollt ihr ausnutzen? Dann wendet euch gleich an euren PC-SPEZIALIST vor Ort. Unsere Technik-Experten nehmen in der persönlichen und kostenlosen Router-Kaufberatung eure individuellen Anforderungen auf und beraten euch zu dem für eure Zwecke besten Modell. Aber egal, ob ihr euren neuen Router dann bei uns oder woanders kauft: Bei der Einrichtung sind wir dann gern wieder an eurer Seite. Wir kommen einfach und schnell zu euch nach Hause und kümmern uns um die komplette DSL-/WLAN Einrichtung.

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