Online Banking Sicherheit
Author
Lena Kunikowski, Mo, 19. Sep. 2016
in Tipps

Online Banking Sicherheit

10 Tipps zum Schutz vor Betrügern

Das Thema Online Banking Sicherheit ist so wichtig wie nie zuvor. Wenn ihr aktuell noch überlegt, ob ihr bei eurer Bank euer Online Banking anmelden sollt und wie sicher die ganze Nummer überhaupt ist, solltet ihr jetzt weiterlesen.

Wir klären über die Online Banking Gefahren auf und geben euch 10 wertvolle Tipps, damit ihr so sicher wie möglich unterwegs seid.

online banking sicherheit

Die Sicherheit beim Online Banking hat oberste Priorität.

Was ist Online Banking?

Was ist Online Banking“, „Wie sicher ist Online Banking“ und „Wie geht Online Banking?“. Das fragen sich besonders Menschen, die nicht der Generation „Digital Native“ entstammen. Online Banking ist vor allem eines: Bequem. Über PC, Laptop oder auch Smartphone und Tablet könnt ihr euren Kontostand checken, Überweisungen durchführen, Daueraufträge erstellen, bearbeiten, löschen und noch vieles mehr. Der Gang zum Schalter bleibt euch also in vielen Fällen erspart. Grundsätzlich unterscheidet man beim Online Banking zwischen zwei Arten: Dem Home Banking und dem Online Banking im Internetbrowser. Beim Home Banking erledigt der Nutzer all seine Bankgeschäfte zunächst über eine spezielle Software. Dazu muss der Rechner nicht mit dem Internet verbunden sein. Das wird erst nötig, wenn alle Eingaben gemacht wurden und die Daten an die Bank übertragen werden sollen. Beim „klassischen“ Online Banking hingegen ruft der Nutzer die Seite seiner Bank im Browser auf, loggt sich mit seinen Zugangsdaten ein, erledigt seine Bankgeschäfte und meldet sich anschließend wieder ab. Diese Methode ist grundsätzlich etwas unsicherer, weil sie Betrügern durch die längere Internetverbindungsdauer mehr Angriffsfläche bietet. Damit euch beim Thema Online Banking Sicherheit aber niemand mehr etwas vormacht, haben wir 10 Tipps zusammengestellt.

Online Banking Sicherheit

Wir verraten euch, wie ihr die Online Banking Gefahren minimieren könnt und euch bestmöglich schützt. Beachtet aber bitte: Einen 1000 %-igen Schutz kann und wird es nie geben. Tag für Tag arbeiten Cyber-Kriminelle, Hacker und Betrüger daran, neue Methoden zu finden, um ahnungslose Nutzer um ihr Geld zu bringen. Genauso arbeiten Banken und Sicherheitssoftwarehersteller täglich dagegen. Und wie das oft im Leben ist: Mal hat der eine, mal der andere die Nase vorn. Mit unseren Tipps könnt ihr aber zumindest euer persönliches Risiko stark minimieren.

Sichere Passwörter beim Online Banking verwenden

Nirgendwo ist es so wichtig wie beim Online Banking, ein sicheres Passwort zu verwenden. Zahlreiche Studien belegen leider, dass viele Menschen Passwörter benutzen, die extrem leicht zu knacken sind. In diesem Zusammenhang ist es besonders gefährlich, ein und das selbe Passwort für mehrere Accounts zu verwenden. Denn wird das Kennwort einmal geknackt, erhalten die Betrüger gleich Zugriff auf alle Konten – von E-Mail bis Online Banking Account. In unserem Ratgeber-Beitrag „Passwortsicherheit“ verraten wir, wie ihr einfach und schnell sichere Kennwörter generieren könnt, die trotzdem leicht zu merken sind.

Verhalten bei Phishing-Versuchen

Ob per E-Mail, Telefon oder SMS: Täglich werden tausende Phishing-Versuche auf den unterschiedlichsten Wegen gemacht. Dabei entwickeln Cyber-Kriminelle immer perfidere Methoden, um an eure sensiblen Daten und Passwörter zu gelangen. Daher können wir immer nur raten: Obacht bei allen Nachrichten und Kontaktversuchen, die euch merkwürdig vorkommen. Achtet besonders darauf, keine fragwürdigen E-Mail Anhänge zu öffnen oder Fremden Zugriff auf euren PC zu gestatten. Auch wichtig zu wissen: Keine Bank der Welt wird euch jemals per E-Mail oder Telefon auffordern, eure Zugangsdaten oder TAN-Nummern zu nennen.

Eigene Hardware = Mehr Sicherheit

Erledigt eure Bankgeschäfte nach Möglichkeit nur über eure eigenen Geräte. Sollte sich die Nutzung von Fremdhardware auf Biegen und Brechen nicht vermeiden lassen (zum Beispiel im Urlaub), achtet darauf, euch immer richtig auszuloggen und den Browser-Cache zu löschen.

Sensible Daten schützen

Auch beim Thema Online Banking Sicherheit gilt – zumindest zum Teil: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Wer PIN und TAN Nummern nicht ausreichend vor dem Zugriff bzw. den Augen Dritter schützt, darf sich im Schadensfall nicht wundern. Ebenso wie man der Oma rät, die Geheimzahl nicht ins Portemonnaie zu kleben, muss auch die Online Bankgeschäften immer der Verstand vor der Bequemlichkeit siegen. Daher sollten Zugangsdaten, Passwörter und Geheimnummern immer absolut diebstahl- und kopiergeschützt aufbewahrt werden.

Tipps und Tricks, sich Zugangsdaten und PIN-Nummern zu merken

Wer nicht umhin kommt, sich diese sensiblen Daten irgendwo zu notieren, dem legen wir folgende Tipps ans Herz:

  • Kreiert einen fiktiven Kontakt. Der Name sollte hier weder zu gewöhnlich („Peter Müller“), noch zu ungewöhnlich („Vincent Willibald von und zu Lipper Hellweg“) sein. Verschafft diesem Kontakt eine echte Adresse und achtet unbedingt darauf, dass die Postleitzahl auch zum Ort passt. Bei der Telefonnummer verwendet ihr die entsprechende Ortsvorwahl und baut in der eigentlichen Rufnummern dann eure Geheimzahl ein – am besten irgendwo mittendrin. Sortiert diesen Kontakt dann in eure ganz normalen Kontakte ein – natürlich ohne besondere Kennzeichnung oder Hinweise.
  • Nutzt Profi-Software wie beispielsweise MobileSitter, die vom Fraunhofer Institut entwickelt wurde. Das speziell für Smartphones entwickelte Programm funktioniert vom Prinzip her genau so wie ein Passwortmanager für den PC, bietet aber noch mehr Sicherheit. Ideal also, um dort wichtige PIN-Nummern zu hinterlegen.
  • Kostet nichts und kann jeder: Merkt euch PIN-Nummern anhand von Methoden aus dem Gedächtnistraining. Beispiel: Die PIN eurer EC-Karte lautet 7451. Eine mögliche Eselsbrücke könnte lauten: Die 7 Zwerge 4-teln 5 Äpfel für 1 Schneewittchen. Noch einfacher geht es, wenn ihr die Zahlen mit etwas Persönlichem verknüpft. Fußballspieler können sich die Zahlenabfolge zum Beispiel anhand der Rückennummern ihrer Teamkollegen merken.

Dispo- und Tages-Limits festlegen

Im Gespräch mit eurer Hausbank habt ihr die Möglichkeit, individuelle Limits für euer Dispo bzw. einen Tag festzulegen. Was die Eltern shopping- und vergnügungssüchtiger Teenies oft machen, um den verantwortungsbewussten Umgang mit Geld zu lehren, kann auch euch im Zweifel nützen. Sollte es nämlich doch einmal einem Betrüger gelingen, die Mechanismen der Online Banking Sicherheit auszuhebeln, kann zumindest nicht auf einen Schlag euer gesamtes Konto leergeräumt und überzogen werden. Gut zu wissen: Bei vielen Banken sind aber auch ohne euer Zutun Standards definiert. So erhalten beispielsweise Kunden der Sparkasse nicht mehr als 500 € pro Tag am Geldautomaten und auch der Dispo-Kredit wird auf Basis eurer Einkünfte bemessen.

Vorsicht beim Online-Shopping

Bei Fake-Shops lauern große Online Banking Gefahren. Hier haben es Betrüger besonders leicht, an eure Bank- oder Kreditkartendaten zu gelangen oder auch eine Spyware auf euren Rechner zu schleusen. Achtet also immer unbedingt darauf, nur bei seriösen und geprüften Online-Shops einzukaufen. Siegel wie zum Beispiel „Trusted Shop“ bieten grundsätzlich eine gute Orientierung, können aber leider auch relativ einfach gefälscht werden. Unser Tipp, wenn ihr einen neuen Online-Shop entdeckt: Vorher unbedingt nach Erfahrungen anderer Nutzer googeln und unseren Ratgeber-Beitrag „Geschützt und sicher online einkaufen“ lesen.

Check nach jedem Online Banking Login

Plündern Betrüger euer Konto, ist schnelles Handeln gefragt. Das bedingt aber, dass ihr eure Konten wiederkehrend checkt und bei Unregelmäßigkeiten sofort Kontakt zu eurer Bank aufnehmt. Unser Tipp: Beim Online Banking anmelden bedeutet als allererstes, einen Check durchzuführen. Prüft eure Kontostände sowie die einzelnen Abbuchungen. Kommt euch irgendetwas komisch vor, kontaktiert umgehend euren Bankberater. Übrigens: Hier denken die meisten Banken mit und greifen umgekehrt ebenso zum Hörer, wenn sie verdächtige Kontobewegungen wahrnehmen.

Online Banking Sicherheit auf Mobilgeräten

Wenn ihr mit eurem Smartphone unterwegs seid, sind die Online Banking Gefahren noch größer als zu Hause. Das gilt vor allem dann, wenn ihr öffentliche Hotspots oder freizugängliche WLAN Verbindungen nutzt. Hier ist es für Cyberkriminelle ein Leichtes, sich in eure Internetsitzung zu hacken und eure Eingaben mitzuverfolgen. Unsere Empfehlung daher: Verzichtet in der Öffentlichkeit darauf, eure Bankgeschäfte zu erledigen. Und für den Einsatz zu Hause gilt: Ausschließlich verschlüsselte und geschützte Verbindungen nutzen. Neben sicheren WLAN Standards wie zum Beispiel WPA 2 (natürlich passwortgeschützt), solltet ihr auch immer eine aktuelle Sicherheitssoftware nutzen und diese regelmäßig updaten. Wir von PC-SPEZIALIST unterstützen euch hierbei gerne. Kontaktiert einfach den Standort in eurer Nähe, wenn ihr euer WLAN professionell einrichten und absichern sollt oder Hilfe bei der Auswahl und Installation einer Sicherheitssoftware benötigt.

Sicherheit beim Online Banking nur mit sicherem Gerät

Egal ob mobil oder stationär: Ist euer Gerät nicht ausreichen vor Spionage-Attacken und Trojanern geschützt, ist es mit der Online Banking Sicherheit nicht weit her – mit anderer übrigens auch nicht. Wirklich wichtig ist aber, dass ihr nicht nur einmalig eine professionelle Anti-Virus-Software einsetzt, sondern selbige auch regelmäßig aktualisiert. Wer jetzt überprüfen will, wie weit er geschützt ist und/oder weitere Fragen rund um das Thema Sicherheit hat, dem legen wir unseren PC-SPEZIALIST Sicherheitscheck ans Herz.

Sicheres Online Banking mit verschlüsselten Verbindungen

Spätestens, wenn ihr euch bei Shops oder auch bei eurem Online Banking anmelden wollt, sollte in der Adresszeile des Browsers „https“ zu lesen sein. Fehlt das „s“, handelt es sich um keine geschützte Verbindung und ihr solltet den Vorgang schnellstmöglich abbrechen. Achtet zudem darauf, dass hinter der Adresse ein kleines Schloss-Symbol zu sehen ist. Weil grundsätzlich aber auch Sicherheitszertifikate gefälscht sein können, bietet es sich im Zweifelsfall an, Portale wie SSL Trust zu nutzen. Diese checken die Adresse auf ihre Vertrauenswürdigkeit und das hinterlegte Zertifikat.

Ihr habt Fragen zum Thema Online Banking Sicherheit? Stellt sie uns in den Kommentaren!

2 Kommentare

  1. Winfried Seilert sagt:

    Wer haftet denn, wenn man doch im Onlinebanking gehackt wurde (Phishing)? Die Bank immer, oder wie? Im Internet finden sich viele Informationen, aber so richtig klar wurde es mir noch nicht.

    Soweit ich es verstanden habe, muss Fahrlässigkeit vorliegen..? und bewiesen werden?

    1. PC-SPEZIALIST Team sagt:

      Hallo Winfried!

      Die Bank muss dem Kunden Geld zurückzahlen, das von seinem Konto verschwunden ist, wenn der Kunde nachweisen kann, dass er beispielsweise eine Überweisung nicht in Auftrag gegeben hat. Wenn der Kunde also Opfer von Phishing geworden ist, muss die Bank dem Kunden das Geld erstatten. Auch wenn ein Kunde seine EC-Karte verloren hat und jemand anderes mit der Karte Geld abhebt, muss die Bank dem Kunden das Geld erstatten. Allerdings muss der Kunde auch dann nachweisen, dass er nicht fahrlässig gehandelt hat, also die Pin nicht an der Karte notiert hat oder im Portemonnaie hinterlegt hat.
      Der Nachweis ist immer das, was für den Kunden schwierig ist. Deshalb raten Fachleute, sich in einem solchen Falle, einen Anwalt zu nehmen.
      Außerdem hat der Bankkunde eine Sorgfaltspflicht. Das bedeutet, dass eben nicht Karte und PIN gemeinsam aufbewahrt werden, dass der Rechner, der zum Online-Banking verwendet wird, neueste Antivirenprogramme enthält… Wenn der Kunde dieser Sorgfaltspflicht nicht nachkommt, hat er zwar trotzdem einen Anspruch, sein Geld zurück zu bekommen, aber die Bank hat dann ihrerseits Anspruch auf Schadensersatz, weil der Kunde eben nicht sorgfältig mit seinen Bankdaten umgegangen ist.

      Viele Grüße
      Dein PC-SPEZIALIST Team

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